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Aufsteiger muss sich beweisen: Die Vorfreude auf die neue Klasse steigt

Aufsteiger muss sich beweisen : Die Vorfreude auf die neue Klasse steigt

Die VTZ II starten bald als Saarlandliga-Aufsteiger in die neue Saison. Ziel ist der Klassenverbleib.

Etwas mehr als zwei Wochen vor Saisonbeginn steigt auch bei der zweiten Mannschaft der VTZ-Saarpfalz langsam aber stetig die Vorfreude auf die kommende Spielzeit in der Handball-Saarlandliga. Die Mannschaft von Marek Galla konnte letztes Jahr neben der Vizemeisterschaft der Verbandsliga auch den Aufstieg in die höchste saarländische Spielklasse feiern. Mit vier Neuzugängen ging es in die Vorbereitung, die der Trainer bisher durchweg positiv bewerten kann.

„Bisher bin ich mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Die Jungs ziehen super mit und legen auch eine sehr hohe Trainingsbeteiligung an den Tag“, schwärmt Galla und ergänzt: „Auch unsere Neuzugänge haben sich sehr schnell in die Mannschaft integriert und zeigen schon jetzt, dass sie alle eine große Bereicherung für unsere Mannschaft sein werden.“ Mit den vier Neuzugängen wurde der Kader nochmals verjüngt. Neu dabei sind Aaron Braun, Kevin König und Maurice Jung, die allesamt vom letztjährigen Verbandsligameister und Ligakonkurrenten HWE Homburg in die Rosenstadt gewechselt sind, sowie Frank Schillo, der vom Saarlandligameister TV Niederwürzbach zur VTZ kommt.

In den ersten Wochen der Vorbereitung lag der Fokus vor allem auf der körperlichen Fitness. „Wir haben drei Einheiten pro Woche absolviert. Im ersten Teil haben wir uns vor allem auf Kraft, Ausdauer und Koordination konzentriert“, erklärt Galla. Bereits nach wenigen Einheiten stand das erste Trainingsspiel auf dem Programm. Es ging gegen das pfälzische Spitzenteam aus der Pfalzliga, die TS Rodalben um Ex-VTZler Kevin Hauck. Hier merkte man dem Saarlandligaaufsteiger allerdings die harten Einheiten in den Tagen zuvor vor allem in der zweiten Halbzeit an. Am Ende unterlag die VTZ mit 22:32. „Wir haben ganz gut begonnen. Je länger das Spiel allerdings dauerte, umso mehr schwanden verständlicherweise die Kräfte. Trotzdem kann ich sagen, dass ich mit dem Spiel weitestgehend zufrieden bin. Die Jungs haben sich nicht aufgegeben.“

Vorläufiger Höhepunkt der Vorbereitung war ein Kurztrainingslager in der Westpfalzhalle am vergangenen Samstag. „Das war ein toller Tag. Wir hatten vormittags 18 und nachmittags über 20 Jungs im Einsatz, nachdem sich noch ein paar aus der ersten Mannschaft angeschlossen hatten“, sagte Galla. Sportlicher Abschluss war dabei ein Spiel gegen den von Lubos Sak trainierten HB Museldall, der in der zweiten luxemburgischen Liga antritt. Die zweite Mannschaft der VTZ feierte einen hochverdienten 35:20-Erfolg. Beim anschließenden gemeinschaftlichen Essen und Abendprogramm war die Stimmung dementsprechend ausgelassen und locker.

In den verbliebenen knapp drei Wochen geht es an die technisch-taktischen Elemente und das Spiel in der Kleingruppe. „Unser quasi letztes Vorbereitungsspiel ist dann am Sonntag unser Pokalspiel gegen Alsweiler. Danach geht es bereits am 1. September für uns mit dem Heimspiel gegen die SGH St. Ingbert die neuen Saison los“, sagt Galla. Er sehe den Gegner, der sich vor der Saison nochmals gut verstärkt habe, unter den Top fünf.

Angesprochen auf die Ziele für die kommende Runde antwortet der Übungsleiter: „Als Aufsteiger hat man immer erst das Ziel, in der Liga zu bleiben. Es wird eine verdammt harte Runde. Ich glaube, dass es gerade im Abstiegskampf eine so spannenden Saison werden könnte wie noch nie.“ Zwei Drittel der Liga lägen vom Niveau her so eng beisammen, dass hier häufig die Tagesform über Sieg und Niederlage entscheiden würde. Wichtig sei, „dass wir die gute Stimmung und den Teamgeist, die wir uns letzte Saison erarbeitet und bislang beibehalten haben, über die gesamte Runde mitnehmen können“. Besonders der Rundenstart spielt für den Trainer eine entscheidende Rolle. Denn steckt man erst mal im Keller fest, wäre es schwer dort wieder rauszukommen.

Wie in den vergangenen beiden Jahren, wird der Kampf um die Meisterschaft wohl auch diese Saison nur über den TV Niederwürzbach gehen. Dahinter lauern aber schon Mannschaften wie der HC Dillingen/Diefflen, die HSG Nordsaar, aber auch die HSG TVA/ATSV Saarbrücken oder der mit ehemaligen RPS-Liga-Spielern gespickte Aufsteiger aus Homburg.