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Erfolg ist nicht selbstverständlich

Erfolg ist nicht selbstverständlich

Die Vizemeisterschaft in der Regionalliga Südwest ist für den EHC Zweibrücken ein riesiger Erfolg. Ein Erfolg harter und gewissenhafter Arbeit. Nachdem die Hornets jahrelang nur gegen den Abstieg gekämpft haben, hat sich die Mannschaft in den letzten drei Spielzeiten Schritt für Schritt zu einem echten Titelanwärter weiterentwickelt.

Ins Rollen gebracht hatte diesen Aufschwung Richard Drewniak. Seit er im September 2013 das Traineramt von Miroslav Bielik übernommen hatte, ging es im Verein - sportlich wie finanziell - bergauf. Nach dem überraschenden Rücktritt Drewniaks im vergangenen Dezember betreut nun Martin Deßloch das Regionalliga-Team und macht seinen Job ebenfalls ausgezeichnet. Höhepunkt waren die packenden Halbfinal-Spiele gegen Schwenningen und das erste Endspiel der Vereinsgeschichte . Am Sonntag spielten die Hornets zu Hause vor über 1500 Zuschauern - Rekord für ein Eishockeymatch in Zweibrücken und zugleich Anerkennung durch die Fans.

Dennoch sollte der EHC gewarnt sein, das Erreichte nicht als selbstverständlich abzutun. Schließlich kann Erfolg genauso schnell verschwinden, wie er gekommen ist. Frühzeitig sollten die Planungen für die neue Runde angegangen werden. Ein positives Signal hat die Mannschaft bereits im Januar gesetzt. Mit Marc Lingenfelser, Maximilian Dörr, Benedikt Peters, Frederic Hellmann und Tim Essig haben fünf Leistungsträger verlängert. Auch Ryan McDonald soll gehalten werden. Zusammen mit den arrivierten Zweibrücker Spielern steht bereits jetzt eine schlagkräftige Truppe, die wieder um den Titel mitspielen kann. Was noch fehlt, ist eine Unterschrift Deßlochs. Damit will der 40-Jährige nichts überstürzen - und freut sich nach der kräftezehrenden Saison erst einmal auf "mehr Privatleben".