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Eishockey-Regionalliga Südwest: Ein richtungsweisendes Gipfeltreffen

Eishockey-Regionalliga Südwest : Ein richtungsweisendes Gipfeltreffen

Am vergangenen Wochenende hat der EHC Zweibrücken unter Neu-Trainer Ralf Wolf die Tabellenspitze der Eishockey-Regionalliga Südwest vom EV Ravensburg übernommen. Und genau dieser ist nun am Sonntagabend bei den Hornets zu Gast.

Ralf Wolf wirkt locker und gelöst. Die gute Stimmung beim neuen Trainer des EHC Zweibrücken lässt sich leicht erklären. Der erste Druck, der sich nach der Übernahme des Postens von Terry Trenholm aufgebaut hatte, ist raus. Mit den zwei Siegen, dem 4:3 bei den Stuttgarter Rebels und dem 6:1-Heimerfolg gegen die Bietigheim Steelers 1b, ist dem 40-Jährigen ein perfekter Einstand gelungen. Seit dem vergangenen Wochenende grüßen die Hornets von der Tabellenspitze der Eishockey Regionalliga Südwest.

Ob es nun unbedingt leichter ist, als neuer Tabellenführer in das Gipfeltreffen an diesem Sonntag, 19 Uhr, in der Zweibrücker Ice-Arena gegen den bisherigen Ligaprimus EV Ravensburg zu gehen? „Wir haben dadurch auf jeden Fall eine gute Ausgangsposition – und die wollen wir verteidigen“, betont Wolf. Ein Kinderspiel werde es gegen die zuletzt schwächelnden Ravensburger, gegen die die Hornets in dieser Runde bereits zwei Mal als Sieger (4:2 und 5:1) das Eis verließen, aber keinesfalls. „Ja, sie schwächeln etwas. Ob das nun an dem Druck des Tabellenplatzes oder an Personalproblemen liegt, mit denen wir alle mal zu kämpfen haben, weiß ich nicht“, sagt Ralf Wolf. Doch es kommt der Tabellenzweite. „Und vor dem sind wir gewarnt. Ravensburg hat sich im Sommer mit richtig guten Spielern verstärkt“, erklärt der Hornets-Coach, der das Hinspiel zwar nicht live gesehen hat, einige der Spieler aber kennt. „Das ist eine junge, hungrige Truppe, die sehr laufstark ist, die das Spiel in die Ecken treibt und immer versucht, den Gegner in ihrem Drittel festzuspielen.“ Doch der neue Spitzenreiter will dagegen halten, kämpfen – und gewinnen. „Das ist ein richtungsweisendes Spiel für die Playoffs“, macht Wolf die Ausgangslage klar. Gelingt den Zweibrückern (36 Zähler), die mit vier Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger vor dem EVR (32) liegen, der nächste Sieg, so stehen die Chancen gut, mit dem Vorteil des Führenden in die Finalrunde zu starten. „Doch das wird keine leichte Aufgabe für uns.“

Um es dem kommenden Gegner schwerer zu machen, seine Mannschaft zu knacken, hat Ralf Wolf in den bislang nicht einmal zwei Wochen seiner Amtszeit versucht, an ein paar Stellschrauben zu drehen. Es sei immer möglich, etwas zu bewegen, auch in einem ohnehin erfolgreichen Team. „Ich habe eine eigene Spielidee, die ich sehen möchte“, betont der Hornets-Coach, dem es wichtig ist, dass sich Mannschaft und Trainer teamtaktisch einig sind. „Für Außenstehende wird es schwierig zu sehen sein, was wir verändern. Aber es ist ein Ziel, für den Gegner nicht mehr so leicht ausrechenbar zu sein.“ In den beiden ersten Spielen unter der Regie von Wolf lief das schon mal erfolgreich. Wobei er nach den beiden Siegen ganz bescheiden betonte, dass diese Erfolge mit ihm wenig zu tun hätten. „Die Jungs bringen eine überragende Qualität mit.“

Ob am Sonntag ab 19 Uhr im Topspiel gegen den EV Ravensburg auch alle Spieler diese Qualität wieder aufs Eis bringen können, ist noch unklar. Zuletzt musste Wolf in der Heimpartie gegen Bietigheim auf zahlreiche Stammspieler verzichten. So fehlten neben den Brüdern Marco und Sebastian Trenholm auch Vladimir Zvonik, Andreas Druzhinin und Maximilian Dörr. „Der ein oder andere wird sicher in die Mannschaft zurückkehren. Genaues kann ich aber noch nicht sagen“, sagt Wolf. Der Trainer würde passend zu seiner aktuellen Stimmungslage am liebsten auch am Sonntag nach dem Topspiel gerne mit drei weiteren Punkte locker und gelöst vom Eis gehen.