Fußball-Regionalliga FCH verdirbt Freiburg die Meisterschaftsfeier

Freiburg · Fußball-Regionalligist FC Homburg gewinnt beim Spitzenreiter Freiburg II verdient mit 1:0. Damjan Marceta erzielt das Tor des Tages.

Voller Einsatz: Tim Stegerer (Nummer 6) und die Homburger gaben alles, um Spitzenreiter Freiburg ein Bein zu stellen. Mit Erfolg. Die Grün-Weißen gewannen verdient mit 1:0. 
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Voller Einsatz: Tim Stegerer (Nummer 6) und die Homburger gaben alles, um Spitzenreiter Freiburg ein Bein zu stellen. Mit Erfolg. Die Grün-Weißen gewannen verdient mit 1:0. Foto: Hagen

Foto: Markus Hagen

(mh) Alles war am Samstag angerichtet für die Meisterschaftsfeier der U21 des SC Freiburg. Im heimischen Möslestadion hätten die Breisgauer den Titel und den Aufstieg in Liga drei perfekt machen können. Doch der FC Homburg hatte etwas dagegen. Die Grün-Weißen, für die es sportlich um nichts mehr ging, gewannen mit 1:0. Das Tor des Tages gegen den Spitzenreiter erzielte Damjan Marceta.

 „Das war ein starkes Ausrufezeichen meiner Mannschaft – auch für die kommende Saison“, freute sich Homburgs Coach Timo Wenzel. Seine Mannschaft habe von der ersten Minute an gezeigt, dass sie den Freiburgern den Titel nicht kampflos überlassen wolle. Genau genommen war es aber dann erst die zweite Minute, in der Marceta mit einem Pfostenschuss für den ersten Höhepunkt der Partie sorgte. Der 27-jährige Serbe vergab kurz darauf eine weitere gute Gelegenheit, dann schwamm sich Freiburg etwas frei. Abgesehen von einer Chance durch Nishan Burkard hatten die Hausherren aber keine echten Möglichkeiten. Anders der FC Homburg, der kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal die Schlagzahl erhöhte. Einen Schuss von Marco Hingerl aus 20 Metern konnte SC-Torwart Noah Atubolu nur abklatschen lassen – Marceta setzte den Abpraller neben das Tor (40.).

 Zu Beginn des zweiten Durchgangs wurde der Spitzenreiter druckvoller. Doch Kevin Schade vergab die beste Möglichkeit der Breisgauer in der 50. Minute. FCH-Torhüter David Salfeld klärte ganz stark mit dem Fuß. Nun war das Spiel offen. Zwei Minuten später setzte Homburgs Kapitän Patrick Lienhard Marceta mit einem traumhaften Zuspiel in Szene. Der Serbe hatte freie Bahn, konnte aber auch diese große Gelegenheit nicht nutzen. In der 72. Minute wurde Marceta dann aber vom Unglücksraben zum Helden. Ein schneller Vorstoß über Lienhard und Hingerl landete bei Philipp Schuck auf der linken Seite. Und dessen Hereingabe nutzte der 27-Jährige per Direktabnahme aus sechs Metern zum Tor des Tages. „Ich hatte genug Möglichkeiten, eine musste ja reingehen“, flachste Marceta nach dem Abpfiff.

Der Sieg der Saarpfälzer hätte sogar noch höher ausfallen können. Der eingewechselte Loris Weiß rutschte in der 81. Minute an einer Flanke von Marcel Carl vorbei.

Die Aufstiegsfeier beim SC Freiburg wurde also vertagt. Dem SC reicht aber ein Unentschieden am kommenden Samstag beim direkten Verfolger SV Elversberg ebenso zur Meisterschaft, wie ein Sieg am letzten Spieltag zu Hause gegen Rot-Weiß Koblenz. Die Breisgauer könnten aber schon am Dienstagabend als Aufsteiger feststehen, wenn Elversberg sein Nachholspiel beim TSV Steinbach- Haiger nicht gewinnt.

Der FC Homburg und Trainer Timo Wenzel wollen sich indes auch an den letzten beiden Spieltagen nochmal richtig ins Zeug legen. „Mehr als Platz sieben ist zwar nicht mehr für uns drin – aber wir haben weiterhin nichts zu verschenken“, sagt Wenzel mit Blick auf das letzte Saisonheimspiel seiner Mannschaft am Samstag gegen den Vorletzten FC Bayern Alzenau. Eine Woche später steigt das Saisonfinale beim Vierten SSV Ulm. „Wir haben den Ehrgeiz und Willen, diese beiden Spiele zu gewinnen“, verspricht Wenzel.