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Souveräner Dreier: Erst Meisterpokal, dann Derbysieg

Souveräner Dreier : Erst Meisterpokal, dann Derbysieg

Der FC Homburg setzt sich im Heimspiel mit 3:1 gegen Hertha Wiesbach durch.

Einen „sehr souveränen Meister“ hat Hans-Dieter Drewitz, Präsident des Fußball-Regionalverbandes Südwest, am Samstag geehrt. Dieses Lob kommt nicht von ungefähr. Denn nach dem ungefährdeten 3:1 (1:1)-Heimsieg am Samstag gegen den FC Hertha Wiesbach liegt der seit zwei Wochen feststehende Titelträger vier Spieltage vor dem Saisonende inzwischen mit 17 Zählern vor dem FK Pirmasens. So überreichte Drewitz vor dem Anpfiff des Derbys im Waldstadion den Meisterpokal an FCH-Kapitän Christian Telch.

Dadurch gestärkt wollte der ersatzgeschwächte FC Homburg – Sven Sökler, Alexander Hahn, Kai Hesse, Jaron Schäfer und Marco Gaiser fehlten – nach zwei sieglosen Spielen wieder in die Erfolgsspur zurück. Mit hohem Tempo setzte er Wiesbach unter Druck. Kaum sechs Minuten waren gespielt, als sich Torjäger Patrick Dulleck im Strafraum durchsetzte, und den FCH mit dem ersten Torschuss mit 1:0 in Führung brachte. Eine Minute später hätte Gaetano Giordano mit einem abgefälschten Schuss fast auf 2:0 erhöht. Innenverteidiger Jan Eichmann (8.) hatte mit einem Kopfball an den Innenpfosten Pech und schließlich scheiterte auch Tom Schmitt am Wiesbacher Schlussmann Julian Wambsbach (17.). „Wir hätten eigentlich schon längst 3:0 oder 4:0 führen müssen“, ärgerte sich FCH-Trainer Jürgen Luginger. Stattdessen kam die Hertha zurück in die Partie. „So ein hohes Anfangstempo konnte man auch nicht 90 Minuten durchspielen“, sah Luginger die erste Torchance für die Gäste durch Patrick Ackermann (30.), dessen Schuss knapp am Tor vorbei ging. Drei Minuten später glich Wiesbachs Torjäger Björn Recktenwald per Kopf zum 1:1 aus. Die Gäste wären dann sogar fast mit einer Führung in die Pause gegangen. Wäre Fabio Pelagio (44.) nicht aus günstiger Position am Homburger Torwart Mark Redl gescheitert. Eine Minute später hatte Pelagio viel Glück, dass er nach einem rüden Nachtreten von hinten gegen Christian Lensch nur mit Gelb bestraft wurde.

„Wir wollten unbedingt das Spiel vor unseren Fans gewinnen. Haben nochmals viel investiert – und dann auch verdient die Punkte geholt“, war Luginger nach der zweiten Hälfte zufrieden. Nach einem Foul von Wiesbachs Kapitän Mike Baier gegen Lensch gab es nur eine Entscheidung: Foulelfmeter für Homburg. Den verwandelte Patrick Dulleck (57.) mit seinem 23. Saisontreffer zur 2:1-Führung. Wiesbach hätte durch Hendrik Schmidt gegen die nicht immer sichere, mit Eric Lickert und Jan Eichmann neu formierte Homburger Innenverteidigung (69.) ausgleichen können. Nachdem Dulleck (72.) seinen dritten Treffer in diesem Spiel knapp verpasste, versenkte Außenverteidiger Marc Gallego aus 25 Metern einen sehenswerten Freistoß (75.) zum 3:1-Enstand in die Maschen. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können. Tom Schmitt und Konstantinos Neofytos hatten in den letzten Minuten weitere Möglichkeiten. Doch es blieb beim 3:1. Patrick Dulleck war mit seiner Torausbeute zufrieden, nicht aber mit der Höhe des Ergebnisses: „Der Sieg war klar verdient, hätte aber drei bis vier Tore höher ausfallen können.“