Fußball-Regionalliga Homburg blamiert sich in Freiberg

Freiberg · Statt seinen guten Saisonstart zu veredeln, verliert der Fußball-Regionalligist beim bis dahin punktlosen Aufsteiger Freiberg noch einer indiskutablen Leistung mit 0:2.

 Bild mit Symbolcharakter: Der FC Homburg um Stürmer David Hummel (rechts) kam in Freiberg ordentlich in Schieflage. Der FCH verlor die Partie in der Regionalliga beim bis dahin punktlosen Aufsteiger am Samstag mit 0:2.

Bild mit Symbolcharakter: Der FC Homburg um Stürmer David Hummel (rechts) kam in Freiberg ordentlich in Schieflage. Der FCH verlor die Partie in der Regionalliga beim bis dahin punktlosen Aufsteiger am Samstag mit 0:2.

Foto: Markus Hagen

Zwei Spieltage lang hat der FC Homburg das zarte Pflänzchen Euphorie gegossen – nur um es am dritten Spieltag wieder zu zertreten. Der Fußball-Regionalligist verlor am Samstag vor rund 700 Zuschauern beim bis dahin punktlosen Aufsteiger SVG Freiberg mit 0:2 (0:0) – und muss nach den beiden Auftaktsiegen gegen Rot Weiß Koblenz (3:1) und den FSV Frankfurt (7:0) den ersten herben Dämpfer der jungen Saison hinnehmen.

In den ersten 45 Minuten sahen die Zuschauer auf dem schwer bespielbaren Rasen eine Partie, die selten Regionalliga-Format erreichte. Fehlpässe und andere technische Unzulänglichkeiten prägten die Begegnung. Eine gute Chance hatten die Grün-Weißen vor der Pause: Nach einer Flanke von Fanol Perdedaj köpfte Fabian Eisele – mit vier Treffern bester Homburger Saison-Torschütze – den Ball knapp über den Freiberger Kasten (19. Minute).

Nach dem Seitenwechsel lief es für den FCH zumindest kurzzeitig besser. Freibergs Torhüter Niclas Heimann entschärfte einen Kopfball von Eisele (47.). Dann hatte David Hummel nach einem Eckball von Perdedaj die große Chance auf die Führung, schoss aber aus kurzer Distanz über das Tor (49.). Dass Luca Plattenhardt ebenfalls aus wenigen Metern Torentfernung zum Abschluss kam – aber den Ball nicht richtig traf, passte ins Bild (53.). Dennoch hatte Homburg die Partie zu dieser Phase im Griff, der Führungstreffer schien nur eine Frage der Zeit. Der eingewechselte Thomas Gösweiner verzeichnete die nächste Gelegenheit für Grün-Weiß. Sein Abschluss im Strafraum geriet aber zum Kullerball (64.).

Doch dann brachte Freiberg mit Nicola Jürgens und Quadie Barini neue Kräfte – und für die fühlte sich beim FCH offenbar niemand verantwortlich. Und das rächte sich. Den Abschluss von Jürgens konnte FCH-Torwart David Salfeld noch parieren, beim Nachschuss von Barini aus 16 Metern war er aber machtlos (74.). Und es kam noch schlimmer. Nur fünf Minuten später fasste sich Barini aus 16 Metern erneut ein Herz – und der Ball schlug zum 0:2 aus FCH-Sicht im Netz ein. „Bei beiden Toren hat unser Rückzugsverhalten nicht gestimmt. Das fing bereits im Mittelfeld an“, grollte Homburgs Trainer Timo Wenzel. Kurz vor dem Ende keimte bei den Saarpfälzern wieder Hoffnung auf. Doch dem vermeintlichen Anschlusstreffer von Gösweiner wurde wegen Abseits die Anerkennung verweigert. (84.).

„Wenn man seine Möglichkeiten nicht nutzt, muss man hier zumindest mit einem Punkt nach Hause fahren“, sagte Wenzel. Der Trainer kritisierte: „Der 7:0-Sieg gegen Frankfurt war Gift für uns. Wir haben heute nie die richtige Einstellung zum Spiel und zum Gegner gefunden.“ Auch Markus Mendler war bedient: „Das war überhaupt nichts, was wir gerade in der ersten Halbzeit gezeigt haben. Wir waren fahrig und schläfrig, so darf man nicht auftreten.“ Der Homburger Innenverteidiger und Ex-Freiberger Lukas Hoffmann, der nach dem Spiel seinen ehemaligen Kollegen zum Sieg gratulieren musste, haderte: „An die Leistung aus dem Spiel gegen Frankfurt haben wir zu keiner Phase anknüpfen können.

Das sollte der FC Homburg am kommenden Sonntag wieder tun, wenn um 14 Uhr der VfR Aalen im Waldstadion zu Gast ist.

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