Dietz verpasst Norm für U20-EM

Das große Ziel, sich im letzten Versuch für die U20-Europameisterschaften in Schweden zu qualifizieren, hat Nicolas Dietz verpasst. Mit 4,75 Metern scheitert der LAZ-Stabhochspringer bei der Junioren-Gala in Mannheim an der geforderten Höhe von 5,10 Metern.

Keinen optimalen Wettkampf haben die Leichtathleten des LAZ Zweibrücken erwischt. Bei der Junioren-Gala in Mannheim reist Nicolas Dietz gestern enttäuscht ab. In seinem letzten Versuch, für den sich der 19-Jährige so viel vorgenommen hatte, verpasst er die Norm für die U20-Europameisterschaften im schwedischen Eskilstuna. Über seine Einstiegshöhe von 4,75 Meter kommt der Bottenbacher in Mannheim nicht hinaus. Die überquert der Schützling von Trainer und Vereinsvorsitzendem Bernhard Brenner im zweiten Anlauf. Es sollte der einzige gültige Versuch des Tages bleiben. An der darauffolgenden Höhe von 4,90 Metern scheitert Dietz drei Mal. Für die EM-Norm hätte er 5,10 überspringen müssen. Bislang hat Nicolas Dietz eine Bestmarke von 5,00 Metern stehen. "Nicolas hatte einfach keinen guten Tag", erklärt Brenner. Schon im Einspringen hakt es. Beim ersten Versuch über 4,75 Meter, der gut gewesen sei, ist der Stab zu weich. Mit dem härteren Sprunggerät schafft Dietz die Einstiegshöhe. In den letzten Versuchen über 4,90 Meter macht der 19-Jährige, "wie schon so oft in der Saison", zu viel Druck. "Er kam zu nah an die Latte heran, konnte sich nicht richtig vom Stab abdrücken." So ist die Chance vertan. "Klar war Nicolas die Enttäuschung anzumerken, er hatte sich die U20-EM zum Ziel gesetzt, hat das nun verpasst. Aber das ist kein Beinbruch", sagt der Trainer, der immer noch zuversichtlich ist, dass sein Schützling in diesem Sommer die 5,30 Meter knackt. "Nur eben nicht mehr vor der EM - so ist das im Sport."

Mit Schmerzen endet der Auftritt in Mannheim für LAZ-Sprinterin Sina Mayer. Nach dem 100-Meter-Vorlauf, in dem sie mit 11,98 Sekunden unter ihrer Saison-Bestleistung von 11,67 Sekunden bleibt, muss sie ärztlich behandelt werden. "Sie hat eine leichte Zerrung", erklärt Trainer Karl-Heinz Werle. Die Ärztin habe bescheinigt, dass es Ende der Woche bei der 20-Jährigen wieder mit dem Laufen klappen müsste. So stehe dem Start bei der U23-Europameisterschaft in Tallinn (Estland) Anfang Juli nichts im Weg. Da in Mannheim die deutsche 4x100-Meter-Staffel nicht angetreten ist, stehe auch die erste Aufstellung für Tallinn noch nicht, erklärt Werle. Daher spiele die Zeit von 11,98 Sekunden, "die Sina eher gehumpelt ist", keine so große Rolle.

Stabhochspringerin Kristina Gadschiew kommt nach ihrem Achillessehnenabriss weiter nur schwer in Tritt. In Mannheim belegt die 30-Jährige mit 4,10 Metern Platz zehn. Bei den Frauen setzt sich Alana Boyd (Australien) mit 4,65 Metern durch. Die ehemalige LAZ-Springerin Lisa Ryzih knackt mit 4,55 Metern die Norm für die WM Ende August in Peking.

Felzmann Landesmeisterin

Erfreulicher läuft es für Anna Felzmann bei den Rheinland-Pfalzmeisterschaften. In Saulheim setzt sich die Stabhochspringerin mit der Einstellung ihrer persönlichen Bestleistung von 4,40 Metern bei den Frauen vor Carolin Hingst (TG Nieder-Ingelheim) durch. Sie meistert ihre Einstiegshöhe von 4,10 Metern im zweiten Anlauf, überquert 4,20 und 4,30 Meter gleich im ersten Versuch. Für die Sieghöhe benötigt die 23-Jährige zwei Durchgänge. Die Vereinskolleginnen Salome Schlemer und Natasha Montgomery beenden die Meisterschaften jeweils ohne gültigen Versuch. Jan-Rio Krause belegt bei den Männern mit 4,20 Metern Rang vier. Stabhochspringer Daniel Clemens wird beim MTV Meeting in Ingolstadt mit 5,35 Metern Zweiter hinter Florian Gaul (5,40m, Sindelfingen).