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FC Homburg spielt nur Remis beim VfB Stuttgart II

Fußball-Regionalliga : „Fahrlässiger“ FCH schenkt den Sieg her

Fußball-Regionalligist FC Homburg schien am Sonntag beim VfB Stuttgart II alles im Griff zu haben – kassierte in der Schlussphase aber noch den Ausgleich. In den letzten zehn Partien gelang den Grün-Weißen nur ein einziger Sieg.

Auch bei der U21 des VfB Stuttgart hat Fußball-Regionalligist FC Homburg einen Sieg verpasst. Nach dem 2:2 (1:2)-Unentschieden am Sonntagnachmittag bei den Schwaben rutschte das Team von Trainer Mathias Mink, das in den letzten zehn Spielen nur einmal gewann, auf Platz zehn ab. Die Grün-Weißen führten zur Halbzeit noch mit 2:1 – brachten den Vorsprung aber nicht ins Ziel. Stattdessen kamen die Nachwuchsspieler des VfB, die in diesem Jahr bereits drei Heimspiele verloren hatten, in der zweiten Halbzeit aus dem Nichts durch einen Fehler in der Homburger Hintermannschaft zum glücklichen Punktgewinn.

Doch nicht nur beim Ausgleichstreffer, sondern schon nach vier Minuten hatte die FCH-Defensive geschlafen. Stuttgarts José Rios Alonso stand vor dem Homburger Tor völlig blank und hatte keine Mühe, aus wenigen Metern das 1:0 für die Gastgeber zu erzielen.

FCH-Trainer Mink hatte die Startelf seiner Mannschaft gegenüber dem 1:1 im letzten Heimspiel gegen den FC Gießen auf zwei Positionen verändert. Für Marco Hingerl spielte Loris Weiss im Sturm. Für Patrick Dulleck durfte Neuzugang Thomas Gösweiner erstmals von Beginn an ran. Der Ex-Elversberger blieb allerdings vieles schuldig und musste sieben Minuten vor Spielende für Marcel Carl vom Feld.

Die Partie auf einem Nebenplatz des VfB-Nachwuchsleistungszentrums am Gottlieb Daimler Stadion war spielerisch von Beginn an keine Augenweide. Beide Mannschaften neutralisierten sich nach der Stuttgarter Führung im Mittelfeld. Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe der FC Homburg zu seiner ersten Torchance kam. Die hatte es dann aber in sich. Nach einem Eckball von Patrick Lienhard brachte Daniel Di Gregorio den Ball aus fünf Metern Torentfernung nicht im Netz unter. Homburg war fortan besser in der Partie und drückte auf den Ausgleich. Nach einem Foul von Stuttgarts Manuel Kober an Loris Weiss entschied Schiedsrichter Marc Heiker schließlich auf Foulelfmeter für die Saarländer. Jannik Sommer ließ sich die Chance vom Elfmeterpunkt (37.) nicht nehmen und glich zum 1:1 aus. Dabei verlud er den VfB-Torwart mit einem an Arroganz grenzenden Heber in die Tormitte. Das Selbstbewusstsein konnte sich Sommer an diesem Tag leisten. Nur drei Minuten später war er erneut zur Stelle. Nach Vorarbeit von Philipp Hoffmann schoss er den FCH mit 2:1 in Führung. Dabei blieb es bis zur Pause.

Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen. Stuttgarts Luca Maurice Mack (46.) verfehlte das Homburger Tor nur knapp. Auf der Gegenseite war auch Di Gregorio (50.) mit einem Distanzschuss gefährlich. Danach verflachte die Partie zusehends. Homburg wollte den Vorsprung verwalten, verteidigte dabei auch lange geschickt, tat aber nach vorne zu wenig. Erst in der 77. Minute gab der FCH in Person von Philipp Hoffmann wieder ein offensives Lebenszeichen ab. Vom VfB II war im Angriff lange Zeit überhaupt nichts zu sehen. Bis zur 82. Minute. Wie schon in Anfangsphase stimmte bei den Grün-Weißen die Zuordnung nicht. Nutznießer war der eingewechselte Stuttgarter Eric Hottmann, der per Kopf das 2:2 markierte. Erst jetzt erwachte Homburg aus seinem Dornröschenschlaf. Doch zu spät. Der eingewechselte Homburger Damjan Marceta verfehlte in der 86. Minute mit einem Kopfball das Ziel. Auf der Gegenseite hätte Stuttgart die Partie sogar noch für sich entscheiden können. FCH-Torwart David Salfeld hielt mit einer Parade gegen Hottmann zumindest das Remis fest (87.). Es war das erste und einzige Mal, dass Salfeld, an diesem Tag überhaupt einen Ball zu halten bekam.

Mink haderte, dass seine Mannschaft sich nach einem „eigentlich guten Auftritt“ nicht belohnt habe. Dass sein Team nach der Führung nicht mehr konsequent auf den dritten Treffer gegangen war, bezeichnete er als „fahrlässig“. „Schlussendlich ist das zu wenig“, lautete das ernüchternde Fazit des Trainers.