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Erster Auswärtssieg in Saulheim?: Dieses Jahr soll es endlich klappen

Erster Auswärtssieg in Saulheim? : Dieses Jahr soll es endlich klappen

Bei der SG Saulheim konnten die Handballer der VT Zweibrücken in den vergangenen Jahren nie gewinnen – das soll sich ändern.

Für Danijel Grgic und seine Mannschaft geht es an diesem Samstag zur SG Saulheim. Wenn um 18.30 Uhr im Ritter-Hundt-Zentrum die Partie angepfiffen wird, wollen die Zweibrücker Handballer zeigen, dass sie auch in Saulheim gewinnen können. Bislang zeigten sich Jahr für Jahr beide Mannschaften als sympathische Gäste und ließen die Punkte brav zurück. Dieses Jahr soll nun endlich der erste Auswärtssieg gegen Saulheim gefeiert werden.

Um in Saulheim bestehen zu können, muss am Samstag alles optimal laufen. Im letzten Spiel, zu Hause gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen, zeigte sich die Mannschaft um Kapitän Philip Wiese gut erholt von der ersten Saisonniederlage gegen die HF Illtal – zumindest teilweise. Gerade in der Schlussphase der Partie verspielten sie eine Neun-Tore-Führung binnen weniger Minuten. Zwar gewann die Mannschaft am Ende verdient und souverän mit 27:23, aber wegen der schwachen und vor allem hektischen Schlussphase war der Sieg auch wenig berauschend. „Wir haben unüberlegt gehandelt und sind in Hektik verfallen, die überhaupt nicht notwendig war. Vielleicht waren wir uns des Sieges zu sicher“, sagt Lars Scholly. Der junge, hochtalentierte Rückraumspieler sucht noch nach seiner Form. In der Vorbereitung konnte er durchweg überzeugen. Zu Beginn der Saison verhinderte eine längere krankheitsbedingte Pause seine ersten Pflichtspieleinsätze für die VTZ. „Im Moment ist es schwer für mich, mir mehr Spielanteile zu erarbeiten, weil ich nach der langen Pause bislang nicht an meine Form aus der Vorbereitung anknüpfen konnte“, erklärt Scholly.

Das Team von SG-Trainer Rainer Sommer stand vor der Saison wieder vor der schweren Aufgabe, eine leistungsorientierte Mannschaft auf die Beine zu stellen. Die fünf Abgänge, unter anderem Thomas Sterker, wurden durch fünf Neuzugänge ersetzt. Und wieder einmal ist es gelungen, eine starke Mannschaft zu formen, die auch den Favoriten der Liga ein Bein stellen kann. Ein Ausrufezeichen haben sie vor allem mit dem Heimsieg über die bis dahin verlustpunktfreien Illtaler Handballer gesetzt. Wie auch in den Jahren zuvor ist Matthias Konrad der alles entscheidende Spieler in den Reihen der SG. Nicht nur als Torschütze ist er von hoher Bedeutung, sondern vielmehr auch als Anführer und Ballverteiler. In Roman Walldorf und Moritz Schlesinger haben sie zudem zwei herausragende Schützen. „Saulheim ist vor allem aufgrund des haftmittelfreien Spiels sehr unangenehm. Das bedeutet für uns, dass Abschlüsse aus der Distanz schwierig sind“, weiß Scholly über die Schwere der Aufgabe Bescheid. Doch die Zweibrücker Handballer haben bereits bewiesen, dass sie auch ohne Harz eine gepflegte Kugel spielen können. Jetzt gilt es, dies in Saulheim zu beweisen.

Die zweite Mannschaft der Zweibrücker spielt am Samstag, 19.30 Uhr, in der Saarlandliga bei Mitaufsteiger und Spitzenreiter HWE Homburg. Letzte Saison begegneten sich beide Mannschaften noch auf Augenhöhe. Dieses Jahr könnten die Unterschiede kaum größer sein: Während die HWE an der Tabellenspitze steht und bereits schon drei Punkte Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten hat, ist die VTZ II am Tabellenende zu finden. Die HWE um Spielertrainer Thomas Zellmer hat es geschafft, viele ehemalige Homburger Handballer zu einem Wechsel in die Heimat zu bewegen, und hat dadurch einen Kader beisammen, in dem große Teile bereits mindestens RPS-Oberliga gespielt haben. Auch wenn die Verantwortlichen der HWE versuchen, die Erwartungshaltung zu minimieren, war schon vor der Runde klar, dass sie einer der Favoriten auf die Meisterschaft sein werden.

Die VTZ II hingegen konnte die Mannschaft vom letzten Jahr nicht halten und sucht immer noch den Anschluss in der neuen Spielklasse. Sie können zwar immer wieder zeigen, dass sie das Niveau der Liga durchaus mithalten können, müssen sich aber auch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie in den entscheidenden Phasen einer Partie oftmals eine gewisse Routine vermissen lassen. Wer will es ihnen verdenken, wenn man die bisherige Saison sieht. Trotzdem müssen langsam irgendwie die ersten Punkte her, will man die Mission „Klassenerhalt“ nicht schon nach der Hinrunde ad acta legen müssen.

Die dritte Mannschaft der VT will dagegen die Tabellenspitze in der B-Liga Nord verteidigen. Zwar musste die neu formierte Mannschaft vergangenes Wochenende ihren ersten Punktverlust hinnehmen und kam in Merchweiler nicht über ein 25:25 hinaus. Da aber der bisherige Spitzenreiter, die HF Illtal IV, die ersten Minuspunkte hinnehmen musste, sind die Jungs um Spielertrainer Franz Lohrum nun alleiniger Tabellenführer. Am Sonntag ab 16 Uhr geht es gegen den TV Niederwürzbach III darum, die Tabellenführung zu festigen und vielleicht sogar auszubauen.