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Handball-Saarlandliga: Die „Handball-Mamas“ gaben beim SV 64 II den Ton an

Handball-Saarlandliga : Die „Handball-Mamas“ gaben beim SV 64 II den Ton an

Die Reserve der SV 64-Damen spielte eine makellose Saison und ist nach dem Abbruch nun offiziell Meister. Eine Liga hoch geht es für die Löwinnen jedoch nicht.

Der Handball Verband Saar hat die laufende Saison aller Aktiven-Mannschaften unterhalb der Oberliga für beendet erklärt. Die Abschlusstabelle sorgte im Lager der Löwinnen für große Freude, denn somit ist die zweite Damenmannschaft des SV 64 Zweibrücken punktverlustfrei Meister in ihrer Liga.

Die Oberligareserve der Zweibrücker Löwinnen spielte in der höchsten saarländischen Liga eine Saison ohne Makel. Mit 34:0 Punkten dominierten sie die Tabelle nach Abbruch der Saison klar. Allerdings können die Schützlinge von Trainer Christian Buchner nicht in die Oberliga aufsteigen, da dort die erste Mannschaft der 64er spielt. Das Regelwerk sieht vor, dass nicht mehr als eine Mannschaft eines Vereines in derselben Liga spielen darf. Anstelle der Zweibrückerinnen werden die Handballerinnen der HSG TVA/ATSV Saarbrücken aufsteigen, die den zweiten Platz belegten.

Sehr zur Freude der Vereinsverantwortlichen haben nicht weniger als acht ehemalige Regionalligaspielerinnen des SV 64 in der Oberligareserve ihre sportliche Heimat gefunden. Unter Axel Koch und Dunja Bullacher spielten sie mehrere Jahre in der dritthöchsten deutschen Spielklasse und gaben in dieser Saison ihr Können und Wissen gerne an ihre deutlich jüngeren Mannschaftskameradinnen weiter.

Dass die heutigen Mütter, die allesamt zwischen dreißig und vierzig Jahre alt sind, ihr Handwerk nicht verlernt haben, mussten einige hochgehandelte Konkurrenten schmerzhaft erfahren. Denn vor allem in den Spitzenspielen lief die Kombination von „Alt“ und „Jung“ zu Hochform auf und deklassierte ihre Gegner. Kein Wunder also, dass auch der Trainer der ersten Frauenmannschaft, Rüdiger Lydorf, in der Vergangenheit immer wieder die Dienste der erfahrenen Spielerinnen wie Katrin Hoffmann, Nadine Zellmer oder Katharina Koch in Anspruch nahm.

Meistertrainer Christian Buchner ist besonders stolz auf seine Mädels – hätte sich im Drehbuch aber gerne einen besseren Schluss gewünscht: „Es war zwar mit dem Abbruch der Saison alles etwas komisch, aber wir haben uns trotzdem alle gefreut. Wir sind sehr stolz auf dieses „zu Null“. Das ist schon was Besonderes.“