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Deutliches Signal an die Konkurrenz

Deutliches Signal an die Konkurrenz

Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken holen im Abstiegskampf zwei wichtige Punkte bei der HSG Marpingen/Alsweiler.

Mit den Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken darf im verbleibenden Saisonverlauf der RPS-Oberliga wieder gerechnet werden. Obwohl es am Tabellenende weiterhin eng zugeht und die einzelnen Ergebnisse bestätigen, dass fast jeder auch die Spitzenmannschaften schlagen kann, haben sich die Zweibrücker Löwinnen seit der Weihnachtspause etwas freigespielt und ordentlich Punkte gesammelt.

Der überraschend deutliche 32:25 (14:10)-Auswärtssieg am Samstagabend bei der HSG Marpingen/Alsweiler war nicht nur Bestätigung der zuletzt deutlich verbesserten Spielweise. Es war ein Sieg des Willens der Zweibrücker Frauenmannschaft, die über 60 Minuten lang sehr konzentriert agierte und sich durch diesen Erfolg nicht nur für die Hinspielniederlage revanchierte, sondern auch für die klare 18:36-Niederlage vor vier Wochen im Viertelfinale des Pokalwettbewerbes, als die SVlerinnen zu einer ganz frühen Anwurfzeit berufsbedingt nur deutlich ersatzgeschwächt antreten konnten.

Schon dort war allerdings klar, dass das Meisterschaftsspiel das wesentlich wichtigere sein würde und dass man nach der völlig zerfahrenen Hinrunde im Abstiegskampf auch in fremden Hallen Punkte sammeln müsste.

"Ich bin richtig stolz auf die Mädels", war SV-Trainer Rüdiger Lydorf nach Spielende dann auch rundum zufrieden. Durch den klaren Auswärtssieg der Zweibrücker Löwinnen sind die "Marpinger Moskitos" nun ebenfalls in den Abstiegskampf verwickelt, denn momentan trennt die beiden mit 11:21-Punkten auf den Plätzen zehn und elf liegenden Teams lediglich der zugunsten Marpingens ausfallende bessere direkte Vergleich. Die Marpinger Frauen hatten das Hinspiel in Zweibrücken deutlich mit 27:18 gewonnen. Da allerdings standen die SVlerinnen sichtlich unter Schock, war es doch das Spiel, in dem sich Lucie Krein den Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Mit dem erkennbar gesteigerten Selbstvertrauen, bedingt auch durch die 7:3-Punkte aus den letzten fünf Spielen, ist die Lydorf-Truppe in das Derby gestartet. Dabei war auch wieder erkennbar, welche Fortschritte die SV-Mädels im Laufe dieser Saison, die doch schon so manche unliebsame Überraschung gebracht hatte, gerade in der Defensive gemacht haben. "Heute waren beide Torhüterinnen gut und unsere Abwehr war von Anfang an hellwach", lobte Lydorf. Außerdem gelang es den SV-Frauen gut, die Situation mit dem siebten Feldspieler zu lösen. Marpingens Trainer Jürgen Hartz hatte erwartungsgemäß auch in diesem Spiel diese taktische Variante immer wieder einmal genutzt.

Zunächst blieb die Begegnung allerdings eng und umkämpft, obwohl sich die SV-Truppe bereits Mitte der ersten Hälfte leichte Vorteile erspielen konnte, nach dem 6:5 zum 9:6-Zwischenstand wegzog. Weil der Zweibrücker Rückraum in der Besetzung Katharina Koch, Anne Wild und Levke Worm das Spielgeschehen an sich riss und in der Lage war, der Begegnung den eigenen Stempel aufzudrücken. Beim Stande von 14:10 wurden die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhten die SV-Frauen die eigene Führung sogar auf fünf Tore, ehe die Gastgeberinnen in der 40. Spielminute nochmal auf 15:18 heran kamen. Jetzt war es Ina Sohns, die sich erneut als nervenstarke Siebenmeterschützin präsentierte, die mit dem Treffer zum 19:15 einen Zweibrücker Zwischenspurt einleitete, der sieben Minuten später beim 25:18-Zwischenstand eine Vorentscheidung brachte.

Denn dieser Zwischenspurt war letztlich spielentscheidend. Die aufmerksamen Zweibrückerinnen, die von Anfang an die stärkere Mannschaft waren, kontrollierten nun Gegner und Spielgeschehen und gewannen letztlich auch in dieser Höhe verdient mit 32:25.

"Wir haben heute unsere Fehlerquote sowohl im Abschluss als auch hinsichtlich der technischen Fehler deutlich zurück gefahren", hatte Lydorf einen ganz wesentlichen Faktor für den klaren Auswärtssieg seiner Frauen ausgemacht.

Am kommenden Sonntag steht nun das wichtige Heimspiel gegen den Vorletzten TV Moselweiß auf dem Programm. Durch einen weiteren Heimsieg könnten sich die Zweibrückerinnen weiter vom Tabellenende lösen.