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Drittligist 1. FC Kaiserslautern braucht Heimsieg gegen Türkgücü München

1. FC Kaiserslautern : Trotz „ungemütlicher“ Lage guten Mutes

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern braucht gegen Türkgücü München am Dienstagabend unbedingt einen Heimsieg, um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld halten zu können.

Die Enttäuschung und der Frust sitzen tief. So tief, wie der 1. FC Kaiserslautern im Tabellenkeller der 3. Fußball-Liga drin steckt. Die gedrückte Stimmung ist Trainer Jeff Saibene auch zwei Tage nach der bitteren 3:4-Niederlage beim Spitzenreiter Dynamo Dresden noch anzumerken. „Wir haben eigentlich ein sehr gutes Spiel gemacht, gegen einen richtig guten Gegner. Wir haben auswärts drei Tore geschossen, was in Dresden sehr schwer ist – und dann zu verlieren, da waren wir am Anfang schon sehr niedergeschlagen. Auch am Sonntagmorgen noch“, gibt der FCK-Coach zu. Allzu lange Zeit, über die verpasste Chance auf Punkte nachzugrübeln, haben die derzeit als Achtzehnter stark abstiegsgefährdeten Roten Teufel allerdings nicht. Denn bereits am Dienstagabend, 19 Uhr, steht mit dem Heimspiel gegen Türkgücü München die nächste wichtige Aufgabe auf dem Programm.

Und nach der Analyse des Dynamo-Spiels seien die Lauterer auch „guten Mutes“ für diese Partie gegen den Aufsteiger. „Weil wir auch vieles gut gemacht haben in Dresden“, betont Saibene, dass spielerisch einiges in die richtige Richtung geht. Gerade in der so häufig gescholtenen Offensive war eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. „Es war ein guter Auftritt.“ Der allerdings auch nicht frei von Fehlern war. Vor allem in der zuletzt so stabilen Defensive leistete sich der FCK zu viele eklatante Aussetzer. „Diese Fehler haben wir angesprochen, die müssen wir minimieren – und dann denke ich schon, dass wir auf der Leistung aus Dresden aufbauen können“, will Jeff Saibene optimistisch in die Begegnung gegen den Tabellenfünften gehen.

Gegen den die Pfälzer noch etwas gut zu machen haben. Im Hinspiel ließ sich der FCK bei den Münchnern mit 0:3 abschießen – es war der letzte Arbeitstag bei den Lauterern für Saibenes Vorgänger Boris Schommers. Um es am Dienstag auf dem Betzenberg besser zu machen, um die so wichtigen drei Zähler zuhause zu behalten, sei es „entscheidend“, dass die Mannschaft die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive findet. „Wir sind in einer ungemütlichen Tabellenlage, das ist klar. Wir versuchen viele Sachen aus Dresden umzusetzen, und dabei defensiv wieder stabiler zu werden“, betont der 52-Jährige, der einen vor allem offensiv starken Gegner erwartet. „Mit dem Duo Sercan Sararer und Petar Sliskovic hat Türkgücü viel Qualität. Die müssen wir in den Griff bekommen.“ Und das ganz unabhängig von den wahrscheinlich eher dürftigen Verhältnissen auf dem Rasen im Fritz-Walter-Stadion. „Der Boden wird tief sein, was aber keine Entschuldigung sein darf“, erklärt Saibene, dem neben Dominik Schad, Lukas Gottwalt, Simon Skarlatidis und Nicolas Sessa zudem Janik Bachmann gelbgesperrt fehlen wird. Für ihn könnten Alexander Winkler oder Carlo Sickinger neben Kevin Kraus in die Innenverteidigung rücken. Egal in welcher Formation, „müssen wir die richtige Einstellung auf den Platz bringen und die Bedingungen annehmen“. Denn eine weitere Niederlage wäre für den taumelnden Traditionsclub aus der Pfalz nur ganz schwer zu verkraften.