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Deutliche Heimniederlage für Erbacher Ringer

Deutliche Heimniederlage für Erbacher Ringer

Die Ringer der KSG Erbach haben am Wochenende gegen den Tabellenzweiten NVA Nackenheim eine Überraschung verpasst: Am Ende stand in eigener Halle eine deutliche 10:27-Niederlage.

Klar mit 10:27-Punkten haben sich die Ringer der KSG Erbach in ihrem Heimkampf gegen den Tabellenzweiten der Oberliga Südwest NVA Nackenheim in der Sporthalle der Luitpoldschule Erbach geschlagen geben müssen. "Nur bei ganz optimalem Kampfverlauf wäre da was machbar gewesen", erklärte der KSG-Vorsitzende Harald Widmann.

Dabei dachte er auch an den Kampf seines Sohnes Fabian. Der 16-jährige Schüler lag in seinem Kampf gegen den Nackenheimer Ahmaed Al-Faraj in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm Griechisch/Römisch mit 2:6 in Rückstand - und wenig später auf den Schultern. "Das war schon richtig, dass du etwas riskiert hattest", meinte Vater Widmann zu seinem Sohn Fabian, dem die Enttäuschung über diese Niederlage anzusehen war. Nachdem auch Felix Masser (Freistil bis 86 Kilogramm) gegen Yordan Kungalov nach 2:26 Minuten eine Schulterniederlage kassierte, führte Nackenheim schon mit 8:0. Erbach bekam kampflos die Punkte in der Klasse bis 130 Kilogramm Freistil , weil Nackenheims Michael Diedrich keinen Kampfpartner stellen konnte. Steven Pirrung machte seine Sache in der Klasse Freistil bis 57 Kilogramm für die KSG Erbach gegen den Nackenheimer Gino Steinbach sehr gut. Nach 1:30 Minuten lag Steinbach geschlagen auf der Schulter. Erbach hatte zum 8:8 ausgeglichen.

Den letzten Kampf vor der Pause gaben die Erbacher aber ab. Roman Meier (Griechisch/Römisch bis 98 Kilogramm) musste sich 41 Sekunden vor dem Kampfende gegen Thomas Helbing geschlagen geben. Eine unnötige Niederlage für die KSG Erbach , denn Masser lag zum Zeitpunkt seiner Schulterniederlage mit 12:5 nach Punkten klar vorne.

KSG-Ringer Julian Klemann (Griechisch/Römisch bis 61 Kilogramm) merkte man die längere Verletzungspause gegen Kahled Al Faraj an. Er musste sich schon nach 42 Sekunden mit einer Schulterniederlage verabschieden. Marco Dostert (Griechisch/Römisch bis 75 Kilogramm) hatte gegen den Gästeringer Alexander Forsch bei seiner 2:13-Niederlage keine Chance. Maik Stricker (Freistil bis 66 Kilogramm) lieferte sich gegen den Nackenheimer Butuhan Dindar den besten Kampf des Abends, der völlig offen mit vielen Wertungen von beiden Ringern war. Stricker führte nach 5:19 Minuten mit 16:15, lag aber dann plötzlich auf der Schulter. Statt eines möglichen Punktes für Erbach gab es dann vier Zähler für Nackenheim.

Nachdem Erbach kampflos die Punkte in der Klasse bis 66 Kilogramm Griechisch/Römisch an die Gäste abgeben musste (Stammringer Rinoldo kann wegen eines Bandscheibenvorfalls in dieser Saison nicht mehr auf die Matte), sorgte Philipp Degel (Freistil bis 75 Kilogramm) mit einem klaren 10:3-Punktsieg gegen Danilo Bauer wenigstens noch für zwei Punkte für die KSG Erbach zum 10:27.