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Der VTZ fehlen in Saulheim „die letzten paar Prozent“

Der VTZ fehlen in Saulheim „die letzten paar Prozent“

Mit leeren Händen kehrten die Handballer der VTZ-Saarpfalz vom Auswärtsspiel bei der SG Saulheim zurück. Der Zweibrücker Trainer Mirko Schwarz fand, dass beim 25:29 (11:12) gegen den Fünften mehr drin gewesen wäre.

Die Handballer der VTZ haben sich in ihrem Gastspiel bei der SG Saulheim die erste Niederlage des Jahres eingehandelt. Mit 25:29 (11:12) mussten sie sich dem Favoriten geschlagen geben, der den fünften Platz in der Oberliga-PRS gefestigt hat. Der enttäuschte VTZ-Trainer Mirko Schwarz sah seine Mannschaft sehr kämpferisch, aber leider auch oft zu undiszipliniert und schläfrig. "Saulheim hat verdient gewonnen. Aber es ist schade zu wissen, dass mehr drin gewesen wäre, um hier was Zählbares mitzunehmen. Leider haben die letzten paar Prozent heute in wichtigen Phasen gefehlt", sagte Schwarz.

Die VTZ, die ohne ihren Abwehrspezialisten Tomas Marusak, der wegen Grippe nicht einsatzfähig war, antreten musste, brauchte lange, um in die Partie zu finden. "Am Anfang war das schon fast grausam im Angriff. Nichts wollte so wirklich gelingen. Unsere Würfen waren leider gerade am Anfang zu unkonzentriert, und wir haben es verpasst, uns für den Aufwand zu belohnen", analysierte Schwarz. Trotzdem war es zu Beginn ein ausgeglichenes Spiel. Bis zum 3:3 war noch alles im Lot für die VTZ-Handballer. Dann aber drehten die Gastgeber aus Saulheim auf und zogen auf 9:4 davon. Ein Debakel schien sich anzubahnen - nichts wollte so wirklich gelingen. Doch die Mannschaft fing sich wieder und verkürzte bis zum Halbzeitpfiff auf 11:12.

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte die VTZ die Partie noch offen halten und sogar ihrerseits mit 14:13 in Führung gehen. In der Folge übernahmen dann doch wieder die Hausherren das Kommando. Die Zweibrücker um Kapitän Philip Wiese, der mit sechs Treffern am Ende erfolgreichster Torschütze der VTZ war, gaben alles und kämpften um jeden Ball, ließen aber hier und da zu viel liegen oder leisteten sich unnötige Aussetzer. Mal wurden klarste Chancen liegen gelassen, mal agierte man zu schläfrig in der Abwehr, die aber ansonsten gute funktionierte. "Wir hatten leider zu oft kleinere Aussetzer in der Abwehr, die es den Saulheimern zu leicht machten zu Toren zu kommen. Auch unsere Torhüter kamen heute nicht so ins Spiel, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich mache ihnen aber hier keinen Vorwurf, da einfach zu viele Würfe zu frei und ohne Bedrängnis auf ihr Tor kamen", erklärte Schwarz und führte aus: "Im Angriff haben wir zu viel den Weg durch die Mitte gesucht. Unsere Außenspieler hingen zu sehr in der Luft und bekamen kaum Bälle. Das hat es dem Gegner in der Verteidigung natürlich etwas leichter gemacht." Die Gastgeber der SG Saulheim zogen über 21:18 auf 26:21 davon. Auch der taktische Schachzug mit Linksaußen Max Ulbrich auf der Rückraum Mitte, der eine ordentliche Leistung bot, sollte nicht die erhoffte Wende bringen. Zwar konnte die VTZ nochmal auf 25:27 verkürzen, doch es sollte zum Punktgewinn nicht mehr reichen. Die VTZ verlor am Ende mit 25:29 und stand mit leeren Händen dar.

"Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Es war heute nicht unser Tag. Viele Kleinigkeiten haben ein besseres Ergebnis zunichte gemacht. Die Jungs haben aber alles gegeben und gezeigt, dass sie mehr wollen, was aber gestern einfach nicht sein sollte", so Schwarz.

Für die VTZ spielten Peter Pcola, Philipp Serr im Tor; Philip Wiese 6, Raimonds Trifanovs 5, Max Ulbrich 5, Alexey Wetz 4, Martin Mokirs 2/2, Sven-Malte Hoffmann 1/1, Maurice Kaufeld 1, Mathias Mohn 1, Daniel Thum und Marco Gubisch.