Eine Nummer zu groß für SV 64

Mit 22:31 hat sich der SV 64 Zweibrücken gegen den Tabellenführer der 3. Handball-Liga, den TuS Ferndorf, deutlich geschlagen geben müssen. Mit der Leistung seiner Truppe ist SV-Trainer Stefan Bullacher dennoch einverstanden.

Der Spitzenreiter hat dem SV 64 Zweibrücken wie bereits im Hinspiel eine Lehrstunde erteilt. Mit 31:22 (15:9) setzte sich der TuS Ferndorf am Samstagabend beim Aufsteiger durch, der die Erfolgsserie des TuS mit mittlerweile 22 Siegen auch nicht stoppen konnte. "Wir haben super gekämpft, uns für unsere gute Leistung nur etwas zu wenig selbst belohnt", war der Zweibrücker Trainer Stefan Bullacher mit der Leistung seiner ersatzgeschwächten Mannschaft durchaus zufrieden.

Die Anfangsphase gehörte den Zweibrückern, die sich auf 2:0 absetzten, jedoch einige Ferndorfer Fehler nicht ausnutzen konnten. Mit der langen Anreise in den Knochen unterliefen dem Meisterschaftsanwärter einige technische Fehler. Sechs Minuten lang blieb die torgefährlichste Mannschaft der Liga ohne Treffer. Profit schlug der Gastgeber nicht daraus. So scheiterte Aris Wöschler bei einem Gegenstoß frei an Ferndorfs Keeper Lucas Puhl. Gerade in der Anfangsphase war allerdings auch erkennbar, was SV-Coach Stefan Bullacher im Vorfeld der Partie angedeutet hatte: dass in diesem Spitzenspiel zwei der besten Drittliga-Torleute aufeinandertreffen. Tatsächlich zeigten beide herausragende Leistungen.

Eine frühe Zeitstrafe gegen Tim Burkholder nutzten die Gäste dann, um sich zu finden und beim 2:3-Zwischenstand (9.) erstmals vorne zu liegen. Diese Führung gab die Mannschaft von Trainer Erik Wudtke nicht mehr ab. Lediglich beim 3:3 und 6:6 waren die 64er noch auf Augenhöhe, danach zogen die Gäste an und auf 9:6 (20.) weg. Weil der Tabellenführer abgeklärt auch den Schlussspurt des ersten Durchgangs abspulte, wurden beim Stande von 9:15 die Seiten gewechselt, wobei die Zweibrücker, die unter anderem auf ihre beiden Jugendnationalspieler Jerome Müller und Björn Zintel verzichten mussten, gerade in dieser Phase weitere gute Chancen ungenutzt ließen. Insgesamt 18 Torwürfe fanden im ersten Durchgang nicht ins Ziel. "Unsere Spielanlage ist gut, wir spielen viel besser als im Hinspiel, ihr müsst euch jetzt nur selbst belohnen und die Chancen rein machen", gab Bullacher seinem Team für die zweite Hälfte mit auf den Weg -so dominierten die 64er auch jetzt die Anfangsphase. Aris Wöschler und Florian Enders erzielten zwei schnelle Tore zum 11:15. Und weil Kovacin klasse hielt, sieben Minuten lang nicht zu bezwingen war, hofften die 500 Zuschauer auf einen spannenden Verlauf. Der abgeklärte TuS regelte es dann aber schnell. Immer wieder setzten sie ihre Kreisläufer bestens in Szene. Ferndorf zog sein Ding konzentriert durch und gewann deutlich mit 31:22. "Vielleicht um einige Tore zu deutlich", merkte Bullacher an.

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Auf einen BlickSV 64: Kovacin und Klöckner im Tor - Burkholder 3, Enders 5/1, Wöschler 1 - Hammann 1, Zellmer 3 - Denk 2 - Egelhof 4, M. Müller 2 - Mathieu.cg