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Eishockey-Regionalliga: EHC Zweibrücken mit drittem Sieg im dritten Spiel

Nächster Sieg für EHC Zweibrücken : Starkes Hornets-Debüt, gelungenes Comeback

In den vergangenen Monaten schwitzte Tom Schickedanz nach einer Hüft-Operation in der Reha. Am Sonntag feierte er nicht nur seine Rückkehr auf das Eis, sondern beim 12:2-Sieg gegen den EC Eppelheim auch einen gelungenen Einstand im Trikot des Eishockey-Regionalligisten EHC Zweibrücken.

Ein erleichtertes Lächeln huscht über sein Gesicht, zufrieden klatscht Tom Schickedanz mit seinen Mit- und Gegenspielern ab. Beim 12:2 (3:2/4:0/5:0)-Erfolg des EHC Zweibrücken gegen den EC Eppelheim hat der Goalie am Sonntagabend ein erfolgreiches Debüt für die Hornets in der Eishockey-Regionalliga Südwest gefeiert. Und das nach einem knappen Jahr Pause aufgrund einer Hüft-Operation. „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Es hat sich gut angefühlt, wieder auf dem Eis zu stehen“, sagt der 21-Jährige nach dem ersten Auftritt im Trikot der Hornissen. Der etwas früher kam als gedacht. „Ich habe erst am Dienstag mein erstes volles Training mit der Mannschaft gemacht, als ich erfahren habe, dass Steven Teucke ausfällt“, erklärt Schickedanz, der sich in den vergangenen Monaten durch die Reha kämpfte.

Die ersten Minuten gegen die Eppelheimer Eisbären verliefen am Sonntagabend dann allerdings so gar nicht nach dem Geschmack des Schlussmanns und auch nicht nach den Vorstellungen von Trainer Ralf Wolf. Durch einen Doppelschlag – Tyler Rostenkowski (9.) und Max Weber (9.) trafen – gingen die Gäste in der Zweibrücker Ice-Arena vor 550 Zuschauern mit 2:0 in Führung. „Am Anfang hatte ich ein paar Probleme, wieder reinzufinden und habe gleich zwei (Gegentore) gefressen“, hadert der Neuzugang, fügt aber lachend an: „Zum Glück hatte ich danach nicht so viel zu tun.“

Die zwei frühen Gegentreffer hatten EHCZ-Coach Wolf dennoch „richtig geärgert“. „Diese Fehler müssen wir abstellen, wenn wir gegen die Teams ganz vorne bestehen wollen“, betont er. Doch Wolf zeigte sich beeindruckt von der Leistung seines neuen Torhüters. „Er ist sehr professionell und wird uns in dieser Saison noch viel Freude bereiten“, ist Wolf sicher. „Zusammen mit Steven (Teucke) haben wir das meiner Meinung nach beste Torhüterduo der Liga“, freut sich der Hornets-Coach über den Neuzugang, der vor seinem Wechsel zu den Heilbronner Falken 2020 mit den Jungadlern Mannheim zwischen 2017 und 2019 drei DNL-Meisterschaften feierte und 2018/19 sogar viermal im DEL-Aufgebot der Adler stand. „Ich war sehr überrascht, welche Fähigkeiten Tom mit dem Schläger hat. Das hat uns geholfen, das Spiel schnell zu machen“, lobt Ralf Wolf.

Das half den Hausherren auch dabei, den Rückstand noch im ersten Drittel in eine Führung umzubiegen. Dan Radke erzielte nach Vorarbeit von Erik Betzold und Maximilian Dörr nach einer Viertelstunde den Anschluss, Claudio Schreyer (18.) glich aus und Radke brachte die Hornets mit seinem zweiten Treffer zum 3:2 kurz vor Ende des ersten Durchgangs in Front. Danach ließ sich der Hornets-Express von den Eppelheimern nicht mehr stoppen. Nach Zuspiel von Claudio Schreyer erhöhte Erik Betzold (24.). Beim Stand von 4:2 für die Gastgeber vergab Joshua Mikes noch einen Penalty, doch Betzold (25.) ließ mit dem nächsten Treffer nicht lange auf sich warten. Noch zwei weitere Male musste Eppelheims Goalie Marcel Kappes, der von 2013 bis 2017 das Tor der Hornets hütete, im zweiten Abschnitt hinter sich greifen. Dan Radke (30.) nach Zuspiel von Betzold und Stephen Brüstle sowie Joshua Mikes (32.) erhöhten auf 7:2. „Die Stimmung war super und offensiv haben wir ein richtig starkes Spiel gemacht“, freute sich Tom Schickedanz, dass er seinen Kasten nun sauber halten konnte.

Die Eisbären um den ehemaligen Zweibrücker Tim Essig kämpften im letzen Drittel vergeblich darum, weitere Gegentreffer zu verhindern. Lukas Braun (42., 58.), Claudio Schreyer (43.) und Joshua Mikes (55., 60.), der drei Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt zum 12:2 setzte, bauten den Vorsprung unaufhaltsam aus. „Insgesamt ist der Sieg gegen zwölf aufopferungsvoll kämpfende Eppelheimer ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen“, erklärt Ralf Wolf, dessen Team mit drei Erfolgen aus drei Spielen an der Regionalliga-Spitze steht. Von dort möchten die Hornets auch nicht mehr verdrängt werden. Bereits am Samstag, 17.30 Uhr, wollen die Zweibrücker beim EHC Freiburg 1b nachlegen. Das „beste Torhüter-Duo der Liga“ soll den Zweibrückern dabei helfen.