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Deutsche Fechtmeisterschaften abgesagt. 13 Fechter der VT Zweibrücken qualifiziert.

Fechten : Statt DM nun Training in den eigenen vier Wänden

13 Fechter der VT Zweibrücken hatten sich einen Startplatz für die nationalen Meisterschaften der verschiedenen Altersklassen erkämpft. Wegen der Coronakrise wurden diese nun jedoch abgesagt.

Auf den Jubel folgte nun die Enttäuschung. Erfolgreich waren die Fechter der VT Zweibrücken nach den Sommerferien 2019 in die Wettkampfsaison gestartet. Und nachdem im Vorjahr sieben VTZ-Musketiere in den verschiedenen Altersklassen einen Startpatz für die deutschen Meisterschaften erkämpft hatten, hat sich durch gute Auftritte bei den bisherigen internationalen Ranglistenturnieren und Titelgewinnen bei Meisterschaften diese Quote des Vereins sogar noch erhöht. 13 VTZ-Fechter hatten die Vorgabe des Südwestdeutschen Fechtverbandes für die DM erfüllt.

Die Ranglistenerste Charlotte Buchholtz wäre bei den Aktiven/Senioren, der U20 und U17 jeweils mit dem Florett im Einzel startberechtigt. Zusammen mit Renja Rubel und Nele Engelmann bildet sie zudem ein Team in den drei Altersklassen. Die Ranglistenzweite Renja Rubel wollte zusätzlich die Möglichkeit nutzen, ihr DM-Einzeldebüt bei den U17- und U20-Florett-Amazonen zu erleben. Svenja Voigt wollte wie 2019 mit dem Degen bei den Aktiven/Senioren ihren Einsatz wiederholen. Erneut qualifizierte sich Linkshänder Emil Knerr mit dem Florett für das nationale Kräftemessen der U20. Seiner DM-Premiere fieberte der Ranglistenerste des Verbandes, Fynn Lehner, mit dem Florett bei der U13 entgegen. Auch Abteilungsleiter und Trainer Volker Petri, 2019 DM-Bronzegewinner der Altersklasse 70, sowie dessen Sohn Tobias Petri, Vojahresneunter der AK 40 und EM-Teilnehmer, wollten die Farben der VTZ bei der Senioren-DM vertreten. Doch die Coronavirus-Pandemie macht die Hoffnung all dieser Athleten vorerst zunichte. Nach der Freude über die Teilnahme an den Titelkämpfen wollten die VTZ-Fechter sich durch hartes Training mit guten DM-Auftritten belohnen. Doch daraus wird so schnell nichts. Nachdem der Deutsche Fechter-Bund die ersten deutschen Meisterschaften der Senioren/Veteranen am 17./18 April in Bad Dürkheim mit mehr als 350 Startern in den drei Waffen Florett, Degen und Säbel abgesagt hatten, wurden alle Fechtturniere im In- und Ausland aller Kategorien abgesagt oder verlegt. Damit auch die deutschen Meisterschaften der Aktiven und des Nachwuchses.

Auf die Chance, die allerersten Turniere zu bestreiten, muss auch der jüngste VTZ-Nachwuchs warten. Nach bestandener Turnierreife wollten die U9-Kämpfer Mia Eve Paul, Emma Rossbach, Aaron Strickler, Flynn Wilhelm, Luca Zunino sowie U13-Fechterin Clara Wahlheimer beim internationalen Youngster- Turnier in Klarenthal ihren ersten Wettkampf bestreiten. „Doch wir können es alle ja nicht ändern. Die Gesundheit ist nun mal das wichtigste“, betont Volker Petri.

Obwohl derzeit das Training Mann gegen Mann nicht möglich ist, gibt der VTZ-Trainer seinen Athleten den Tipp, zuhause mit einem selbstgefertigten Stoßkissen seine Treffsicherheit im Nahkampf, mit mittlerem und weitem Abstand zu vertiefen. Alle Fechter wüssten, dass ein erfolgreicher Wettkampf nur mit stets trainierter Reaktionsvermögen, Schnelligkeit, Disziplin, Konzentration, Kondition, aber eben vor allem Gesundheit zu bewältigen ist.