Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken Vom Liga-Alltag in die „Champions League“

Zweibrücken · Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken freut sich auf besondere Vergleiche im Rheinland-Pfalz-Pokal. Bevor es dazu am Sonntag nach Bitburg geht, müssen die Hornets am Freitag noch in Hügelsheim ran.

 Die Hornets freuen sich neben der Liga nun auch auf die Vergleiche im Rheinland-Pfalz-Pokal.

Die Hornets freuen sich neben der Liga nun auch auf die Vergleiche im Rheinland-Pfalz-Pokal.

Foto: Martin Wittenmeier

Auf ein bisschen Abwechslung zum Liga-Alltag kann sich der EHC Zweibrücken ab dem 1. Advent freuen. Denn für den ungeschlagenen Spitzenreiter der Eishockey-Regionalliga Südwest steht am Sonntag (19 Uhr) das erste Spiel des Rheinland-Pfalz-Pokals bei den Eifel-Mosel Bären in Bitburg an. Zuvor wartet bereits am Freitagabend (20 Uhr) das Punktspiel beim ESC Hügelsheim.

„Ich sehe den Pokalwettbewerb so ein bisschen als Champions League“, ist EHC-Trainer Ralf Wolf die Vorfreude auf die Partien gegen die EG Diez-Limburg, den EHC Neuwied und Bitburg anzuhören. „Mit Neuwied haben wir den Regionalliga-West-Meister des letzten Jahres, mit Diez einen ehemaligen Oberligisten, der trotz des Rückzugs aus dieser Klasse einen Großteil seines Kaders behalten konnte und mit drei Ausländern spielt.“ Da die Regionalliga West in dieser Runde keinen Spielbetrieb mehr auf die Beine gestellt hat, laufen die beiden Teams derzeit in der belgisch-niederländischen Bene-League auf. Die Bitburger aus der Hessenliga „sehe ich da ein bisschen abgeschlagen. Aber wenn man in Rheinland-Pfalz einen Pokal spielt, gehören sie einfach dazu“, erklärt Wolf.

Die Hornets werden in dem Wettbewerb je zwei Mal auf jeden Gegner treffen, die beiden Ersten werden dann den Pokalsieger ausspielen. „Ich freue mich auf diese Vergleiche, weil sie auf einem sportlich hohen Niveau stattfinden werden“, sagt der Hornets-Coach. Und gegen Bitburg könne sich der eine oder andere Spieler nochmal anbieten, weil er etwas mehr Eiszeit bekommen könnte als zuletzt in der Liga. „Das ist eine Chance für die Jungs. Da haben wir auch die Möglichkeit, nochmal ein paar Sachen auszuprobieren.“ Für Bitburg, das seine ersten Duelle gegen Diez (1:29) und Neuwied (0:27) klar verloren hat, geht es als Underdog in dem Wettbewerb vor allem darum, „Eishockey in Rheinland-Pfalz, vor allem aber in der Region, am Leben zu halten – da leisten auch die Eifel-Mosel Bären Jahr für Jahr einen wichtigen Beitrag“, schreibt der Club auf seiner Facebook-Seite. „Ich freue mich dann auch riesig auf die Duelle gegen Neuwied und Diez-Limburg“, sagt Wolf. Diese Vergleiche stehen erst im Januar und Februar an. „Für mich ist das sportlich gesehen eine super Herausforderung – so lange sich keiner verletzt“, sagt er: „Wir gehen da voll rein und wollen uns richtig messen.“

Das wollen und müssen die Zweibrücker aber auch weiterhin in der Regionalliga Südwest. Vor dem Doppelspieltag sei die personelle Situation bei den Hornets allerdings „sehr durchwachsen“, wie der EHC-Coach mit Blick auf den durch Verletzungen und Krankheiten ausgedünnten Kader betont. Matthew Genest-Schön fällt aufgrund eines Patellasehnen-Anrisses, den er sich im letzten Spiel zugezogen hat, nun auch noch länger aus. Zudem lägen einige Jungs mit Corona oder Erkältung flach. „Der wöchentliche Wahnsinn“, hadert Ralf Wolf, der noch nicht weiß, ob er für das Auswärtsspiel am Freitagabend in Hügelsheim überhaupt drei Reihen zusammenbekommen wird.

Ebenso ist offen, ob Valentin Kopp, der als Ersatz für die zahlreichen verletzungsbedingten und ungeplanten Ausfälle gerade erst verpflichtet wurde, bereits bei den Rhinos sein Debüt im Hornets-Dress geben wird. Aufgrund der Kurzfristigkeit komme es darauf an, ob der 26-jährige Offensivmann früher von der Arbeit weg kann. Die Besetzung der zweiten Kontingentspielerstelle sei zudem noch „in den letzten Zügen“, erklärt Wolf. Der neue Mann werde wohl am Montag bei den Zweibrückern landen.

Bei dem Vorhaben mithelfen, die Hügelsheimer nun zum dritten Mal in dieser Runde zu bezwingen, kann dieser also noch nicht. In den beiden ersten Duellen zwischen dem ESC und dem EHC ging der ungeschlagene Spitzenreiter beim 4:1 auswärts und beim knappen 7:5 in Zweibrücken beide Male als Sieger vom Eis. „Man hat schon gesehen, dass sie sich immer besser auf uns einstellen“, erwartet Wolf auch dieses Mal eine harte Gegenwehr. Zudem sei der ESC in seinem letzten Spiel gegen Bietigheim ohne Strafzeiten durchgekommen, weshalb Wolf schätzt, „dass sie da an ihrer Disziplin gearbeitet haben. Das war in unserer letzten Begegnung ein Knackpunkt: Sie haben gegen uns die Überzahltore kassiert.“. Der 44-Jährige geht davon aus, dass sie „sehr konzentriert und diszipliniert“ in die dritte Partie gegen sein Team gehen werden.„Die sind sehr ausgeglichen, haben drei ausbalancierte Reihen, die ungefähr gleichstark sind. Sie haben auch viele verschiedene Torschützen“, zählt Wolf weitere Stärken der Rhinos auf: „Sie versuchen immer, mit einem gewissen System zu agieren. Da sind wir in der Vergangenheit ganz gut damit zurechtgekommen.“ Der EHC müsse schauen, dass er „an die Leistungen aus der Vergangenheit anknüpfen kann. Wir wissen, wie wir gegen Hügelsheim spielen müssen, um erfolgreich zu sein. Jetzt geht es darum, das aufs Eis zu bringen“, betont Wolf. Damit die Hornets dann mit einem Erfolg im Rücken am Sonntag in das erste „Champions-League-Spiel“ der Saison gehen können.

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