2:1-Sieg im Finale Einöd-Ingweiler auch Stadtmeister im Freien

Kirrberg · Nach der Stadtmeisterschaft in der Halle sichert sich das Team auch diesen Titel – wieder gegen Schwarzenbach im Finale.

 Überraschend feiert Landesligist Spielvereinigung Einöd-Ingweiler auch die Homburger Stadtmeister 2023 im Freien.

Überraschend feiert Landesligist Spielvereinigung Einöd-Ingweiler auch die Homburger Stadtmeister 2023 im Freien.

Foto: Markus Hagen

Erst in der Halle, nun auch auf dem Kunstrasenplatz des SV Kirrberg: die Spvgg. Einöd-Ingweiler hat die Stadtmeisterschaft 2023 am Sonntagabend für sich entschieden. Mit einem 2:1-Sieg sicherte sich der Landesligist im Finale gegen den Verbandsligisten SV Schwarzenbach auch diesen Titel. Im Januar konnte das Team von Trainer Lars Knobloch bereits in der Halle die Stadtmeisterschaft gegen Schwarzenbach nach einem spannenden Siebenmeterschießen mit 9:8 für sich entscheiden.

Aber der Reihe nach. Zunächst standen am Samstag die Viertelfinal- und Halbfinalpartien auf dem Terminplan. Schwarzenbach tat sich gegen den Landesligisten SG Erbach schwer, gewann aber im ersten Viertelfinalspiel mit 2:1. Spannend wurde es im nächsten Viertelfinale zwischen den beiden Saarlandligisten FC Homburg II und FSV Jägersburg, die sich im Vorjahr im Finale gegenübergestanden hatten. 2:2 stand es nach zweimal 25 Minuten. Im anschließenden Elfmeterschießen behielt das Saarlandligateam des FCH mit 6:5 die Oberhand gegen den Stadtmeister 2022 aus Jägersburg.

Einöd-Ingweiler ließ dem A-Ligisten SG Union Homburg/TuS Wörschweiler mit 5:0 erwartungsgemäß keine Chance. Gastgeber SV Kirrberg kam ohne Spiel ins Halbfinale, weil sich kein Lucky Loser der Vorrunde finden ließ.

Nach einer kleinen Pause wurden am Samstag auch die Halbfinals ausgetragen. Im ersten Semifinale zwischen dem FC Homburg II und dem SV Schwarzenbach gingen die Schwarzenbacher durch Mustafa Elmas zwar in Führung, aber der höher eingeschätzte FCH aus der Saarlandliga glich durch Nyger Hunter zum 1:1 aus.

Im Elfmeterschießen ließ das Homburger Team von Trainer Rizgar Daoud Nerven und verlor hier mit 1:4. Schwarzenbach stand also im Finale, ebenso wie die Spielvereinigung Einöd dank eines Kirrberger Eigentors im zweiten Halbfinale.

Das Spiel um Platz drei am Sonntag entschied das Saarlandligateam des FC Homburg. Nach torloser erster Halbzeit, die 30 Minuten dauerte, trafen Julien Riedl und Grischa Walzer zum 2:0-Sieg gegen den SV Kirrberg.

Über die volle Distanz von 90 Minuten wurde das Finale angepfiffen. Schwarzenbach legte mächtig los, bestimmte klar die ersten 20 Minuten.

Bastian Theiss (4. Minute) prüfte mit einem Knaller Einöds Torhüter Yannik Voit. Anschließend hatte Anto Radeljic Großchancen und Pech zugleich. Zunächst köpfte er den Ball an die Latte (5.) und scheiterte eine Minute später an Voit. Die 1:0-Führung der Schwarzenbacher durch Christian Zech (18.) war mehr als verdient. „Zu diesem Zeitpunkt hätten wir die Partie längst zu unseren Gunsten entscheiden können“, sagt Schwarzenbachs Trainer Maximilian Murr.

Nach einer halben Stunde kamen die Einöder immer besser ins Spiel und glichen durch Nico Büchel (34.) zum 1:1 aus. Sekunden vor der Halbzeitpause brachte Jonas Hoffmann mit einem 17-Meter-Flachschuss die Spielvereinigung sogar mit 2:1 nach vorne.

Offen verlief die zweite Halbzeit. Der Verbandsligist aus Schwarzenbach fand kaum spielerische Mittel um sich gegen die Einöder Defensive entscheidend durchzusetzen. Es dauerte bis zur 72. Minute ehe Marin Dujmovic aus 25 Metern das Einöder Tor knapp verpasste. Einöd konterte durch Jonas Hoffmann, der seine Chance zum 3:1 aber vergab. Fünf Minuten vor dem Ende schoss Zech aus sechs Metern den Ball übers Einöder Tor und dann scheiterte Radeljic mit einem Kopfball (88.) an einer Superparade von Einöds Keeper Voit.

Am Ende standen der Jubel der Spielvereinigung Einöd-Ingweiler und die Enttäuschung des Endspiel-Favoriten Schwarzenbach aus der Verbandsliga Nord-Ost. Deren Trainer Murr erklärte, dass man das Spiel bereits in den ersten 20 Minuten verloren habe. „Wenn wir hier klar mit 2:0 oder 3:0 in Führung gelegen hätten, hätte sich Einöd nicht beschweren dürfen.“ Leider habe man hier zu viele Torchancen liegen gelassen. Einöd habe dann aus wenigen Gelegenheiten die entscheidenden Treffer gemacht. „Wenn man so viele Gelegenheiten auslässt, braucht man sich über eine solche Niederlage nicht zu wundern.“

Einöds Trainer Lars Knobloch freute sich mit seinen Jungs zurecht. „Wir waren klar in der Außenseiterrolle. Der FC Homburg, FSV Jägersburg und auch Schwarzenbach waren die Favoriten.“ Umso bemerkenswerter sei daher diese Meisterschaft. Seine Jungs hätten das an allen Tagen der Homburger Fußballstadtmeisterschaft sehr gut gemacht und seien über sich in der Leistung hinausgewachsen.