Fußball-Regionalliga Wenzel will die Wiedergutmachung

Homburg · Fußball-Regionalligist FC Homburg hat am vergangenen Spieltag mit der Niederlage bei Aufsteiger Freiberg einen ersten herben Dämpfer kassiert. Im Topspiel am Sonntag im heimischen Waldstadion gegen den VfR Aalen will Trainer Wenzel eine Reaktion sehen.

  FCH-Trainer Timo Wenzel sah gegen Freiberg eine schwache Leistung seiner Mannschaft. Am Sonntag im Topspiel zu Hause gegen Aalen fordert er eine Reaktion.

FCH-Trainer Timo Wenzel sah gegen Freiberg eine schwache Leistung seiner Mannschaft. Am Sonntag im Topspiel zu Hause gegen Aalen fordert er eine Reaktion.

Foto: Hagen/Markus Hagen

Der erste Dämpfer der jungen Saison, das 0:2 beim SGV Freiberg, hat den Fußball-Regionalligisten FC Homburg auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: „Wir waren nicht in der Lage körperlich dagegenzuhalten“, nannte Trainer Timo Wenzel als Hauptgrund für die erste Niederlage in dieser Spielzeit. Zudem habe bei beiden Gegentreffern das Rückzugsverhalten seiner Spieler nicht gestimmt. Die Tabellenführung, die die Saarpfälzer am Spieltag zuvor erobert hatten, war wieder futsch. Neuer Spitzenreiter ist nun der SSV Ulm, der als einziges Team unter den 18 Mannschaften die maximale Ausbeute von neun Punkten eingefahren hat.

Die entsprechende Reaktion des Homburger Trainerteams ließ unter der Woche nicht auf sich warten: „Wir haben den Jungs ganz klar gesagt, was wir verlangen und dass es in gewissen Phasen einfach zu wenig war.“ Im zweiten Heimspiel an diesem Sonntag um 14 Uhr gegen den VfR Aalen will Wenzel wieder ein besseres Gesicht seiner Elf sehen – und ist sicher, dass es so kommt: „Wir müssen und werden am Sonntag eine Reaktion zeigen.“ Die Voraussetzungen vor dem Topspiel des Tabellenzweiten gegen den Dritten sind in einem Punkt ähnlich wie vor dem rauschenden ersten Heimauftritt beim 7:0 über den FSV Frankfurt. Auch gegen Aalen hatte Homburg in der Vorsaison eine unnötige Heimniederlage kassiert. Nach schwacher Leistung unterlagen die Grün-Weißen durch ein Tor von Mark Müller mit 0:1. Im Rückspiel setzte es im April sogar eine 0:4-Packung. Wenzel will zwar nach vorne schauen, dürfte diese ernüchternde Ausbeute gegen einen Verein unweit seiner bayrisch-schwäbischen Heimatregion aber im Hinterkopf haben. Gleiches gilt für die mögliche Aufstellung gegen Aalen, wobei es neben einer gezwungenen Umstellung – Joel Gerezgiher musste das Training am Mittwoch mit Oberschenkelproblemen abbrechen und ist laut Trainer „sehr fraglich“ – weitere Änderungen geben dürfte: „Wir haben einen starken Kader. Der ein oder andere wird definitiv am Sonntag seine Chance bekommen“, kündigte Wenzel an. Möglicherweise könnte für Gerezgiher der lange verletzte Philipp Hoffmann in die Startelf rücken. Auch auf der Außenverteidigerposition, auf der Philipp Schuck und Luca Plattenhardt sowohl gegen Koblenz als auch gegen Freiberg in manchen Szenen eine unglückliche Figur abgaben, scheint eine Personalrochade nicht ausgeschlossen. Tim Stegerer und Neuzugang Tim Steinmetz stünden als Ersatz parat. Mart Ristl erhielt im Training zwar einen Schlag auf die Zehe, doch bis Sonntag sollte er wieder fit sein. Thomas Gösweiner nahm am Donnerstag nach einem Pferdekuss wieder das Training auf und sollte ebenfalls zumindest im Kader stehen.

Doch egal, wer am Ende auf dem Platz steht: „Wir wollen ein gutes Spiel machen vor unseren Fans. Gemeinsam sind wir stark – das ist unser Motto“, so Wenzel. Damit seine Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückfinde, „müssen wir aus dem Spiel in Freiberg die richtigen Lehren ziehen“, fordert der Trainer. Sauer stößt ihm auf, dass mitunter erst das große Donnerwetter benötigt wird, damit seine Spieler aus dem Quark kommen. In Freiberg hatten die Homburger erst nach einer „deutlichen Pausenansprache“ – kurzzeitig – Normalform erreicht.

Ein schnelles Führungstor könne seiner Mannschaft helfen, damit die Leichtigkeit, die bei der 7:0-Gala über Frankfurt zu sehen war, zurückkehrt, glaubt Wenzel. Der Trainer sagt aber auch: „Fußball wird im Kopf entschieden“. Auch wenn die Partie gegen den VfR Aalen, der wie der FC Homburg nach drei Partien sechs Punkte auf dem Konto hat, nicht von Beginn an in die gewünschte Richtung läuft, müsse seine Mannschaft die Konzentration und Spannung in jeder Phase hochhalten.

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