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Eine Niederlage, die Hoffnung lässt

Eine Niederlage, die Hoffnung lässt

Besser als viele erwartet hatten präsentierte sich gestern Abend der SVN Zweibrücken im ersten Saisonspiel der Fußball-Oberliga. Dennoch war die Elf von Sorin Radu beim 0:4 (0:3) chancenlos gegen die überlegene Elf des FC Hertha Wiesbach.

Turbulente Wochen liegen hinter dem SVN Zweibrücken . Wenige Fußballer gaben etwas auf die neu formierte Mannschaft. Trainer Sorin Radu hegte dagegen nie Zweifel an seinen Spielern. Er behielt recht. Trotz der 0:4 (0:3)-Niederlage gegen Hertha Wiesbach sagte er: "Wir können mit erhobenem Haupt den Platz verlassen.". Die Mannschaft kämpfte und machte die Räume eng. "Das gelingt natürlich nicht immer und es passieren auch Fehler", sagte Radu.

So ging Wiesbach mit einem Doppelschlag in der 20. und 24. Minute durch Björn Recktenwald und einer Direktabnahme von Marcel Noll in Führung. Die Gäste hatten von Beginn an die Partie beherrscht. Der gute SVN-Torhüter Philipp Rommelfanger wehrte bereits in der zweiten Minute einen Schuss von Recktenwald ab. Bis zur Pause bewies Rommelfanger noch bei vier Möglichkeiten seine Qualität.. Unter anderem wehrte er einen Foulelfmeter von Carsten Ackermann ab. Gegen den Schuss von Michael Fritsch (41.) hatte der SVN-Torhüter keine Chance.

Ab der 20. Minute kam dann auch der SVN in den Angriff. Dabei zielte der talentierte Valdrin Dakaj bei zwei Schüssen übers Tor. Das Gästetor geriet aber nicht in Gefahr. Nach der Pause war Wiesbach nicht mehr so druckvoll. Die gefährlichen Situationen nahmen ab. Der einheimische Torhüter war nur noch einmal richtig gefordert.

"Wir haben nach der Pause auch etwas besser gestanden", sagte Radu. Auch wenn die Gastgeber nach Gelb-Rot gegen Henry Alika nach einem zweiten Foulspiel nach einer Stunde in Unterzahl waren. "Nach vorne konnte dann nichts mehr gehen", sagte der Trainer. "Uns ging dann die Kraft aus." Mit einem Freistoß erzielte Recktenwald (79.) den Endstand.

"Das Wichtigste ist, dass die Einstellung gestimmt hat", stellte SVN-Spielführer Peter Müller fest. Darauf könne die Mannschaft aufbauen. Deshalb blickt der Spielführer auch optimistisch in die Zukunft. "Ich sehe Licht am Ende des Tunnels." Ein Grund sei auch der Trainer, der die Mannschaft in knapp zwei Wochen schon dahin gebracht hat. Dabei hätten doch alle die Mannschaft schon abgeschrieben.

"Wir werden jede Woche besser", zeigte sich auch Radu nach dem Spiel zuversichtlich. Jeder einzelne Spieler sei noch steigerungsfähig. Und auch die Mannschaft als Ganzes werde sich noch steigern. Der FSV Jägersburg ist gerüstet für seine erste Saison in der Fußball-Oberliga. Nach fünf Wochen Vorbereitungszeit wird es am Samstag mit dem Heimspiel um 17 Uhr gegen den FSV Salmrohr ernst im Alois-Omlor-Sportpark. "Wir freuen uns riesig auf unser erstes Spiel in der Oberliga. Trainer, Spieler, Vereinsmitarbeiter und Fans fiebern diesem entgegen", erklärt FSV-Erfolgscoach Marco Emich. Seine Mannschaft und er gingen zuversichtlich die erste Aufgabe an. "Unsere Vorbereitung verlief ganz gut. Wir gehen topfit in das Spiel." Dabei sieht Emich als Vorteil an, dass sein Team unbelastet in die Oberliga gehen kann. "Wir haben nichts zu verlieren, wenn es am Ende für den Klassenerhalt nicht reicht, ist es auch kein Beinbruch." Es sei schon eine tolle Sache, überhaupt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der fünfhöchsten Liga Deutschlands antreten zu dürfen. Denn hier treffen die Jägersburger auf einstige Teams aus der 2. Bundesliga, wie TuS Koblenz , Borussia Neunkirchen und den heutigen Gegner FSV Salmrohr.

"Salmrohr habe ich zwar live nicht gesehen, aber ich habe mich intensiv über den Gegner durch Videos und bei Gesprächen mit Trainerkollegen informiert", erklärt der Bankkaufmann, der seit 13 Jahren als Trainer beim letztjährigen Saarlandligameister erfolgreich arbeitet. "Salmrohr mit ihrem Trainer Paul Lintz ist mit Sicherheit der richtige Gradmesser für meine Mannschaft, um zu sehen, wo wir stehen und, ob wir mithalten können."

Der FSV hat sich dazu ganz gut verstärkt. Einige oberligaerfahrene Akteure wie Julian Fricker vom 1. FC Saarbrücken II, und Patrick Seidel (FC Wiesbach) wurden geholt. Beide fehlen zum Auftakt allerdings. Fricker braucht nach einem Kreuzbandriss noch einige Zeit, bis er voll fit ist. Seidel hat Probleme mit der Patellasehne. Auch Philipp Bosslet fehlt nach einer OP am Innenmeniskus. Waldemar Schwab steht urlaubsbedingt nicht zur Verfügung. Dennoch hofft der FSV, dass die Aufstiegseuphorie weitere Kräfte freimacht, um dem Favoriten aus Salmrohr ein Bein stellen zu können. Emich rechnet mit gut 500 Zuschauern. Damit möglichst viele kommen, wurde die Begegnung von 15.30 auf 17 Uhr verlegt, um den Fans bei der Partie des FC Homburg (14 Uhr) auch den Besuch beim Oberliga-Aufsteiger zu ermöglichen.

FSVler Daniel Dahl (rechts) wird den Kampf in der Oberliga annehmen. Foto: Markus Hagen Foto: Markus Hagen

Zum Thema:

Auf einen BlickSVN: Rommelfanger - Osmantsa, Müller, Alika, Tekele - Smith, Augusto, Massandouno (Köhler, 84.), Jorissen (Mert, 59.) - Dakaj, Vrbarac.Tore: 0:1 Recktenwald (20.), 0:2 Noll (24.), 0:3 Fritsch (41.), 0:4 Recktenwald (79.).Gelbe Karten: Patrick Ackermann.Gelb-Rote-Karte: Alika (59.), wiederholtes Foul.Bes. Vorkommnis: Rommelfanger pariert Foulelfmeter von C. Ackermann (35.).Schiedsrichter: Christoph Zimmer (Wittlich).Zuschauer: 230. sf