1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Vereine: Es gab noch keine Austritte beim TV Homburg

Vereine : Es gab noch keine Austritte beim TV Homburg

Der Sportbetrieb in allen acht Abteilungen des Vereins ruht auf unbestimmte Zeit – Der Vorsitzende glaubt, dass die Mitglieder trotzdem bleiben.

„Im Frühjahr des Jahres 1878, der Tag kann leider nicht festgestellt werden, versammelten sich in Homburg im Gasthaus Weber einige der Turnsache treu ergebene Männer und gründeten unter dem Vorsitz des damaligen Stadtschreibers Peter Stücklein den Turnverein Homburg“, so beschreibt der TVH seine Entstehung auf der eigenen Homepage. Heute, fast 150 Jahre später, besteht der Verein noch immer: Mit rund 750 Mitgliedern gehört der TV Homburg zu den größten sporttreibenden Vereinen im Saarpfalzkreis. Allerdings erlebt er wohl die schwerste Zeit seit seiner Gründung: An Versammlungen ist im Moment nicht zu denken. Auch nicht an Sport. Der Verein, der unter anderem die Abteilungen Leichtathletik, Handball oder Badminton unterhält, ist von der Corona-Pandemie arg gebeutelt. Der heutige Vorsitzender Michael Conrad gibt im PM-Interview Einblicke in die aktuelle Situation.

Wie sieht es zur Zeit in ihrem Verein aus? Kann gar kein Sport mehr getrieben werden?

Michael Conrad: Nein. Alle Hallen und Sportstätten sind geschlossen. Ob Handball, Leichtathletik, Fechten, Faustball, Badminton, Turnen, Chearleading oder Freizeitsport – der gesamte Sportbetrieb muss ruhen.

Gibt es irgendwelche Online-Angebote mit Trainingstips aus den verschiedenen Sparten?

Michael Conrad: Zur Zeit ist hier nichts abrufbar. Es könnte sein, dass man diesbezüglich noch tätig wird. Ich bin mir aber sicher, dass dieTrainer ihren Sportlern, ob Handball oder Leichtathletik, natürlich Informationen und Trainingspläne geben, damit die sich individuell fit halten können.

Die Kosten für Hallenmiete und Sportstättenmiete, Aufwandsentschädigungen für Trainer und Spieler laufen aber weiter. Muss der TV Homburg fürchten, dass jetzt Mitglieder austreten?

Michael Conrad: Wie weit und in welcher Höhe der Turnverein Homburg finanziell durch diese Krise geschädigt wird, lässt sich zur Zeit überhaupt nicht abschätzen. Austritte von Mitgliedern wegen des fehlenden Sportangebots und Möglichkeiten in unserem Verein gab es bisher nicht und wir rechnen auch nicht damit, sollte der Verein auch in den kommenden Wochen und Monaten keine Sportmöglichkeiten anbieten. Wir müssen die Situation so hinnehmen. Es gilt gemeinsam alles zu tun, um mit der aktuellen Lage fertig zu werden.

Könnte es nach Ende der Corona-Krise auch eine Chance für den Turnverein Homburg sein. Zum Beispiel wenn viele Menschen nach der langen Zeit in Isolation in einen Sportverein eintreten wollen und sich dem TV anschließen?

Michael Conrad: Auch das können wir schwer einzuschätzen. Keiner weiß, wie lange die Krise noch andauern wird. Es könnte durchaus bedeuten, dass ein Aufschwung auch bei den Mitgliederzahlen möglich ist. Auszuschließen ist das auf keinen Fall.