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Billard-WM: „Diese WM war eine super Erfahrung für mich“

Billard-WM : „Diese WM war eine super Erfahrung für mich“

Billardspieler Sebastian Ludwig vom PBC Altstadt gewinnt zwar nur sein Auftaktmatch, zieht aber dennoch eine positive Bilanz des internationalen Auftritts.

Mit vielen Eindrücken im Gepäck ist Sebastian Ludwig vom PBC Joker Altstadt von den Billard-Weltmeisterschaften im Neun-Ball aus Doha zurückgekehrt. Doha ist die Hauptstadt von Katar und liegt am Persischen Golf. Vor Ort musste der Deutsche im Konzert der Großen gleich gegen einen Lokalmatadoren antreten. Es ging gegen Waleed Majid. Der 30-Jährige hatte bislang international vor allem im Jahr 2009 durch den Gewinn der Joker Club Championship in Kuwait für Aufsehen gesorgt. Allerdings hatte sich Ludwig gut auf den Gegner eingestellt und kam zu einem 9:1-Kantersieg. „Ich hatte mich sehr gut gefühlt und die Tische lagen mir“, kommentierte Ludwig nach seiner Rückkehr den Auftaktsieg.

Dieser Erfolg weckte natürlich die Hoffnungen auf weitere Siege. „Allerdings konnte ich in den beiden folgenden Matches nicht ganz an meine Leistung anknüpfen“, meinte der Deutsche. Zunächst musste er gegen den Griechen Alexander Kazakis ran. Der 26-Jährige konnte im Neun-Ball bereits einige schöne Erfolge feiern. So hatte er sich im März 2010 bei den Herren-Europameisterschaften die Bronzemedaille gesichert. Auch der zweite Platz bei den Austria Open 2013 zählt zu seinen bislang größten Erfolgen. Ludwig und Kazakis lieferten sich ein ganz enges Duell, wobei sich der Grieche letztlich knapp mit 9:7 behaupten konnte. Ludwig trat daraufhin in einer Qualifikationsrunde an und bekam es mit dem Japaner Hayato Hijikata zu tun. Der mittlerweile 31-Jährige war bereits zu Junioren-Zeiten zu Glanzleistungen fähig und musste sich bei den Weltmeisterschaften 2005 erst im Finale Wu Yu-lun aus Taiwan geschlagen geben. Für beide Spieler ging es in diesem Match darum, den Verbleib bei der WM zu sichern. Dieses Duell war an Spannung kaum zu überbieten. Letztlich musste sich der Deutsche dem Japaner denkbar knapp mit 8:9 geschlagen geben und war damit vorzeitig aus dem Turnier ausgeschieden. „Dennoch war diese WM eine super Erfahrung für mich. Ich konnte dabei etwas lernen“, zog Ludwig ein insgesamt zufriedenes sportliches Fazit.

Auch außerhalb der Sporthalle gab es in Doha viel zu entdecken. „Auf der einen Seite gibt es dort prachtvolle Bauten und Wolkenkratzer. Wenn man dann allerdings von einer Hauptstraße abbiegt, denkt man, man sei im Mittelalter gelandet. Und überall wird gebaut“, erzählte Sebastian Ludwig und ergänzte lachend: „Zwar hat uns ein Bootfahrer abgezockt, doch dafür sind wir mit einem Taxi für umgerechnet fünf Euro durch die ganze Stadt gefahren.“