FC Homburg beendet Heimfluch

Bislang standen für den Fußball-Regionalligisten FC Homburg in dieser Runde in vier Heimspielen vier Niederlagen zu Buche. Gestern endlich die Erlösung: 2:0 hieß es gegen Aufsteiger SSV Ulm.

Der FC Homburg kann's zuhause doch noch. Aufgrund einer in der ersten Halbzeit überzeugenden Leistung gewannen die Grün-Weißen vor 826 Zuschauern verdient mit 2:0 gegen den SSV Ulm und sicherten mit diesem Erfolg im fünften Heimspiel nach vier Niederlagen endlich den ersten Sieg vor eigenem Publikum.

"Ich denke, dass der Sieg verdient war, weil wir in der ersten Halbzeit sehr gut aufspielten und durchaus auch noch den dritten Treffer hätten nachlegen können", freute sich Homburgs Trainer Jens Kiefer nach dem zweiten Dreier innerhalb von fünf Tagen. Der 2:0-Erfolg am Mittwoch in Kassel habe mit Sicherheit zum Selbstvertrauen für die Partie gegen den Aufsteiger beigetragen. Im Gegensatz zu den bisherigen Heimspielen nutzte der FCH seine Torchancen konsequenter. Fünf Möglichkeiten hatten sie im ersten Abschnitt. Zwei davon wurden in Tore umgemünzt.

Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Timo Cecen eine Maßflanke von der rechten Seite hereinbrachte, Kai Hesse brauchte nur noch den Kopf hinzuhalten. 1:0. Neun Minuten später scheiterte Chadli Amri am glänzend reagierenden Ulmer Torhüter Kevin Birk. Ulm fiel in der Offensive zunächst kaum etwas ein und lag nach 30 Minuten mit 0:2 in Rückstand. Nach einem schnellen Tempogegenstoß bediente Thierry Steimetz Timo Cecen, der trocken aus 17 Metern mit einem Flachschuss zum 2:0 einschoss. "Das lief gut für uns und wir hätten sogar noch höher führen können", betonte FCH-Mittelfeldspieler Timo Cecen. Jaron Schäfer und Kai Hesse hatten zwei weitere Torchancen. Ulm war mit dem 0:2-Pausenrückstand noch gut bedient, wenn der SSV auch durch Luca Graciotta zwei Möglichkeiten hatte, die FCH-Torwart Niklas Jakusch vereitelte. Thierry Steimetz (54.) verpasste dann freistehend 15 Meter vor dem Tor das 3:0. Anschließend wurde Ulm immer stärker. "In der Defensive verfielen wir wieder in den alten Trott, leisteten uns zu viele Ballverluste und Fehler, die zu Chancen für Ulm führten", schimpfte Kiefer. Nach einem Foul von FCH-Torwart Niklas Jakusch an David Braig (58.) gab es Strafstoß für Ulm. Der gefoulte Braig scheiterte mit dem schwach geschossenen Elfer. "Das war der Knackpunkt. Es wäre verdammt eng für uns geworden, wenn Ulm zum Anschlusstreffer gekommen wäre", sagte Kiefer. So hatte Ulm zwar mehr Ballbesitz im zweiten Abschnitt, traf einmal aus Abseitsposition sogar ins Tor, aber der FCH besaß durch Steven Kröner (74.) mit einem Distanzschuss aus 20 Metern, den Birk aus dem Winkel holte, eine weitere Möglichkeit zum 3:0. Den Aufwärtstrend nach dem Spiel in Kassel bestätigte der FC Homburg nun mit dem dritten Saisonsieg.

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Auf einen Blick FCH: Jakusch - Gaebler (70. Kilian), N. Fischer, Colak, Lensch - Amri (M. Fischer), Cecen (76. Gallego), Kröner, Schäfer - Hesse, Steimetz. Tore: 1:0 (2.) Hesse, 2:0 (30.) Cecen; Gelb Karten: Colak, Jakusch - Sturm, Reichelt, Graciotta, Bückle; Schiri: Weickenmeier; Zuschauer: 826. mh