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FC Homburg startet mit kleinerem Kader in die Saison

Fußball-Regionalliga : Der FCH bastelt am verkleinerten Kader

Fußball-Regionalligist FC Homburg schraubt seine Kadergröße auf 20 Mann zurück und sucht noch Verstärkungen fürs Mittelfeld.

Die angekündigten Sparmaßnahmen beim FC Homburg ziehen weitere Kreise, auch im Kader des Regionalligateams. In der abgebrochenen Saison stand Trainer Jürgen Luginger noch ein 26 Spieler fassender Kader zur Verfügung. Die kommende Spielzeit soll jetzt mit einem deutlich schmaleren Kader angegangen werden. 20 oder 21 Spieler sollen es dann nur noch sein. Vor drei Wochen ging FCH-Coach Luginger noch von 22 oder 23 Spielern aus mit denen er planen kann. Immerhin gilt es in der kommenden Saison in der Regionalliga-Südwest 42 Partien und einige Pokalspiele zu überstehen.

Zuletzt hatte der FC Homburg bekannt gegeben dass der Verein seinen langjährigen Scout Heiko Wilhelm für die nächste Saison nicht mehr beschäftigen wird. Außerdem lösten die Grün-Weißen ihre Frauenfußballabteilung komplett auf.

Noch sind alle Kaderentscheidungen beim FC Homburg auch noch nicht getroffen. Wenn am 16. Juli um 14 Uhr die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt, werden wohl 16 Spieler im Waldstadion erscheinen. Mehr stehen derzeit für die Regionalliga Südwest nicht unter Vertrag.

Auf der Torhüterposition wird sich voraussichtlich nichts mehr tun. Matthias Köbbing, zuletzt hinter David Salfeld die Nummer zwei beim FC Homburg, zieht es zur U21 des 1. FC Köln. Neue Nummer zwei wird Niklas Knichel. Marc Redl, Stammkeeper des Saarlandligateams, könnte als Ersatz einspringen. So sagt auch Trainer Jürgen Luginger, dass auf der Torhüter-Position kein Transferbedarf bestehe. „Priorität haben andere Positionen.“

Dringend gesucht werde zum Beispiel ein Linksverteidiger. Bisher bekleidete Maurice Neubauer die Position. Doch der hat den Verein ebenso mit unbekannten Ziel verlassen, wie Mittelfeldspieler Ihab Darwiche, mit dem sich der FCH für eine Vertragsverlängerung nicht einig wurde. Eine große Lücke reißt auch Zehner Christopher Theisen, den es zu Viktoria Berlin zieht.

Luginger fordert: „Wir brauchen noch drei offensive Mittelfeldspieler.“ Konkret heißt das, dass der FCH einen Außen als Ersatz für Darwiche und Thomas Steinherr (dessen Vertrag auslief) und zwei Spieler für die Zentrale sucht.

Umso erfreulicher für den FCH ist es, dass der Regionalligist weiter auf die Dienste von Mittelfeldspieler Daniel di Gregorio bauen kann. Verein und Spieler einigten sich auf einen Vertrag bis Sommer 2022 (wir berichteten kurz). Sportmanager Michael Berndt sagt: „Wir sind froh, dass Dani seinen Vertrag verlängert hat. Damit haben wir einen wichtigen Baustein in unserer Kaderplanung hinzugefügt.“ Der Spielmacher, der 2018 von Waldhof Mannheim kam bestätigt, dass es durchaus „Anfragen anderer Vereine“ gab, er sich aber nach positiven Gesprächen mit Trainer Luginger und den FCH-Verantwortlichen für eine Verlängerung entschieden hat.Der 28-Jährige fiel in dieser Saison lange wegen einer Knieverletzung aus und kann daher fast als Neuzugang betrachtet werden.

Keine Baustelle ist indes der FCH-Sturm. Hier gab Luginger ein klares Bekenntnis für seine drei Stürmer Damjan Marceta, Marcel Carl und Patrick Dulleck ab. Mit dem 20-jährigen Linksverteidiger Philipp Schuck vom FK Pirmasens und dem gleichaltirgen Innenverteidiger Jannis Reuss vom Oberligateam des SV Sandhausen hat der FCH bisher erst zwei Neue verpflichtet. Offen ist noch, ob Loris Weiss weiter beim FC Homburg spielen wird.

Bei vorraussichtlich vielen anstehenden englischen Wochen, kann sich der FC Homburg kaum verletzte Spieler erlauben. Bei einem 20-Mann Kader ist große Rotation dann auch nicht mehr machbar. Ob der FC Homburg sein Saisonziel „so weit wie möglich oben mitspielen“ – so Vorsitzender Herbert Eder – unter diesen Voraussetzungen umsetzen kann, wird sich zeigen.