Dramatik in der Burghalle

Zwölf Minuten vor dem Ende lag Saarlandligist TV Kirkel im Heimspiel gegen die HSG Dudweiler/Fischbach mit fünf Toren hinten. Kurz vor dem Ende führte der TVK mit 32:30. Es sollte aber alle anders kommen. Wie eine Bulette – „es war alles drin in diesem Spiel“, sagte Trainer Mike White.

Ein äußerst spannendes und dramatisches Spiel sahen die Zuschauer am Samstagabend in der Kirkeler Burghalle. Im einzigen Spiel der Handball-Saarlandliga am Fastnachts-Wochenende stand es zwischen dem TV Kirkel und der HSG Dudweiler /Fischbach bei der Schluss-Sirene 32:32. Beide Mannschaften hätten auch als Sieger die Halle verlassen können.

Kirkels Trainer Mike White musste mit Jelle van Donkersgoed, Christian Boscolo (beide Krankheit), Marc Hoffmann, Christian Ruppert (beide Urlaub), Eric Gliemmo (Ermüdungsbruch im Fuß) und Daniel Thum (Zahn-Operation) von Beginn an auf sechs Spieler verzichten. Zudem konnte ab der 28. Minute Thijs van Donkersgoed wegen einer Verletzung am Ringfinger nur noch von außen zusehen.

Mit Alexander Gros, Hans Dieter Sambach und Marius Ruffing bot White Spieler aus der zweiten Mannschaft auf, die ihre Aufgaben mehr als ordentlich erledigten. Das Kirkeler Rumpfteam kam in den ersten zehn Minuten stark ins Spiel und führte mit 10:6. White: "Dudweiler fand aber dann besser in die Partie und war der erwartet schwere Gegner für uns, der das Spiel mehr als ausgeglichen gestalten sollte."

Über 12:12 gelang den Kirkelern eine knappe 16:14-Führung kurz vor der Pause, die Dudweiler aber mit dem 16:16 zum Pausentee wieder ausglich. Überragend bei der HSG Dudweiler /Fischbach war Marco Schüler, den die Kirkeler Abwehr nicht in den Griff bekam. Auch dank seiner insgesamt elf Tore und einer zehnminütigen Auszeit des TV Kirkel führten die Gäste in der 40. Minute auf einmal mit 25:20.

Die Gastgeber fingen sich aber spielerisch wieder und stabilisierten sich bis zur 48. Minute, in der die HSG mit 29:24 immer noch ihren Fünf-Tore-Vorsprung hielt. White: "Plötzlich klappte es auch in der Abwehr immer besser. Und unser Defensivverband stand so gut, wie ich mir das vor dem Spiel vorgestellt habe." Mit einem 7:0-Lauf drehte der TV Kirkel innerhalb von zehn Minuten die Partie zu einer 31:29-Führung. 1:15 Minuten vor dem Spielende führten die Kirkeler mit 32:30. Der TVK geriet aber mit zwei Spielern in Unterzahl und kassierte doch noch den 32:32-Ausgleich. White: "Es war alles drin in diesem Spiel: Ein Sieg, aber auch eine Niederlage."

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Auf einen BlickTore für den TV Kirkel : Robin Schweizer 9, Mike White 6, Michael Bauer 5, Thijs van Donkersgoed, Alexander Gros 3, Marius Ruffing 2, Frederik Simon 1, Filipp Wendel 1, Mike Jeckel 1. mh