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Eishockey-Regionalliga: EHC Zweibrücken beim EHC Freiburg

Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken : Was Trainer Wolf von seinen Spielern erwartet

Der Eishockey-Drittligist EHC Zweibrücken will nach dem Kantersieg gegen Eppelheim nachlegen. Es wartet das noch punktlose Schlusslicht EHC Freiburg 1b.

Drei Spiele, drei Siege und Spitzenreiter der Eishockey-Regionalliga Südwest. Tabellarisch steht der EHC Zweibrücken da, wo er hin will. Auf dem Eis sieht Trainer Ralf Wolf jedoch noch Verbesserungspotenzial. Und er weiß, die Saison ist noch verdammt lang, der Weg bis in die Playoffs „noch sehr steinig“.

„Spielerisch brauchen wir noch ein bisschen Zeit“, erklärt der EHCZ-Coach. Am Wochenende hätten das Zusammenspiel und die Chancenverwertung beim 12:2 gegen den EC Eppelheim zwar schon „sehr gut“ ausgesehen, „aber der Gegner hat das natürlich auch zugelassen“. Interessant werde es immer dann, „wenn wir auf einen Gegner auf Augenhöhe treffen, wenn wir weniger Zeit und weniger Raum haben. Das müssen wir schon noch verfeinern“, betont der 42-Jährige, der gespannt ist, was passiert, wenn seine Mannschaft mal in einen Rückstand gerät, „der bedenklich wird“. Bislang hat sie das in dieser Runde noch nicht erleben müssen – „und das das wird uns am Wochenende jetzt wohl auch nicht unbedingt erwarten“, schätzt Wolf. Denn am Samstag, 17.30 Uhr, tritt der Ligaprimus beim noch punktlosen Schlusslicht EHC Freiburg 1b an. Das in seinen bisherigen drei Partien insgesamt 28 Gegentreffer kassiert hat, im Schnitt also mehr als neun in einer Begegnung. Dennoch gehe der EHC Zweibrücken – bei denen Goalie Steven Teucke wieder ins Team rückt, Claudio Schreyer (privat) und Leon Kremer (Muskelfaserriss) hingegen ausfallen – nicht mit der Einstellung in die Begegnung, dort jetzt 15 Treffer erzielen zu müssen. „Mich interessiert nicht, wie viele Tore wir schießen und wer diese erzielt. Ich will, dass eine gewisse Struktur zu erkennen ist, dass wir eine Methode haben und unser Spiel durchziehen“, macht Ralf Wolf klar und fügt an: „Was dann am Ende des Tages an Torausbeute rauskommt, ist zweitrangig. Wenn das Spiel 1:0 ausgeht und wir gehen als Gewinner vom Eis, dann ist es auch gut.“

Dennoch sei für die Hornets bei den Breisgauern alles andere als der nächste Dreier eine Enttäuschung. „Ich denke, ich werde das Spiel nutzen, um ein paar Dinge einzufordern. Gerade, was den Spielaufbau angeht und das Defensivverhalten, wenn der Gegner den Puck hat.“ Das seien noch kritische Punkte, beschreibt der EHCZ-Trainer, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden muss, um am Ende die Rolle in der Liga zu spielen, die sich die Hornets vorgenommen haben.

„Wir sind mit dem Vorsatz in die Runde gegangen, in Zweibrücken erfolgreich Eishockey spielen zu wollen. Deshalb haben wir die Anforderungen an die Spieler im Kader so gewählt, dass sie uns verstärken und weiterhelfen. Das heißt, die Erwartungshaltung ist schon da.“ Wenn nach drei Spieltagen auch schon eine Tendenz zu erkennen ist, was für den EHC in dieser Saison drin sein könnte, wie stark die Gegner aufgestellt sind, dass die üblichen Verdächtigen „sicherlich eine gewisse Stärke haben“, sei es dennoch zu früh, um zu wissen, was am Ende tatsächlich rauskommt. „Der Modus zeigt uns, dass alle Mannschaften Zeit haben, alle können in der zweiten Transferperiode noch personell nachlegen. Wichtig ist am Ende nur, was in der Playoff-Phase geliefert wird.“ Daher sieht Wolf die Hauptrunde eher als Vorbereitungsphase auf die Finalrunde – „dann zählt’s“. „Und ich bin mir sicher, dass die Mannschaften, die dann im Halbfinale stehen, die Berechtigung haben, Meister zu werden.“ Es ist kein Geheimnis, dass der EHC Zweibrücken zu diesen Teams gehören gehören will. Doch die Hornets haben auch schon die Erfahrung gemacht hat, als bis dahin souveräner Tabellenführer der Hauptrunde in den Playoffs schnell raus zu sein. „Das war ein ganz bitterer Moment“, erinnert sich Ralf Wolf an das vorzeitige Aus in der Saison 2019/20. Einen ganz schönen Moment, den Titel 2017 hat Wolf allerdings als Hornets-Spieler auch schon selbst miterlebt. Sollte ihm dieses Kunststück auch als Trainer gelingen, sähe er das als „den Lohn für die Entbehrungen, die man während der ganzen Zeit hat. Das wäre der krönende Abschluss“. Ob das nun in dieser Saison gelingen kann – offen. Denn noch sind erst drei Spiele sind gespielt, noch ist die Runde lang.