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Eishockey-Regionalliga Südwest: EHC Zweibrücken siegt 10:3 gegen Heilbronn

Eishockey-Regionalliga Südwest : Kantersieg gegen die Eisbären aus Heilbronn

Kurz vor dem Anpfiff nahm der Noch-EHC-Trainer Terry Trenholm seine Mannschaft am Sonntag noch einmal eindringlich ins Gebet. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sauber spielen sollen und weg von der Strafbank bleiben sollen.

Wegen solchen unnötigen Fehlern haben wir die letzten beiden Spiele verloren.“ Seine Worte fanden vor seiner letzten Partie offenbar Gehör. Ganze vier Strafminuten handelten sich die Zweibrücker ein, während die Eisbären insgesamt 14 Minuten mit einem Mann weniger auf dem Eis auskommen mussten.

Obwohl mit Marc Lingenfelser, Vladimir Zvonik und Andreas Druzhinin drei wichtige Spieler fehlten, nahmen die Hornets nach einer kurzen Abtastphase das Heft in die Hand. HEC-Goalie Andrew Hare stand von Beginn an unter Druck, es dauerte bis zur elften Minute, ehe der Puck erstmals zwischen den Pfosten lag. Maximilian Dörr bediente Dan Radke zur 1:0-Führung, die EHC-Verteidiger Florian Wendland nur 90 Sekunden später ausbaute. Warum Trenholm seine Mannschaft vor überflüssigen Fouls gewarnt hatte, zeigte sich kurz darauf: Während Dörr gerade die letzten Sekunden seiner Zwei-Minuten-Strafe abbrummte, verkürzte Stefano Rupp (15.) in Überzahl auf 1:2.

Vom Anschlusstreffer unbeirrt, drückten die Hornets nach dem Seitenwechsel direkt wieder aufs Tempo. Nach einer feinen Kombination über Dörr und Radke landete die Scheibe bei Marco Trenholm, der Heilsbronns Schlussmann das nächste Gegentor einschenkte – 3:1. Der Dritte gab sich allerdings noch nicht geschlagen. Ein trockener Schuss von Arno Metz (32.) brachte die Eisbären zurück. Die Freude bei HEC-Cheftrainer Pavol Jancovic war aber schnell verflogen. Ganze 40 Sekunden benötigten die Hornets, um die Partie zu entscheiden. Der Jubel der knapp 800 Fans (Maximilian Dörr hatte zum 4:2 getroffen) war noch nicht verhallt, da zappelte der Puck erneut im Gästetor. Damit war der Heilbronner Wille gebrochen. Das 5:2 markierte ausgerechnet Ex-Eisbär Claudio Schreyer.

Im Schlussdrittel war die Partie ein einziges Schaulaufen der Hornets, die die Eisbären nun vollends auseinander nahmen. Zunächst erhöhte Christian Werth (44.) auf 6:2, zehn Minuten vor dem Ende kullerte ein abgefälschter Schuss von Stephen Brüstle zum siebten Mal über die Linie. Zu viel für Andrew Hare. Entnervt wechselte sich der Heilbronner Torhüter selbst aus und machte Platz für Ersatzmann Andre Vorlicek. Binnen 60 Sekunden legten Fabian Fellhauer (53.) und Robin Spenler (54.) die Treffer acht und neun nach, ehe Fellhauer das Ergebnis noch zweistellig schraubte. Das 3:10 durch Robin Platz ging am Ende fast im Zweibrücker Jubel unter.