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Der SV Martinshöhe schafft den Sprung in die Fußball-A-Klasse Süd

Aufsteiger : SVM musste nicht aufsteigen – aber er tat es

Der SV Martinshöhe schafft den Sprung in die Fußball-A-Klasse Süd. Auch weil er nach Rückschlägen immer wieder große Moral zeigte.

Nach Platz vier in der Saison 2018/19 liebäugelten die Verantwortlichen des SV Martinshöhe in der vergangenen Spielzeit schon ein wenig mit dem Aufstieg in die A-Klasse. „Wir haben aber keinen Druck auf die Mannschaft ausgeübt. Der Wunsch war da. Klar. Aber es war kein Muss“, betont SVM-Spielleiter Kay Schley. Trainer Michael Munzinger und die Mannschaft hätten sich „vorne mitspielen“ zum Ziel gesetzt, sagt Schley. Und das hätten die Jungs auch umgesetzt. So steigt der SVM – nach der Quotientenregelung als Zweiter der B-Klasse – in die A-Klasse auf.

Daran hätte die Mannschaft vom ersten Training im Sommer 2019 auch hart gearbeitet. „Die Trainingsbeteiligung war sensationell“, äußert sich der Spielleiter überschwänglich über das Engagement. „Da waren oft weit über 20 Spieler im Training.“ Die körperliche Fitness habe sich dann in vielen Spielen ausgezahlt. „Wenn die Gegner müde wurden, konnten wir noch eine Schippe drauflegen. Das hat dann oft den Ausschlag gegeben“, nennt Schley einen Grund für den Erfolg.

Zur Fitness kam auch noch die „sehr starke Abwehr“ hinzu, wie der Spielleiter sagt. So kassierte Martinshöhe in 19 Spielen lediglich 15 Gegentore. Aus der sicheren Defensive wurde dann ruhig nach vorne gespielt. „Und da haben wir mit Andreas Schneider und vor allem Jonas Schmidt zwei Granaten“, schwärmt Schley von seinen Stürmern. Schneider traf zwölf Mal und Schmidt, der Top-Torjäger der B-Klasse, 30 Mal in 18 Spielen. „Das ist überragend“, so Schley.

Mit einem 9:0-Sieg gegen Petersberg II startete Martinshöhe in die Saison. Die Munzinger-Elf musste dann aber im zweiten Spiel mit der 0:1-Heimniederlage gegen Hornbach einen Dämpfer verkraften. „Das haben die Jungs aber weggesteckt“, lobt Schley. Die Mannschaft habe sich in der Folge zuerst gefestigt und dann gesteigert. Die nächsten sechs Spiele gewann Martinshöhe. Darunter auch das Auswärtsspiel gegen „die immer starken Althornbacher (4:1)“, erinnert sich der Spielleiter.

Bis zum Ende der Rückrunde musste Martinshöhe allerdings noch Rückschläge wie die Unentschieden gegen Hermersberg und Stambach oder die 0:1-Niederlage beim TSC Zweibrücken II hinnehmen. „Die Niederlage hat schon weh getan“, gesteht Schley. Aber auch danach sei die Mannschaft „wieder aufgestanden“. Wie schon im Spiel gegen Stambach als man nach einem 0:2-Rückstand noch ein 4:4 schaffte.

Oder noch mehr beim 5:4-Sieg im November beim SV Hornbach. „Da haben wir 0:2 und 2:4 zurückgelegen und das Spiel noch gedreht.“ Für Schley waren dieser Sieg und der 3:0-Erfolg am 8. Dezember gegen den Konkurrenten und jetzigen Mitaufsteiger Thaleischweiler die „Knackpunkte“ für den Aufstieg. „Aus den Spielen haben wir viel Moral mitgenommen.“ Deshalb ist sich Schley sicher, dass die Mannschaft den Aufstieg auch dann geschafft hätte, wenn die Saison regulär zu Ende gespielt worden wäre. Der SV Martinshöhe durfte wie alle anderen Mannschaften nur noch einmal ran. Am 8. März trennte sich die Elf um Spielertrainer Munzinger mit 0:0 von Weselberg II.

„Die A-Klasse wird jetzt superschwer“, blickt der Spielleiter auf die kommende Saison, deren Starttermin noch nicht feststeht, voraus. Derzeit seien die Verantwortlichen dabei, Spieler nach Martinshöhe zu locken. In Corona-Zeiten sei das „schwieriger“ als in den zurückliegenden Jahren, berichtet der langjährige Vereinsverantwortliche. In der kommenden Runde sei dann der Klassenerhalt das Ziel. Dabei hofft Schley, dass die Mannschaft „den Aufstiegsschwung“ mit in die A-Klasse nimmt. „Wenn wir unsere Pferdestärken auf den Platz bringen – dann schaffen wir das auch.“