1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

FC Homburg fegt FSV Frankfurt mit 7:0 aus dem Waldstadion

Fußball-Regionalliga : Homburg nach 7:0-Gala Tabellenführer

Die Fußballer des FC Homburg liegen nach dem zweiten Spieltag in der Regionalliga Südwest dort, wo sie auch am Saisonende gerne stehen würden. Die Grün-Weißen schossen den FSV Frankfurt mit 7:0 aus dem Waldstadion und grüßen in der Tabelle von ganz oben.

„Oh, wie ist das schön . . .“, klang es am Sonntagnachmittag noch lange nach dem Abpfiff aus den Kehlen der rund 1500 Fans des FC Homburg im Waldstadion. Und dazu hatten die Anhänger auch allen Grund. Mit 7:0 (3:0) hatte ihr FCH den FSV Frankfurt zuvor vom Platz gefegt und sich – nach erst zwei absolvierten Spieltagen – an die Tabellenspitze der Fußball-Regionalliga Südwest gesetzt. Homburgs Trainer Timo Wenzel sprach von einem „Superspiel“, das sein Team gezeigt habe. „Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, schwärmte der Übungsleiter. „Wir haben über die Flügel viel Druck ausgeübt, sind gnadenlos in die Lücken der Frankfurter Abwehr gestoßen – und auch die Chancenverwertung hat heute gestimmt.“

Wenzel hatte derselben Startelf das Vertrauen geschenkt, die auch beim 3:1-Auftaktsieg bei Rot-Weiß Koblenz begonnen hatte. Keine sechs Minuten waren gespielt, da lag der FCH bereits vorne. Neuzugang Fanol Perdedaj war mit einem Schuss aus 17 Metern erfolgreich. Markus Mendler hatte im Anschluss zwei Mal per Freistoß die Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen, scheitere aber jeweils knapp. So dauerte es immerhin bis zur 17. Minute, ehe die Grün-Weißen nachlegten. Diesmal war Perdedaj mit dem Kopf zur Stelle. „Danach haben wir uns in einen Rausch gespielt. Wir wollten immer mehr und haben nicht locker gelassen“, sagte der Doppeltorschütze. David Hummel, ebenfalls ein Neuzugang, ließ nach einer knappen halben Stunde Treffer Nummer drei für die Saarpfälzer folgen (27.). Beim Stand von 3:0 für die Hausherren ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel legte das Wenzel-Team erneut einen Blitzstart hin. Fabian Eisele schraubte die Führung mit einem Doppelpack binnen fünf Minuten (49./54.) auf 5:0 in die Höhe. Auch Eisele ist neu bei den Grün-Weißen. Für ihn waren es bereits die Saisontreffer Nummer drei und vier. Auch in Koblenz hatte der 27-Jährige zweifach getroffen. „Lässt sich ganz gut an“, gab der Stürmer, der von Carl Zeiss Jena kam, trocken zu Protokoll. „Ich glaube, das Spiel hat den Zuschauern Spaß gemacht. Wir hatten Hunger auf Tore“, ergänzte er.

Wenzel wechselte nach einer guten Stunde mehrfach. Philipp Hoffmann, Arman Ardestani und Thomas Gösweiner kamen für Eisele, Mendler und Joel Gerezgiher. Einen Bruch im Spiel der Gastgeber gab es aber nicht. Nach einem Eckball von Ardestani köpfte Gösweiner nach 67 Minuten zum 6:0 ein. In der 73. Minute leistete sich ein Frankfurter im eigenen Strafraum ein Handspiel. Gösweiner traf vom Punkt zum 7:0-Endstand und war damit der dritte Homburger „Doppelpacker“ an diesem Nachmittag.

Gösweiner war in der Vorwoche gegen Koblenz eingewechselt worden und hatte dort nach exakt 454 Tagen Pause aufgrund seines Kreuzbandrisses wieder sein erstes Ligaspiel bestritten. In Koblenz hatte der 27-Jährige den Schlusspunkt zum 3:1-Endstand gesetzt. Jetzt die zwei Treffer gegen die überforderten Hessen. „Das ist für mich natürlich eine tolle Sache“, jubelte Gösweiner, der es vor diesem Hintergrund gelassen hinnimmt, dass er auf den ersten Startelf-Einsatz noch warten muss. „Ich schieße auch gerne als Einwechselspieler Tore“, flachste der Angreifer.

Vielleicht stürmt Gösweiner ja bald sogar in einer „Dreierspitze“ zusammen mit Eisele und Hummel. Trainer Wenzel hatte jüngst angedeutet, dass er ein solches Szenario nicht abwegig findet.

Dass die Grün-Weißen auch mit zwei Spitzen eine ungeheure offensive Wucht entfalten können, das hatten die Spieler des FSV Frankfurt am Sonntag am eigenen Leib zu spüren bekommen, als sie unter den Gesängen der Homburger Anhänger in die Kabine verschwanden.