1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Spiel in Offenbach: Es wird kein Selbstläufer für die VTZ Saarpfalz

Spiel in Offenbach : Es wird kein Selbstläufer für die VTZ Saarpfalz

Zweibrücker Handballer sind in Offenbach klarer Favorit. Doch Trainer Grgic warnt vor dem Aufsteiger.

An diesem Sonntag führt der Weg der Handballer der VTZ Saarpfalz in die Queichtalhalle nach Offenbach. Dort erwartet sie am zweiten Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar um 18 Uhr der Aufsteiger TV Offenbach um Trainer Christoph Morio, der mit einem etwas überraschenden Auswärtssieg in Bitburg gut in die Saison gestartet ist. Auch wenn VTZ-Trainer Danijel Grgic erneut nur einen dezimierten Kader zur Verfügung hat, weiß er nur zu gut, wie die Rollen verteilt sind. Er will mit seinen Jungs der Favoritenrolle gerecht werden und die zwei Punkte aus Offenbach entführen.

Nach dem mehr als geglückten Saisonstart gegen den TV Mülheim (35:24) strotzen die Zweibrücker Handballer nur so vor Selbstvertrauen. Wie sollte das auch anders sein nach einer so starken Leistung zum Auftakt. Die VTZ war ihrem Gegner in allen Belangen überlegen und spielte sich phasenweise in einen wahren Rausch. „Wir haben eine super stabile 6:0-Deckung auf die Beine gestellt, was es mir relativ leicht gemacht hat, da die Mülheimer nur schwer in gute Wurfpositionen gekommen sind“, erklärt Torhüter Yannic Klöckner das Erfolgsrezept aus der Auftaktpartie. „Auch unser Spiel nach vorne konnten wir gut aufziehen und hatten, gerade in der ersten Halbzeit, eine sehr gute Wurfeffektivität.“ Klöckner selbst zeigte eine starke Leistung und knüpfte damit nahtlos an seine Topform aus der vergangenen Oberliga-Spielzeit an.

Dementsprechend wird auch für die Auswärtspartie am Sonntag in Offenbach nicht weniger als ein Sieg der Saarpfälzer erwartet, auch wenn der Kader nochmals geschrumpft ist. Grgic muss bei den Hessen auf Jacob Brauns, Lars Scholly und Dominik Rifel verzichten. Auch Torhüter Rouven Latz ist verletzt. Sein Einsatz steht auf der Kippe. „Wir wissen genau, dass wir alles in die Waagschale werfen müssen um dort zu bestehen, denn der TV Offenbach hat eine eingespielte Truppe, die schon in Bitburg etwas überrascht hat“, warnt er vor dem Gegner.

Der war vor der Saison souverän aufgestiegen und hat in Christoph Morio einen jungen Trainer, der für die meisten Handballfans kein Unbekannter ist. Er hat jahrelang selbst das Trikot des TVO getragen und immer mit starken Leistungen zu gefallen gewusst. Für Morio und seine Mannschaft ist das Spiel gegen die VTZ eines derer, bei denen sie nur gewinnen kann. Mit ihren sehr leidenschaftlichen Fans, die auch überregional für ihre tolle Stimmung bekannt sind, wird es für viele Mannschaften eine große Aufgabe dort zu bestehen, was auch Klöckner und Grgic nur zu gut wissen. „Sie werden von ihrem Publikum das ganze Spiel über angepeitscht. Wir haben zwar die besseren Einzelspieler auf unserer Seite, aber wenn Offenbach es schafft mit dem Publikum im Rücken an ihr Leistungsmaximum zu kommen, wird es für uns sehr schwer“, weiß Klöckner. Auch deswegen gehe bei dieser Partie der Erfolg nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Laut Grgic werde es vor allem darauf ankommen, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich von der Stimmung nicht beeinflussen zu lassen. „Ich denke, dass wir uns mittlerweile eine gewissen Routine erarbeitet haben und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen werden. Es wird wichtig sein, dass wir die Ruhe bewahren“, sagt er.

Vom Papier her sind die Rollen klar verteilt. Vor der Favoritenrolle würde seine Mannschaft nicht weglaufen. „Wir fahren dorthin um die zwei Punkte nach Zweibrücken zu holen“, sagt der Kroate selbstbewusst vor der ersten Auswärtspartie der Saison. Sollte seine Mannschaft erneut an die Leistung vom letzten Wochenende anknüpfen können, sollte der zwei Sieg im zweiten Spiel auch errungen werden. Davor aber liegen noch 60 harte Minuten vor seinen Jungs.