Derbyzeit am Hornbachstaden

Zum vierten Mal innerhalb von fünf Monaten kommt es zum Landesliga-Rückrundenstart am Samstag zum Stadtderby zwischen den VBZ und dem TSC. Vom Derbyfieber will sich aber nicht jeder anstecken lassen.

"Am 12. November zählt's. Wenn wir heute verlieren, ist das nicht so schlimm. Wichtig ist es am 12. November." Diese Sätze sind seit einigen Wochen am Hornbachstaden oder am Wattweiler Berg zu hören. Die Anhänger der VB Zweibrücken und des TSC fiebern dem Lokalderby am Samstag, 15 Uhr, entgegen.

Dabei ist es bereits das vierte Aufeinandertreffen der beiden Stadtrivalen binnen fünf Monaten. Am 19. Juli gewann der TSC bei der Stadtmeisterschaft in Mittelbach 6:2. Am 30. Juli eroberten die VBZ mit einem 2:1-Sieg vor über 1000 Zuschauern zum Auftakt der Landesliga-Runde den Wattweiler Berg. Der TSC nahm bereits am 17. August mit dem 3:1-Sieg im Verbandspokal am Hornbachstaden vor 600 Zuschauern Revanche. Am Samstag also zum Vierten.

Das "Derbyfieber" im Umfeld spürt auch VBZ-Trainer David Schwartz. Wenngleich er davon weniger infiziert sei. Ihn plagen mehr die Auswirkungen einer Erkältung. "Aber das Derby möchte ich auf jeden Fall gewinnen", sagt auch Schwartz. "Zumindest nicht verlieren", fügt er gleich hinzu. Nach der guten Hinrunde mit 24 Punkten liege die Mannschaft trotz der personellen Probleme voll im Plan. Deshalb könne die Mannschaft etwas unbeschwerter ins Spiel gehen. "So weit das geht." Denn er hofft, dass viele Zuschauer kommen. "Das ist dann schon was Besonderes." Wie man ein Derby gewinnen kann, weiß Schwartz. "Aber es kommt bei einem solchen Spiel auf vieles an." Die Tagesform oder das nötige Quäntchen Glück. Dabei muss Schwartz auf den wichtigen Mittelfeldspieler Jan Brödel verzichten.

"Ich bin froh, wenn das Spiel vorbei ist und wieder der Alltag einkehrt", sagt TSC-Trainer Sanel Nuhic. Das viele Drumherum lässt ihn an ein Zweitliga-Spiel denken. "Das ist aber nur ein Landesligaspiel." Er würde sich auch über einen Sieg freuen. "Aber ich habe mich auch schon über die drei Punkte in Hohenecken riesig gefreut." Mit dem 3:2 am Sonntag beendete der TSC eine Negativserie. "Die Jungs haben gemerkt, dass sie auch gegen ein Spitzenteam in Unterzahl gewinnen kann."

Nach den vielen Aufeinandertreffen wisse seine Mannschaft, was auf sie zukommt. "Vielleicht können wir die VBZ ja überraschen", meint Nuhic. Aber die Spieler müssten es auch umsetzen in dem Spiel, aus dem mehr gemacht wird, als es ist. "Es bleibt immer noch nur ein Spiel."

Dabei sorgen die VBZ mit einem Zelt neben dem Sportplatz dafür, dass es eine besondere Begegnung ist. Wobei die VBZ trotz der für 20 Euro erhältlichen Eingangsbändchen für das ab 14 Uhr geöffnete Zelt den Ausdruck Vip-Zelt vermeiden wollen. Im Preis sind neben Eintritt auch Getränke und ein rustikales Buffet enthalten.