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Deutlicher Weckruf für die Hornets

Deutlicher Weckruf für die Hornets

Eishockey-Regionalliga: Zweibrückens Trainer Tomas Vodicka ärgert sich bei 1:9-Klatsche in Heilbronn über fehlenden Teamgeist.

Ihre perfekte Ausgangsposition haben die Hornets aus der Hand gegeben. Durch die überraschend deutliche 1:9 (0:4/1:2/0:3)-Klatsche bei den Eisbären Heilbronn hat der EHC Zweibrücken die Spitzenposition der Eishockey-Regionalliga Südwest an den Gegner abgeben müssen (wir berichteten). Somit hat der amtierende Meister nun alle Chancen, als Tabellenführer mit den besten Voraussetzungen aller vier qualifizierten Teams in die Playoffs gehen zu können. Ein Punkt aus dem letzten Hauptrundenspiel würde dem Team reichen. Die Hornets hingegen müssen auf einen Ausrutscher des Kontrahenten hoffen.

Sie selbst leisteten sich diesen am Sonntagabend. Mit nur zehn Feldspielern und zwei Torhütern angereist, waren die Zweibrücker in Heilbronn chancenlos. "Es hat aber nicht daran gelegen, dass wir nur mit einem kleinen Team bei den Eisbären zu Gast waren", erklärte Hornets-Coach Tomas Vodicka unzufrieden. Schon häufiger in dieser Runde sei seine Mannschaft mit nicht mehr als zwölf Spielern angetreten, und doch habe sich seine Mannschaft in diesen Fällen ganz anders präsentiert. "Der Fehler lag in den Köpfen der Spieler. Ich habe es schon häufiger gesagt: Wenn mann nicht wie eine Mannschaft spielt, dann kann man auch nicht gewinnen", ärgerte sich der Coach. Da bringe es auch überhaupt nichts, die besten Spieler der Liga in den eigenen Reihen zu haben.

Bereits nach dem ersten Drittel lagen die Zweibrücker am Sonntagabend mit 0:4 zurück. Nur im zweiten Abschnitt konnten die Hornets mit den starken Gastgebern mithalten, die in Goalie Markus Nachtmann einen starken Rückhalt hatten. Er vereitelte einige Zweibrücker Chancen, etwa durch Frederic Hellmann und Tom Tracy. Dem Amerikaner gelang im zweiten Drittel in Unterzahl der einzige Hornets-Treffer des Abends zum 1:6 (32.). Zuvor war Zweibrückens Schlussmann Marcel Kappes mit Spieldauer-Disziplinarstrafe vom Eis geflogen, weil er sich nach dem sechsten Gegentreffer nicht mehr beruhigen konnte. Doch im letzten Drittel ließ Heilbronn den Hornets keine Chance mehr und fegte die Gäste regelrecht vom Eis. Ein deutlicher Weckruf für die Zweibrücker, der vielleicht gerade noch zur rechten Zeit kam. "Bis zu den Playoffs haben wir jetzt Zeit, die Mannschaft wieder zusammenzubekommen", sagte Vodicka, der nicht mehr wirklich daran glaubt, dass die Heilbronner Platz eins am letzten Hauptrundenspieltag gegen Stuttgart nochmal verlieren werden. Die Hornets selbst bekommen es mit dem Schwenninger ERC zu tun. "Klar will jeder als Spitzenreiter in die Playoffs gehen, aber jetzt müssen wir uns vor allem auf den dortigen Gegner - wahrscheinlich Eppelheim - konzentrieren", blickte Vodicka bereits auf den Playoff-Start in zwei Wochen voraus. Wichtig sei es, dass die Hornets auch als Tabellenzweiter im Halbfinale vom Heimrecht profitieren könnten, sollte es in der Best-of-three-Serie zu einem dritten Spiel kommen. So seien die Chancen gut, das nächste Ziel "Playoff-Finale" auch zu erreichen.

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