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FC Homburg empfängt am Samstag Ulm

Fußball-Regionalliga : FCH will mit „kleinen Schritten“ nach oben

Fußball-Regionalligist FC Homburg hat seinen Absturz in der Tabelle zuletzt mit einem Sieg gegen Balingen gestoppt. Um weiter nach oben zu klettern, ist ein Heimerfolg am Samstag gegen den SSV Ulm nötig. Doch das ist keine leichte Aufgabe.

Am Freitag kletterte in der Saarpfalz die Gradanzeige des Thermometers zwischenzeitlich sogar in den zweistelligen Bereich. Nachdem die Partie des Fußball-Regionalligisten FC Homburg gegen den SC Freiburg II am Mittwoch bereits zum zweiten Mal witterungsbedingt abgesagt worden war, sollte der Austragung des Heimspiels am Samstag um 14 Uhr gegen den SSV Ulm deshalb nichts im Wege stehen. Auch wenn die Regenfälle der letzten Tage das Spiel auf dem tiefen Rasen des Waldstadions zu einer „Rutschpartie“ machen könnten.

Der FC Homburg fand zuletzt mit einem 1:0-Erfolg gegen die TSG Balingen nach zuvor fünf sieglosen Spielen in Folge wieder in die Spur zurück. In der Tabelle stehen die ambitionierten Saarpfälzer derzeit aber nur auf Rang acht. Spitzenreiter FSV Frankfurt ist bereits um zehn Punkte enteilt – hat aber auch schon zwei Partien mehr ausgetragen als die Homburger, die den Schwung aus der Partie gegen Balingen in das Spiel gegen den Fünften Ulm mitnehmen möchten.

 „Gegen Balingen haben wir vor allem vor der Pause ein klasse Spiel gezeigt – und uns am Ende auch mal dafür belohnt“, analysiert Philipp Hoffmann. Der 27-Jährige war mit seinem präzisen Zuspiel, das Marcel Carl zum Tor des Tages veredelte, maßgeblich am Sieg beteiligt. Auch in den Partien zuvor gegen den Bahlinger SC (0:1) und die TSG Hoffenheim II (0:0) habe seine Mannschaft eigentlich nicht so schlecht gespielt, findet Hoffmann. Trotzdem hätten die Homburger an der langen Sieglos-Serie natürlich zu knabbern gehabt, räumt er ein. Der Offensivspieler fordert: „In die Vergangenheit schauen, bringt uns nichts. Natürlich könnten wir schon ein paar Punkte mehr auf dem Konto haben. Gerade zu Hause haben wir doch so einiges liegenlassen. Aber wir müssen den Blick nach vorne richten. Auf den nächsten Gegner. Und der heißt SSV Ulm.“

Kaltschnäuziger im Angriff müsse der FCH werden, sagt Hoffmann. Und schließt sich dabei explizit mit ein – obwohl er bereits sechs Tore erzielt und sieben weitere vorbereitet hat. Gegen Hoffenheim hatte aber auch er eine große Chance ungenutzt gelassen.

Auch wenn in der Offensive zuletzt Flaute herrschte, so präsentiere sich zumindest die Abwehr der Grün-Weißen derzeit sattelfest, lobt Hoffmann: „Zwei Spiele in Folge ohne Gegentor – das hatten wir davor in dieser Saison nicht hinbekommen.“ Der Drittliga-erfahrene 27-Jährige, der vor der Runde von Preußen Münster gekommen war, hofft darauf, dass der Erfolg gegen Balingen seinem Team „eine gewisse Leichtigkeit“ zurückgibt.

Die maue Chancenverwertung ist auch dem Homburger Trainer Matthias Mink ein Dorn im Auge. Mehr als 20 Gelegenheiten auf einen Treffer seien in den letzten drei FCH-Spielen gezählt worden. Aber nur einmal landete der Ball im Netz. „Klar brauchen wir eine höhere Effizienz. Das Positive ist aber, dass wir uns diese Möglichkeiten überhaupt erspielen“, sagt Mink. Der Übungsleiter sieht bei der Mannschaft einen steten Prozess: „Es sind im Moment kleine Schritte, aber die bringen uns trotzdem vorwärts.“

Den kommenden Gegner Ulm will der Coach naturgemäß nicht unterschätzen. Nicht nur weil der SSV in der Tabelle drei Ränge über den Grün-Weißen steht, sondern auch weil die „Spatzen“ einen starken Start ins neue Jahr erwischt haben. Ulm gewann drei seiner vier Partien, stieß beim 2:0-Erfolg gegen den SC Freiburg II sogar den damaligen Tabellenführer von der Spitze. Unbesiegbar sind die Ulmer freilich nicht. Das bewies die überraschende 2:3-Heimniederlage gegen den Zwölften FC Gießen vor 14 Tagen. Mink erwartet dennoch eine knallharte Aufgabe: „Ulm hat eine kompakte, robuste Mannschaft mit guten Offensivspielern wie Felix Higl, Tobias Rühle und Anton Fink. Auch auf die torgefährliche Defensive des Gegners müsse sein Team ein Auge haben. SSV-Innenverteidiger Johannes Reichert habe schon sieben Treffer erzielt, weiß Mink. In der Defensive müsse der FCH so konsequent arbeiten wie zuletzt. Im Gegensatz dazu aber unbedingt seine Möglichkeiten besser nutzen. Denn: „Ulm wird mit Sicherheit nicht so viele Chancen zulassen wie Hoffenheim oder Balingen“, prophezeit Mink.

Während Serkan Göcer (Kreuzbandriss) und Patrick Lienhard (Adduktorenprobleme) weiter nicht zur Verfügung stehen, wird Mink wieder auf den zuletzt gesperrten Mart Ristl im Mittelfeld zurückgreifen können. „Und Rotation ist angesichts der vielen englischen Wochen notwendig“, weiß der Trainer.