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Endspurt für die Zweibrücken Hornets in der Eishockey-Regionalliga

EHC Zweibrücken : „Nur noch Endspiele“ für die Hornets

Der Saisonendspurt in der Eishockey-Regionalliga Südwest beginnt. Heute Abend ist der EHC Zweibrücken in Stuttgart zu Gast. Am Sonntag empfangen die Hornets die Mad Dogs Mannheim – den Ex-Verein von Stürmer Christian Werth

„Das muss ein Sechs-Punkte-Wochenende werden!“ Die Ansage von Christian Werth, Stürmer beim Eishockey-Regionalligisten EHC Zweibrücken ist unmissverständlich. Und sie kommt nicht von ungefähr. Wollen die Hornets ein Schicksalsspiel um den Playoff-Einzug am letzten Spieltag beim Tabellenzweiten ESC Hügelsheim (16. Februar) vermeiden, müssen heute Abend im Auswärtsspiel bei den Stuttgart Rebels (20 Uhr) und am Sonntag im Heimspiel gegen die Mad Dogs Mannheim (19 Uhr) voraussichtlich zwei Siege her. „Wir haben nur noch Endspiele“, sagt Werth, der gegen Mannheim seinen ehemaligen Mitspielern auf dem Eis gegenüberstehen wird.

Über die Partie gegen seinen Ex-Klub, von dem er zu den Hornets wechselte, will der 30-Jährige aber nicht viele Worte verlieren. Nicht weil er schlechte Erinnerungen an die Mad Dogs hat. Sondern „weil wir unseren Fokus zu 100 Prozent auf Stuttgart legen. Klar kenne ich noch viele der Mannheimer Jungs und ich weiß, dass das Spiel kein Zuckerschlecken wird. Aber das interessiert mich nicht, bis unsere Partie am Freitag gespielt ist.“

Werth, der in Mannheim geboren ist und dort lebt, absolvierte die Vorbereitung bei den Hornets, spielen darf er aber erst seit Mitte Oktober. Der Grund: die Spielberechtigung lag noch nicht vor. „Klar hat das genervt. Man trainiert, man will spielen, man will helfen – aber man darf nicht“, erzählt Werth, der in seinen 18 Spielen für die Hornets an 19 Toren direkt beteiligt war. „Nicht ganz zufrieden“, sei er mit der Ausbeute: „Im Großen und Ganzen war es in Ordnung, aber ich hatte auch ein paar schwarze Tage, an denen ich der Mannschaft nicht helfen konnte“, sagt Werth selbstkritisch. Das sei ein Spiegel zur Saison der Hornets, die „viele Höhen, aber auch ein paar Tiefen“ gehabt habe. „Aufrappeln und härter trainieren“, sei der Schlüssel, um sich nach Niederlagen wie der Heimpleite am letzten Spieltag gegen Tabellenführer Bietigheim (1:3) wieder aus dem Loch zu kämpfen.

An seiner robusten Spielweise will Werth indes nichts ändern. 38 Strafminuten hat der Stürmer mittlerweile auf dem Konto. Nur Verteidiger Felix Stokowski (54) saß bei den Hornets noch länger auf der Strafbank. „Ich spiele einfach sehr körperlich, das war schon in der Jugend so“, erzählt Werth, der im Alter von zehn Jahren mit dem Eishockey begann und als Jugendlicher für den Sport die Fußballschuhe an den Nagel hängte. Nach der Junioren-Bundesliga (Mannheimer ERC) sammelte der 30-Jährige viel Erfahrung in der dritten Liga. Die schönste Station sei allerdings die Düsseldorfer EG 1b in der viertklassigen Regionalliga gewesen. „Da durfte ich bei der ersten Mannschaft in den Profibereich reinschnuppern, eine tolle Erfahrung“, schwärmt Werth.

Er ist sich sicher, dass die Hornets den Playoff-Einzug schaffen: „Der Zusammenhalt der Mannschaft ist in der Saison immer mehr gewachsen. Wir werden kämpfen. 60 Minuten. In jedem Spiel“, verspricht er. Und ergänzt: „Wir müssen auf dem Eis Präsenz zeigen und dürfen nicht versuchen, alles spielerisch zu lösen. Einfach mal schießen und auf einen Abpraller hoffen, kann auch zum Erfolg führen.“ Die Anhänger der Hornets spielen für Werth im Saisonendspurt eine große Rolle. „Wahnsinn, was hier auf den Rängen los ist. Die Unterstützung kann uns nochmal einen richtigen Schub geben. Wenn ich das zum Beispiel mit Bietigheim vergleiche – die haben eine Riesenarena, aber es herrscht immer tote Hose.“

Am Ende wird es aber auf die Leistung auf dem Eis ankommen, ob es für die Hornets tatsächlich das von Werth geforderte „Sechs-Punkte-Wochenende“ wird. „Wir haben gut trainiert, wir wollen unbedingt in die Playoffs – ich glaube fest daran, dass wir es packen“, sagt er.