Die Vizemeisterschaft gefeiert

Eine kleine Schwächephase zu Beginn des Jahres hat die Handballfrauen des SV 64 Zweibrücken die Meisterschaft in der RPS-Oberliga gekostet. Bis zum Schluss liefen sie einem Ein-Punkt-Rückstand gegenüber Meister TSV Kandel hinterher.

Für die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken hat es im Saisonendspurt der RPS-Oberliga nicht gereicht. Tabellenführer TSV Kandel, der sich in der Ignaz-Roth-Halle noch ein 31:31-Unentschieden nach einem 29:31-Rückstand erkämpfte, gab sich bei der GSG Wittlich keine Blöße. Mit dem 30:28-Sieg beim Tabellenvierten verteidigte der Spitzenreiter mit 43:9-Zähler den Ein-Punkt-Vorsprung vor der Mannschaft von Trainer Martin Schwarzwald. Die Zweibrückerinnen müssen sich bei 42:10 Punkten und einem um 43 Tore besseren Torverhältnis mit der Vizemeisterschaft trösten. "Ich bin natürlich stolz auf die Mädels", betonte der SV-Trainer am Samstagabend zufrieden, nachdem seine Mannschaft mit 47:18 (26:16) gegen den Absteiger TV Hauenstein in der Ignaz-Roth-Halle gewonnen hatte.

In der Anfangsphase der Begegnung präsentierten sich die SV-Frauen zunächst noch unkonzentriert. So verdiente sich in den Anfangsminuten Marita Haberland im Hauensteiner Tor gute Noten, obwohl sie bereits über 60 Jahre ist.

Führung locker ausgebaut

Nach dem 3:2-Zwischenstand zielten die SV-Frauen dann allerdings wesentlich besser. Immer wieder gelang es dem Tabellenzweiten, in der Abwehr Bälle zu erkämpfen und über eine 7:4-Führung durch eine Neuner-Serie auf 16:4 wegzuziehen. Eine Vorentscheidung war bereits zur Pause gefallen, als die Zweibrückerinnen bereits uneinholbar mit 26:6 vorne lagen. Die Moral der Gäste war bei aller Gegenwehr der Hauensteinerinnen gegen die drohende Niederlage damit gebrochen.

Im zweiten Durchgang geriet der Sieg in keiner Phase in Gefahr, obwohl der SV-Trainer insbesondere den Spielerinnen aus der zweiten Reihe viele Spielanteile gewährte. So konnten sich schließlich mit Ausnahme der noch B-Jugendlichen Lara Schlicker auch alle Zweibrücker Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen.

Den 47:18-Heimsieg feierten die Gastgeberinnen entsprechend, obwohl drei Stunden später dann die Nachricht aus Wittlich vom Sieg des Tabellenführers eintrudelte.

Der neue Meister und Aufsteiger in die Dritte Liga profitierte vor allem von einer Schwächephase der Zweibrückerinnen zu Beginn des Jahres. Da verspielten die SV-Mädels ihre hervorragende Ausgangslage als Herbstmeister durch die Auswärtsniederlage in Mundenheim und das Unentschieden gegen Kandel. Anschließend ließen sie die einzige Heimniederlage gegen den HSV Püttlingen folgen. Danach spielten sie wieder souverän, liefen aber bis zum Schluss dem knappen Rückstand hinterher. Vergeblich hofften die Zweibrückerinnen auf einen Ausrutscher der Kandeler.

Allerdings ist auch der zweite Platz in dieser starken RPS-Oberliga beachtlich und gleichzeitig eine Bestätigung für die gute Aufbauarbeit, die der SV 64 auch im weiblichen Bereich betreibt.

Zum Thema:

Auf einen BlickSV 64: Daphne Huber und Jana Specht (2. Hz.) im Tor - Joline Müller 11/2, Elisa Burkholder 7, Marion Weick 7, Annika Schlegel 6/1, Anne Wild 5, Sarah Witzgall 3, Katharina Koch 2, Laura Witzgall 2, Ina Sohns 2, Janina Gauf 1/1, Katharina Handermann 1, Lara Schlicker. cg