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FC Homburg feiert versöhnlichen Saisonabschluss

Fußball-Regionalliga : Beim FC Homburg ist ein Team entstanden

Der Fußball-Regionalligist gewinnt zum Saisonfinale dank einer starken Defensivleistung beim SSV Ulm mit 2:0. Der FCH hat unter der Regie des neuen Trainers Timo Wenzel in der Liga einen starken Schlussspurt hingelegt. Das soll nächste Saison so weitergehen.

„Wir wollten die Saison mit einem positiven Ergebnis beenden und mit einem guten Gefühl in die Pause gehen. Das ist uns gelungen“, freute sich Trainer Timo Wenzel nach dem verdienten 2:0-Auswärtserfolg seines FC Homburg am Samstag vor 500 Zuschauern im Donaustadion beim SSV Ulm. „Hinten haben wir fast nichts zugelassen und vorne unsere wenigen Möglichkeiten effektiv genutzt“, analysierte der Übungsleiter.

Zehn Siege, sechs Unentschieden und drei Niederlagen gehen auf das Konto des FCH-Trainers, seit er im März die Mannschaft von Matthias Mink übernommen hat. In den letzten vier Partien verließen die Saarpfälzer stets als Sieger den Platz. „Wir haben sehr gut zusammengearbeitet und viel gesprochen. Man sieht, dass ein Team entstanden ist, und das zeigt sich an der guten Leistung auf dem Platz“, bilanzierte Wenzel. Kapitän Patrick Lienhard erklärte, was den Mannschaftsgeist ausmacht: „Man hat in Ulm gesehen, worauf es ankommt. Auch wenn es nach so einer langen Saison schwer war, haben wir alle zusammen verteidigt. Jeder ist für den anderen gelaufen. Darauf können wir aufbauen.“ Durch den Erfolg bei den Spatzen schließt der FCH die bisher längste Saison in der Regionalliga Südwest (42. Spieltage) als Tabellensiebter ab.

Wenzel änderte die Startelf seiner Mannschaft zum Saisonfinale im Vergleich zum letzten Spiel gegen Bayern Alzenau (3:0) auf drei Positionen: Für Ivan Sachanenko, Damjan Marceta und Loris Weiß spielten Philipp Schuck, Daniel Di Gregorio und Mart Ristl. Ulm hatte in der Anfangsphase mehr Ballbesitz – der FC Homburg durch Schuck (14.) aber die erste größere Torchance der Partie. Aus 14 Metern schoss er knapp über das Ulmer Tor. Zehn Minuten später verzeichneten auch die Gastgeber eine sehr gute Gelegenheit. Adrian Beck (25.) setzte den Ball aus kurzer Distanz neben den Pfosten.

Kurz darauf ging der FCH in Führung. Schuck spritzte in eine zu kurz geratene Rückgabe von Michael Heilig auf seinen Torhüter Niclas Heimann traf aus spitzen Winkel zum 1:0 für die Saarländer (30.). Und es kam noch besser für den FCH. Marco Hingerl luchste Ulms Robin Heußler im Mittelfeld den Ball ab. Über Philipp Hoffmann lief der Ball auf die rechte Seite zu Patrick Dulleck. Und dessen Hereingabe nutzte Hingerl, der den Angriff mit seiner Balleroberung eingeleitet hatte, zum 2:0. „Effektiver geht es nicht“, lobte Trainer Wenzel. Und auch Torschütze Hingerl freute sich: „In der ersten Halbzeit haben wir unsere Möglichkeiten gnadenlos genutzt.“

Nach dem Seitenwechsel blieben Chancen auf Homburger Seite aber weitgehend aus. „Das war etwas wenig“, räumte Kapitän Lienhard ein, der sich mehr Offensivszenen seiner Mannschaft gewünscht hätte. Bis auf einen Kopfball von Jannis Reuss (84.) nach einer Ecke bot der FCH im Angriff nichts mehr an. Dafür standen die Saarpfälzer hinten sehr stabil. Der Tabellenvierte Ulm verzeichnete zwar weiter mehr Ballbesitz. FCH-Torwart David Salfeld musste aber nur zweimal bei Ulmer Halbchancen gegen Nicolas Jann (58./71.) eingreifen. „Hinten haben wir es einfach gut gemacht. Wir haben aus dem Offenbach-Spiel offenbar unsere Lehren gezogen“, lobte Wenzel. Bei den Kickers hatte der FCH vor wenigen Wochen noch einen 2:0-Vorsprung verspielt und war als Verlierer vom Platz gegangen (2:3). Es war die erste Pleite unter der Regie von Wenzel. In der Liga folgte im Anschluss nur noch eine weitere Pleite (0:1 bei der TSG Balingen). Dazu kommt das unglücklich im Elfmeterschießen verlorene Derby im Halbfinale des Saarlandpokals gegen Drittligist Saarbrücken.

Nun gilt es beim FC Homburg, die Strapazen der Mammutsaison aus den Kleidern zu schütteln. Der Trainer ist aber in Gedanken schon bei der kommenden Spielzeit. „Wir haben eine gute Serie hingelegt – auch für die nächste Saison“, wirft Trainer Wenzel einen Blick voraus. „Ein Rang unter den ersten fünf der Tabelle sehe ich dann als realistisches Ziel“, ergänzte der 43-jährige. Nun geht es für Wenzel und sein Team aber zunächst in eine vierwöchige Pause. Am Montag, 12. Juli, startet dann die Vorbereitung auf die neue Saison in der Regionalliga Südwest.