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Handball-Oberliga: Ein letztes Schaulaufen des Meisters

Handball-Oberliga : Ein letztes Schaulaufen des Meisters

Mit der Partie bei der HSG Völklingen verabschiedet sich die VTZ Saarpfalz am Samstag aus der Oberliga-RPS.

Am Samstag heißt es ein letztes Mal Vollgas für die Mannschaft der VTZ Saarpfalz. Vor zwei Wochen konnten sie eine überragende Saison mit der vorzeitigen Meisterschaft in der Oberliga-RPS krönen. Nun steht der letzte Spieltag auf dem Programm. Die VTZ tritt am Samstag um 17 Uhr auswärts bei der HSG Völklingen an und will die famose Saison mit einem Sieg abschließen. Anders als üblich wird diese Partie in der Völklinger Warndthalle ausgetragen, wo absolutes Harzverbot herrscht, was für beide Mannschaften eher ungewohnt ist.

Für einige Spieler wird die Partie der letzte Auftritt im VTZ-Dress sein. Hierzu gehört auch der junge Rückraumspieler Philipp Mägel, der zukünftig seinen Fokus stärker auf seine berufliche Entwicklung richten wird. „Ich habe beschlossen, mit dem Handballspielen kürzer zu treten, weil ich mich auf meine berufliche Laufbahn stärker fokussieren möchte“, erklärt Mägel. Ein bitterer Verlust für die VTZ, die sich in den zwei Jahren seit seinem Wechsel zu den Saarpfälzern, stets auf den großgewachsenen Rückraumshooter verlassen konnte. Ob im Rückraum oder auf Außen zeigte Mägel immer großen Einsatz, egal ob für die erste oder die zweite Mannschaft der VTZ. Auch wenn er mit der Mannschaft eine überaus erfolgreiche Saison hatte, ist er mit seiner eigenen Entwicklung nur bedingt zufrieden und erklärt: „Ich konnte meine Bestleistung in der Zeit bei der VTZ leider nicht erreichen, habe aber auf jeden Fall etwas dazugelernt, was ich ganz Gewiss mitnehmen werden.“

Am Samstag gegen die HSG Völklingen wollen die Zweibrücker nochmal aber an die Leistungsgrenze gehen und mit nur sechs Minuspunkten die Saison abschließen. Mit weniger als dem maximalen Einsatz wird es wohl kaum gehen. Auch wenn die Tabelle etwas anderes vermuten lässt, sind die letzten Partien zwischen diesen beiden Mannschaften, egal ob Pokal oder Liga, stets sehr umkämpft gewesen. Auch im Hinspiel hatte die VTZ große Probleme mit der Mannschaft von HSG-Trainer Berthold Kreuser. Erst in den letzten zehn Minuten konnten sich die Saarpfälzer etwas absetzen und die Partie nicht unverdient aber dennoch knapp mit 26:23 für sich entscheiden. Da die HF Illtal zeitgleich bei der HSG Kastellaun/Simmern verloren hatte, konnten die Rosenstädter die Tabellenspitze übernehmen, die sie nicht mehr hergeben sollten.

„Ich vermute für Samstag, dass es keine handballerischen Leckerbissen zu sehen gibt, dafür aber eine sehr umkämpfte und spannende Partie“, prophezeit Mägel.

Auch die HSG verliert nach der Saison einige Akteure, wie zum Beispiel den überragenden Niklas Louis, der auf der rechten Angriffsseite kaum zu halten ist. Sowie Lars Walz, den Allrounder der Mannschaft. Beide werden sich kommende Runde dem Zweitligaabsteiger aus Saarlouis anschließen und unter Umständen erneut auf die VTZ treffen. Neben Walz und Louis zählen vor allem noch Niklas Hoff und die Gebrüder Thomas und Christian Jung zu den stärksten HSG-Spielern. Mit Blick auf die Tabelle sieht man schnell, wo die Stärken der HSG zu finden sind. Dass es nicht der Angriff mit 689 Toren und damit der schlechteste der Oberliga ist, sollte schnell klar sein. Mit nur 733 Gegentoren sind sie in der „Top Fünf“ der besten Defensiven zu finden.