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Eishockey-Regionalligist Zweibrücken muss sich mit zwei Punkten begnügen

Eishockey-Regionalliga : Penaltysieg nur ein kleines Trostpflaster

Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken schenkt gegen Eppelheim in den Schlussminuten eine 6:4-Führung her und muss sich am Ende mit zwei statt drei Punkten begnügen.

Nicht wie ein Team, das gerade gewonnen hat, sahen die Spieler des EHC Zweibrücken am Sonntagabend auf ihrer Ehrenrunde aus. Zu groß war die Enttäuschung über den liegen gelassenen Punkt im Heimspiel gegen den EC Eppelheim. Zwar siegten die Hornets dank der Coolness von Dan Radke im Penaltyschießen mit 7:6 (3:1/2:2/1:3/1:0), hätten aber eigentlich schon in der regulären Spielzeit den Deckel drauf machen müssen. So konnte die Truppe von Trainer Terry Trenholm ihr Konto mit nur zwei statt mit drei Zählern aufstocken. Ein Punkt, der bei der Vergabe der vier Playoff-Plätze in der Eishockey-Regionalliga Südwest am Ende der Runde noch wichtig werden könnte.

Dabei hatten die Zweibrücker zu Beginn da weitergemacht, wo sie bei ihrer 8:1-Gala gegen Hügelsheim kurz vor Weihnachten aufgehört hatten. Nach nicht einmal drei Minuten zappelte der Puck im Tor von Ex-Hornets-Torwart Marcel Kappes. Routinier Tomas Vodicka war mit seinem ersten Saisontor zur Stelle. Und es ging gut weiter: Eine Vorlage von Vladimir Zvonik drückte Fabian Fellhauer (9.) zum 2:0 über die Linie. Auf der Gegenseite war Lukas Sawicki von der Hornets-Defensive kaum in den Griff zu kriegen. Mit seinem ersten von vier Treffern verkürzte der Eppelheimer Stürmer (13.) auf 1:2. Kurz vor der Pause stellte Marco Trenholm den alten Abstand wieder her.

Doch mit dem Start in die zweiten 20 Minuten lief bei den Hausherren immer weniger zusammen. Trainer Trenholm sah ein „richtig schwaches Drittel“ seiner Mannschaft. Manuel Pfenning (27.) nutzte eine Unachtsamkeit zum 2:3-Anschluss, die Fellhauer vier Minuten später aber wieder ausbügelte. Dennoch: Vom konsequenten Forechecking und Zug zum Eppelheimer Tor war nicht mehr viel übrig. Stattdessen beschränkten sich die Hornets auf die Abwehr und wurden prompt bestraft. Erneut war der starke Sawicki (33.) der Torschütze. Aber nur 36 Sekunden klingelte es schon wieder im Gästetor. Der beste Zweibrücker an diesem Abend, Dan Radke, hatte zum 5:3 getroffen.

Im Schlussabschnitt war zunächst wieder Eppelheim an der Reihe. Dominik Dech, früher in Diensten der Hornets, brachte den Tabellenfünften wieder heran. Exakt elf Sekunden später jubelten aber schon wieder die meisten der 759 Fans in der Peter-Cunningham-Memorial-Arena. Vodicka bediente Radke – 6:4. Vieles deutete auf einen Sieg der Gastgeber hin. Bis drei Minuten vor dem Ende schafften es die Hornets auch ganz gut, Eppelheim vom eigenen Tor wegzuhalten. Dann schlug ein Schuss von Sawicki (58.) hinter Sebastian Trenholm im EHC-Kasten ein.

Die Schlussminute brach an und das Unheil nahm seinen Lauf. Eppelheim zog die letzte Option und nahm Torwart Kappes für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Doch die Hornets eroberten die Scheibe in der eigenen Hälfte und hätten alle klar machen können. Aber Maximilian Dörr schob den Puck am verwaisten Eppelheimer Tor vorbei. Im Gegenzug schockte Sawicki den EHCZ mit dem ganz späten 6:6. 36 Sekunden waren da noch auf der Uhr. Mehr passierte dann nicht mehr und so ging es für beide Teams ins Penaltyschießen. Dort blieb Radke im Duell mit Kappes eiskalt und sicherte den Zweibrückern zumindest die zwei Punkte.

„Man hat gemerkt, dass den Jungs die Kraft ausgegangen ist“, erklärte Trenholm den Leistungseinbruch gegen Ende der Partie. „Der verlorene Punkt ist schon ärgerlich, weil die Mannschaften so eng zusammen sind.“ Denn mit jetzt 32 Punkten liegen die Hornets hinter Bietigheim (37) und Hügelsheim (35) – beide haben bereits ein Spiel mehr absolviert – auf dem dritten Platz. Aber auch Ravensburg (30, eine Partie weniger als der EHCZ) und Eppelheim (30) befinden sich noch mitten im Playoff-Rennen.