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Erst Mathe, dann Weltmeisterschaft

Erst Mathe, dann Weltmeisterschaft

Drei Wochen nach seiner Titelverteidigung bei der deutschen U23-Crossmeisterschaft steht für Felix Drumm der nächste Höhepunkt an. Am Sonntag tritt der Mörsbacher bei der WM in Tábor in die Pedale.

Richtig zu beneiden ist Felix Drumm dieser Tage nicht. Zwischen Studium und Wettkämpfen gibt es kaum Verschnaufpausen, der Zeitplan des 20-jährigen Radspezialisten ist straff. So auch heute. Am Morgen noch brütet der BWL-Student über seiner Semesterprüfung - Mathematik steht an -, direkt im Anschluss heißt es: "Koffer packen und auf nach Tschechien."

Mit 14 Athletinnen und Athleten startet der Bund Deutscher Radfahrer bei der Cross-Weltmeisterschaft im tschechischen Tábor. Angeführt werden die Aufgebote von den aktuellen Deutschen Meistern ihrer jeweiligen Klasse - bei den Männern Marcel Meisen, bei den Frauen Jessica Lambracht, in der U23 Felix Drumm sowie Ludwig Cords bei den Junioren. Drumm, der für das Focus CX Elite Team fährt, geht zusammen mit seinem Hamburger Dauerrivalen Paul Lindenau (Stevens Racing Team Cross) am Sonntag ab elf Uhr auf die Strecke. Mehr als 50 Athleten aus ganz Europa sowie den USA, Kanada und Japan stehen auf der vorläufigen Starterliste.

Zählt Felix Drumm national in seiner Altersklasse zur absoluten Spitze, rechnet er sich im internationalen Vergleich allenfalls Außenseiterchancen aus. "Das kann man nicht mit Rennen in Deutschland vergleichen, das ist eine andere Welt. Mein Ziel ist es, in die Top 15 zu fahren. Das ist mir am letzten Wochenende in Hoogerheide als 14. gelungen. Wenn ich bei der WM ähnlich abschneiden könnte, wäre das ein Erfolg."

Viel wird am Renntag auch vom Wetter abhängen, glaubt Felix Drumm. Eis, Schneematsch und Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgen auf dem Rundkurs für schwierige Bedingungen. "In den vergangenen Jahren bin ich eigentlich überhaupt keine Rennen auf Eis gefahren. Darauf muss ich mich einstellen", erzählt Drumm, der das Streckenprofil als "technisch nicht besonders schwer, dafür aber umso anspruchsvoller für die Kraft" einstuft. Einen speziellen Rennplan hat sich der Mörsbacher nicht zurechtgelegt. Vollgas lautet die Devise am Sonntag. "In den Crossrennen gibt es eigentlich nur eine Strategie: Vom Start weg draufhalten und sehen, was am Ende dabei rauskommt."

Dann ist erst einmal Erholung angesagt. Aber nur kurz. 14 Tage Pause gönnt sich Felix Drumm nach der WM, bevor es anschließend für vier Wochen ins Trainingslager nach Mallorca geht.

Zum Thema:

Auf einen BlickDeutsche WM-StarterMänner Elite: Philipp Walsleben Marcel Meisen, Sascha Weber, Ole Quast Frauen Elite: Jessica Lambracht, Lisa Heckmann, Hanka Kupfernagel Männer U23: Felix Drumm, Paul LindenauJunioren: Ludwig Cords, Raphael Schröder, Tarik Haupt, Poul Rudolph, Maximilian Möbis. red