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Drumm verhilft Knaup zu Rang fünf

Drumm verhilft Knaup zu Rang fünf

Bis nach ganz vorne hat es für Felix Drumm selbst bei der U23-DM auf der Straße nicht gereicht. Als 23. leistete er bei der Hitzeschlacht in Bruchsal jedoch wertvolle Dienste für seine Kuota-Teamkollegen.

Felix Drumm erreicht bei tropischer Hitze das Ziel. Das allein war schon eine herausfordernde Aufgabe bei der deutschen U23-Straßenmeisterschaft in Bruchsal am Wochenende. Als 23. rollte der Mörsbacher, der für sein Team Kuota an den Start ging, ins Ziel, das lediglich 39 von 107 Fahrern erreichten. Zahlreiche Starter, auch viele namhafte deutsche Spitzenfahrer beendeten das Rennen infolge der extremen Temperaturen von knapp 40 Grad vorzeitig. Da half auch die Verkürzung des Rennens um zwei Runden auf 154 Kilometer (statt 182 km) nicht viel. Felix Drumm verhalf seinem Teamkollegen Tobias Knaup immerhin zu Rang fünf. Es siegte Nils Politt (Stölting).

Bei dem Rundkurs musste ein bis zu 15 Prozent steiler Anstieg bewältigt werden. Zahlreiche Anwohner hatten ihre Gartenschläuche angeschlossen, um nicht nur den Rennfahrern, sondern auch den Polizeibeamten mit ihren Motorrädern eine erfrischende Abkühlung zu verschaffen. Drumm hatte den Auftrag, bei einer Attacke für sein Team mitzugehen. Bereits im Laufe der ersten Runde war es soweit - ein Fahrer des Stölting-Teams aus Gelsenkirchen attackierte, der 20-Jährige ging mit. Die beiden fuhren schnell einen Vorsprung von bis zu zwei Minuten heraus. In der fünften Runde schlossen zwei Verfolgergruppen auf, sodass neun Fahrer das Feld anführten. In der siebten Runde startete einer davon am Berg eine Attacke. Drumm musste an dem steilen Anstieg reißen lassen. Er fuhr sein Tempo weiter und wartete auf eine Verfolgergruppe, in der sich zwei Mannschaftskollegen, insbesondere der Kapitän Tobias Knaup befand. Für ihn machte Drumm nun Tempo, um die Lücke nach vorne wieder zu schließen. In der achten Runde gelang dies. Felix Drumm hatte seine Arbeit getan. Er ließ sich noch etwas zurückfallen und beendete in einer weiteren Verfolgergruppe das Rennen auf Rang 23. Mit Max Walscheid hatte bislang das Kuota-Team den U23-Straßenmeister in seinen Reihen, doch dieser musste dieses Mal verletzungsbedingt passen.

"Die Hitze machte die Strecke richtig schwer", erklärte U23-Bundestrainer Ralf Grabsch. Trotzdem sei es von Beginn an zur Sache gegangen. Frühe Attacken sorgten für einen interessanten Rennverlauf, der aber in ein Ausscheidungsfahren überging, je länger das Rennen wurde und je höher die Temperaturen stiegen. "Es war richtig brutal, so viele Flaschen habe ich noch nie getrunken", bestätigte auch der Sieger Nils Politt.