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FC Homburg am Samstag beim Schlusslicht Stadtallendorf

Fußball-Regionalliga : „Positive Aggressivität“ gegen das Schlusslicht

Für den Fußball-Regionalligisten FC Homburg ist ein Sieg am Samstag beim Letzten Eintracht Stadtallendorf Pflicht.

Eine Woche nach dem 2:1-Heimsieg gegen den TSV Schott Mainz wartet auf das neue Trainergespann des Fußball-Regionalligisten FC Homburg, Joti Stamatopoulos und Sven Sökler, die erste Aufgabe in der Fremde. Um 14 Uhr spielt der FCH am Samstag beim abgeschlagenen Schlusslicht Eintracht Stadtallendorf. Alles andere als ein Sieg wäre für die Grün-Weißen eine herbe Enttäuschung.

 Von einem Selbstläufer will man beim FC Homburg naturgemäß trotzdem nicht sprechen. Dazu hat der Tabellenneunte freilich auch überhaupt keinen Grund. Gerade gegen die Kellerkinder der Regionalliga ließen die Grün-Weißen schon zahlreiche Punkte liegen. Unter anderem kassierte der FCH im Hinspiel gegen den Drittletzten Mainz eine 0:3-Klatsche. Bei Gegner Stadtallendorf ist es umgekehrt. Die Eintracht lieferte gegen die Top-Teams der Liga ihre besten Spiele ab, weiß Stamatopoulos. So trotzte die Eintracht Spitzenreiter SC Freiburg II Ende Januar ein 1:1 ab.

„Unser Gegner kann am Samstag befreit aufspielen und kann eigentlich nur gewinnen. Wir sind zwar Favorit, müssen die Konzentration aber über 90 Minuten hochhalten, wenn wir mit drei Punkten zurück nach Homburg fahren wollen. Ich fordere eine hohe Laufbereitschaft und eine positive Aggressivität“, sagt Stamatopoulos vor seiner zweiten Partie als Interimstrainer der Grün-Weißen. „Der Tabellenstand und der bisherige Saisonverlauf zählen am Samstag nicht. An jedem Spieltag gibt es in der Liga immer wieder Überraschungen. Am Samstag soll keine weitere dazukommen“, warnt der 48-Jährige.

Schlusslicht Stadtallendorf, das mit nur neun Punkten 18 Zähler hinter einem Nichtabstiegsplatz liegt, stärker reden als es ist, möchte Stamatopoulos indes auch nicht: „Wenn wir positiv bleiben und das abrufen, was wir zu leisten imstande sind, dann gewinnen wir dieses Spiel auch“, sagt der Trainer.

 Personell bieten sich Stamatopoulos wieder mehr Alternativen. Stefano Maier hat seine Gelb-Sperre abgesessen und kehrt voraussichtlich in die Innenverteidigung zurück. Ob der gelernte Mittelfeldspieler Daniel di Gregorio, der zuletzt meist in der Defensive aushalf oder Jonas Scholz die Position des zweiten Innenverteidigers einnehmen werden, ist noch offen. Di Gregorio hatte sich beim Spiel gegen Mainz eine Innenbanddehnung im Knie zugezogen. „Es war aber nicht so schlimm wie befürchtet. Am Mittwoch konnte Daniel das Training wieder aufnehmen“, berichtet Stamatopoulos. Er ist zuversichtlich, dass der 29-Jährige in Stadtallendorf wieder auf dem Platz stehen wird, will aber noch das Abschlusstraining abwarten, bis er eine Entscheidung trifft.

Auch Innenverteidiger Ivan Sachanenko hat nach seiner Verletzung am Sprunggelenk das Training aufgenommen und ist wieder eine Option. Dagegen fallen Maurice Springfeld (Schulter), Tim Stegerer (Adduktorenabriss), Luca Plattenhardt (Außenbandanriss) und Serkan Göcer (Reha nach Kreuzbandriss) weiter aus. Plattenhardt will aber ebenfalls in diesen Tagen wieder das Training aufnehmen. „Vielleicht reicht es schon für das Spiel am Dienstag gegen Offenbach“, hofft er. Auch auf Patrick Dulleck muss Stamatopoulos noch verzichten. Die Strafe von Dullecks Roter Karte, die er nach dem Schlusspfiff im Spiel gegen den SC Freiburg II gesehen hatte, wurde aber von drei auf zwei Spiele verkürzt.

 Dulleck steht also für das kommende Heimspiel gegen Offenbach zur Verfügung. Nach der Partie in Stadtallendorf bestreitet der FCH zwei Heimspiele in Folge. Nach den Kickers am Dienstag empfängt Homburg in einer Woche den KSV Hessen Kassel im Waldstadion.