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Erste Hälfte verpennt, dann hellwach

Erste Hälfte verpennt, dann hellwach

Eine gute Ausgangsposition haben sich die A-Jugendhandballer des SV 64 im Hinblick auf den Verbleib in der Jugend-Bundesliga mit dem Sieg gegen Friesenheim verschafft. Das Team belegt nun Rang fünf.

Unter den Augen von Jugend-Bundestrainer Christian Schwarzer haben sich die A-Juniorenhandballer des SV 64 Zweibrücken im Südwestschlager gegen Friesenheim durchgesetzt. In der Ignaz-Roth-Halle siegte der Gastgeber mit 36:31 (16:18). Dabei sah es zu Beginn nicht nach diesem Erfolg aus. Den wesentlich besseren Start hatten die Gäste. Nach nicht einmal acht Minuten war SV-Trainer Tony Hennersdorf gezwungen, sein erstes Team-Time-out zu nehmen, um seine Mannschaft neu auszurichten. Die SV-Jungs lagen zu diesem Zeitpunkt bereits mit 1:6 im Hintertreffen. Friesenheim nutzte die anfänglichen Fehler mit einem konsequenten Umschalten aus, kamen insbesondere über Tempogegenstöße zum Erfolg. Vieles deutete darauf hin, dass sich die 64er schwer tun würden, den wichtigen sechsten Tabellenplatz zu untermauern. Nun kamen auch auf Zweibrücker Seite die beiden Jugendnationalspieler Björn Zintel für den linken und Jerome Müller für den rechten Rückraum, Robin Egelhof übernahm die Spielmacherposition. Die Umstellung trug Früchte: Die folgenden drei Treffer erzielten die 64er. Dennoch behaupteten die Gäste in Hälfte eins ihren Vorsprung. Beim 16:18 wurden die Seiten gewechselt.

Hatten die SV-Jungs den Beginn des Spiels verpennt, waren sie zum Start des zweiten Durchgangs hellwach. Sie verteidigten engagierter und hatten in Torhüter Yannic Klöckner, der nach seiner Zahn-OP erstmals wieder auflief, einen aufmerksamen Rückhalt. Nach dem Treffer zum 17:19-Zwischenstand gelangen den 64ern fünf Tore in Folge, dreimal durch Robin Egelhof, dem damit ein echter Hattrick gelang, und zweimal durch Björn Zintel, der immer besser seine herausragenden Qualitäten unter Beweis stellte. 38 Minuten waren gespielt, als die Zweibrücker erstmals beim 22:19 eine Drei-Tore-Führung herausgeworfen hatten. Spätestens als Zintel 13 Minuten vor dem Ende zum 29:23 traf, war klar, dass die 64er dieses wichtige Spiel gegen den Erstliga-Nachwuchs würden gewinnen können. In der Schlussphase verwalteten die SVler ihre Führung.

"Zum Glück haben wir uns wesentlich gesteigert und dieses Spiel noch klar gewonnen", freute sich Hennersdorf über die beiden Punkte und darüber, dass seine Mannschaft beide Spiele gegen die TSG gewonnen hat. "Allerdings ist der Sieg auch deshalb so wichtig, weil unsere B-Jugend heute in Kleinich gegen die SG Kastellaun-Simmern verloren hat", führte Hennersdorf weiter aus. Damit bezog sich der SV-Trainer auf die Tatsache, dass die Qualifikation zur nächsten Saison in der Jugend-Bundesliga entweder über die Plätze eins bis sechs in der A-Jugendbundesliga oder über die Meisterschaft der B-Jugend in der RPS-Oberliga führt. Und da haben nun die Friesenheimer nach der ersten Saisonniederlage der Zweibrücker Junglöwen wieder die Nase vorne.