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Einmal Gold, einmal Silber: Gute Ausbeute für Marlene Hüther

Einmal Gold, einmal Silber: Gute Ausbeute für Marlene Hüther

Neben Marlene Hüther hat auch Till Pallmann von den Wassersportfreunden Zweibrücken Edelmetall bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften erschwommen. Er holte Gold und Bronze mit den Freistil-Staffeln.

Ihre selbstgesteckten Ziele doch noch erreicht hat Zweibrückens Topschwimmerin Marlene Hüther am Wochenende bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal . Nach dem insbesondere über die längeren Strecken mäßigen Auftakt holte sie in ihrer Spezialdisziplin über 200 m Freistil in 1:56,85 die Silbermedaille (wir berichteten). Mit dieser Zeit erfüllte Hüther auch die Norm für die anstehenden Europameisterschaften in Israel. Über die 100 m Lagen holte sie am Sonntag am Schlusstag den fünften Platz.

Insgesamt darf Hüther mit den Meisterschaften zufrieden sein. Gold in der Staffel und Silber im Einzel, dazu die EM-Norm erfüllt - und dies trotz des Spagats zwischen Langbahnvorbereitung und der Aufforderung des Bundestrainers, sich zu zeigen. Zudem konnte ihr Heimtrainer Ralf Steffen sie wegen Krankheit nicht unterstützen.

Nach Gold und Bronze in den beiden Freistilstaffeln mit Zeiten von jeweils unter 22 Sekunden für die 50 m standen für US-Student Till Pallmann als letzte Einzeldisziplin noch die 100 m Freistil auf dem Programm. In 48,42 qualifizierte er sich als Sechster klar für den Finallauf der besten deutschen Freistilschwimmer. Hier konnte er sich aber nicht mehr steigern und belegte am Ende in 48,64 Rang acht. Zum Abschluss seiner Meisterschaften, die für ihn mit Gold und Bronze und der Topzeit von 1:45,84 über die 200 m Freistil sehr erfolgreich verlaufen sind, schwamm er am Samstagabend noch in der SSSF Saar-Staffel über die 4 x 50 m Lagen als Startschwimmer die Rückendistanz. In 24,86 bot er auch hier Bestzeit und zeigte nochmals seine Topform - trotz der Strapazen der nur kurzfristigen Anreise ohne große Vorbereitung auf diese Meisterschaften. Die Lagenstaffel belegte am Ende in 1:39,69 den guten fünften Rang. Pallmann flog schon am Sonntag zurück nach Carbondale, Illinois.

Ihre beste Leistung bei diesen Meisterschaften bot die Wallhalberin Vanessa Dehaut am Samstag über ihre Spezialdisziplin 200 m Schmetterling. Nachdem sie schon recht schnell in 1:07,35 angegangen war, hielt sie das Tempo und verbesserte am Ende ihre Bestzeit um fast zwei Sekunden auf 2:18,78. Damit schwamm sie auf Rang 21. Auch sie darf insgesamt sehr zufrieden mit dem Verlauf der Titelkämpfe sein, denn auch über die 200 m Rücken in 2:19,10 und über die 50 m Rücken in 30,60 wusste sie zu gefallen. Zum Abschluss kam sie noch in der 4 x 50 m Lagenstaffel über die Schmetterlingsdistanz zum Einsatz. Hier schlug sie in 29,16 über ihre Teilstrecke an. Zusammen mit Hüther (50 m Brust in 31,95) sowie Annika Bruhn und Julika Niegisch beleget die Mannschaft Rang acht. Jean Marc Emser hob sich seine Topleistung bis um Schlusstag auf. Nachdem er schon über die 50 m Rücken in 26,46 eine starke Leistung bot, schlug er am Schlusstag über die 100 m Lagen in 57,77 als 25. an. Über die 200 m Lagen wurde er am Samstag 19. In 2:05,52.

Nur hauchdünn verfehlte Freiwasserspezialist Moritz Bartels an den beiden Schlusstagen seine Bestzeiten. Über die 800 m Freistil belegte er in 8:20,0 Rang 17 und über die 400 m Freistil kam er auf den 32. Platz. Ellen Olsson belegte dann schließlich in 16:43,38 über die 1500 Freistil noch den achten Rang.

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Am RandeSchwimmerin Marlene Hüther ist zur Saarländischen Nachwuchssportlerin des Jahres 2015 gekürt worden. Bei der Sportlerehrung am Sonntagabend in Saarbrücken konnte sie den Preis allerdings nicht persönlich entgegennehmen, da sie noch bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften weilte. tw