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FC Homburg spielt mit Interimstrainer Stamatopoulos gegen Schott Mainz

FC Homburg : Das Segel „in Richtung Erfolg setzen“

Interimstrainer Joti Stamatopoulos möchte bei Fußball-Regionalligist FC Homburg die „Köpfe freipusten“, damit der Verein wieder siegen lernt. Am Samstag wartet mit Schott Mainz eine Pflichtaufgabe, doch der FCH ist personell angeschlagen.

Nach den turbulenten letzten Tagen mit der Heimniederlage gegen Freiburg II und der drauffolgenden Trennung von Cheftrainer Matthias Mink steht für Fußball-Regionalligist FC Homburg schon das nächstePflichtspiel an. Mit Interimscoach Joti Stamatopoulos empfangen die Grün-Weißen den TSV Schott Mainz, gegen die der FCH nach der 0:3-Hinspielniederliga noch eine Rechnung offen hat.

Ein Erfolgserlebnis brauchen die Homburger nach der jüngsten Negativserie dringender denn je. Doch der Verein möchte nach vorne schauen. „Wir stecken in einer schwierigen Situation“, sagt Mannschaftskapitän Patrick Lienhard.

Am Mittwoch gegen Freiburg war der FCH noch einem Spitzenteam der Liga unterlegen gewesen. Nun empfangen die Saarpfälzer jedoch ein Team aus dem Keller.

„Jetzt sind wir in der Pflicht, es besser zu machen, als in den letzten Wochen“, sagt Lienharts Kollege im Homburger Mittelfeld, Philipp Hoffmann. „Gegen Schott Mainz zählt nur ein Sieg – egal wie“, so der 27-Jährige, der mit sechs Saisontreffern bester Torschütze seines Teams ist.

In nur zwei Trainingseinheiten nach der letzten Partie konnte und wollte Interimstrainer Joti Stamatopoulos erstmal nicht groß etwas verändern: „Im taktischen und athletischen Bereich gibt es nicht viel zu tun. Wir haben gute Spieler, und wir haben auch vieles richtig gemacht.“ Der neue Chef will in erster Linie an der psychischen Verfassung der Spieler ansetzen. „Wenn du so lange den Erwartungen hinterher rennst, schaltet sich irgendwann der Kopf ein“, sagt der Trainer. „Für uns geht es jetzt darum, die Stärken hervorzuheben und die Köpfe freizupusten. Ich werde alles versuchen, damit die Mannschaft wieder die Segel in Richtung Erfolg setzt.“

Ob aus der vorläufigen Konstellation (mit Ex-Profi Sven Sökler als Co-Trainer) eine Dauerlösung wird, hängt wohl in erster Linie davon ab, wie die kommenden Ergebnisse ausfallen. Stamatopoulos selbst wollte sich damit jedenfalls noch nicht beschäftigen. „Meine ganze Konzentration gilt dem Spiel am Samstag gegen den TSV Schott Mainz.“

Dass es nicht so einfach wird, wie es auf dem Papier aussieht, wenn der Tabellenneunzehnte zu Gast ist, wissen die FCH-Kicker nicht erst seit der Erfahrung aus dem Hinspiel. Erschwerend hinzu kommt für die Grün-Weißen ein Engpass im Kader: Nicht weniger als sechs Spieler fallen verletzungsbedingt aus. Hinzu kommen noch Sperren. Völlig unnötigerweise hatte Stürmer Patrick Dullek nach dem Abpfiff der Partie am Mittwoch die Rote Karte gesehen, nachdem er den Ball mit voller Absicht in die Beine eines Freiburger Gegenspielers geschossen hatte. Er muss nun drei Spiele zuschauen. Auch Innenverteidiger Stefano Maier muss pausieren, weil er die fünfte Gelbe Karte sah. Neu in der Verletzenliste trug sich nach dem Freiburgspiel Luca Plattenhardt ein. Er verletzte sich am Sprunggelenk. „Zwei Bänder sind in Mitleidenschaft geraten“, sagte der Außenverteidiger. Damit fällt er für einen Einsatz gegen Mainz ebenso aus wie Ivan Sachanenko (ebenfalls Sprunggelenk), Maurice Springfeld (Schulter), Tim Stegerer (Adduktorenabriss), Jannis Reuss (Aufbautraining) und Serkan Göcer (Kreuzbandriss).

Interimstrainer Joti Stamatopoulos will mit dem der FCH die Durststrecke überwinden. Foto: Hagen Foto: HAgen/MArkus HAgen

Insbesondere in der Abwehrkette muss Stamatopoulos angesichts der Ausfälle ganz schön rotieren. Viel Auswahl hat er nicht mehr. In der Innenverteidigung dürfte neben Daniel Di Gregorio erstmals Neuzugang Jonas Scholz spielen. Auf den Außen werden Philipp Schuck und Loris Weiss erwartet. Allrounder Weiss hatte gegen Freiburg noch die zweite Spitze neben Thomas Gösweiner gegeben. Der Österreicher Gösweiner dürfte nach seinem ersten Treffer und der Sperre für Patrick Dulleck wohl auch unter dem neuen Trainer seinen Startelf-Platz in der Spitze behalten. Ähnlich wie sein Vorgänger Mink, wollte auch Stamatopoulos seine Startaufstellung am Tag vor dem Spiel noch nicht bekanntgeben.