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Drittligist FCK setzt gegen 1860 auf Leistungssteigerung

1. FC Kaiserslautern : Schommers fordert aggressiveren Auftritt

Der FCK-Trainer will im ersten Geisterspiel der Vereinsgeschichte auf dem Betze gegen 1860 München eine Leistungssteigerung sehen.

In dieser Woche feiert der 1. FC Kaiserslautern seinen 120. Geburtstag. Vier Deutsche Meisterschaften, zwei Pokalsiege und viele weitere Erfolge, aber auch Misserfolge haben die Pfälzer seither erlebt. Eines jedoch gab es bisher noch nie: Ein Geisterspiel auf dem Betzenberg. Die Fans der Roten Teufel haben im Fritz-Walter-Stadion schon in zahlreichen Partien eine tragende Rolle gespielt. An diesem Mittwoch (20.30 Uhr) im Abstiegskampf der 3. Fußball-Liga gegen den TSV 1860 München werden die Ränge aufgrund der Coronavirus-Pandemie leer bleiben. „Das ist natürlich bitter. Fußball lebt von Emotionen – und im Spiel gegen Sechzig hätte uns sicher von beiden Seiten eine tolle Kulisse erwartet“, sagte FCK-Trainer Boris Schommers am Dienstag. „Wir haben unsere tollen Fans nicht hinter uns, aber das ist die aktuelle Situation und die müssen wir so annehmen.“

Auch ohne die Unterstützung der Anhänger erwartet der 41-Jährige von seiner Mannschaft eine Leistungssteigerung gegenüber dem Neustart nach der Corona-Pause. „Wir müssen einiges besser machen als in Magdeburg. Wir waren mit unserer spielerischen Leistung nicht zufrieden und haben kritisch angesprochen, was uns nicht gefallen hat“, berichtete Schommers – trotz des 1:0-Sieges. Und damit dem ersten Dreier im Jahr 2020. Insgesamt wünsche er sich einen mutigeren Auftritt seiner Mannschaft. Nach der Analyse des Magdeburg-Spiels ist sich der Trainer sicher, dass sein Team verstanden hat, dass es bissiger verteidigen, insgesamt aggressiver auftreten muss. „Ich hoffe, wir sind am Mittwoch dann einen Schritt weiter als noch am Samstag.“ Den kommenden Gegner zeichne aus, dass er es schon häufig geschafft habe, in der Schlussphase noch eine Schippe draufzulegen. „Während wir in den letzten Minuten immer unsere Probleme hatten und Siege haben liegen lassen. Wir müssen schauen, dass es gegen 1860 nicht auf die letzten fünf Minuten ankommt“, betont Schommers. Der FCK-Coach hofft auf die Leistungssteigerung seiner Mannschaft, die ruhig selbstbewusst auftreten könne. „Wenn wir die Sachen besser machen, die gegen Magdeburg noch schief gelaufen sind, dann werden wir ein gutes Spiel sehen.“ Seine Elf könne es nach vorne besser, als sie es beim Re-Start am Samstag gezeigt habe. Gerade jetzt, wo nach zwei Monaten Pause noch nicht alles ineinander greift, gehöre allerdings auch Kampfgeist und Laufbereitschaft unbedingt auf den Platz, fordert Schommers, der Änderungen in der Startelf ankündigte.

Verzichten müssen die Pfälzer sicher auf ihren gesperrten Stammtorwart Lennart Grill. Für ihn wird Avdo Spahic das Tor hüten, Nachwuchsmann Matheo Raab (21) nimmt auf der Bank Platz. Neben Grill fehlt auch Mittelfeldspieler Simon Skarlatidis (Adduktorenprobleme). Er befindet sich im Aufbautraining, ein Einsatz käme aber noch zu früh.

„Wir müssen das Spiel annehmen und die Räume eng halten, gerade weil eine spielstarke Mannschaft kommt“, fordert Schommers von seiner Mannschaft. Die ihren Verein zum 120. Geburtstag am liebsten mit drei Punkten beschenken will.