Der letzte fehlende Schritt

Jeder Erfolg braucht viele einzelne Schritte. Einen großen haben die Zweibrücker Hornets am vergangenen Wochenende mit dem Einzug ins Playoff-Endspiel der Eishockey-Regionalliga gemacht. Ein weiterer fehlt der Mannschaft von Trainer Tomas Vodicka zum großen Traum von der Meisterschaft.

Nach der bitteren Heimpleite im ersten Halbfinale der "Best-of-three-Serie" gegen Eppelheim habe ich - ganz ehrlich - nicht daran geglaubt, dass der EHCZ die Wende noch schaffen würde. Nicht, weil die Qualität im Kader nicht ausreichend wäre. Denn die ist zweifelsohne da. Weshalb es ja grundsätzlich auch niemanden überraschen dürfte, dass sich mit den Hornets und dem amtierenden Meister Heilbronn die zwei stärksten Teams der Liga erneut im Finale gegenüberstehen. Viel mehr rührten die Zweifel daher, ob es den Zweibrückern, unter dem Druck, zwei Spiele hintereinander auf konstant hohem Niveau gewinnen zu müssen, auch gelingt, immer die Nerven im Zaum zu halten und in jeder Situation füreinander zu kämpfen. Im Laufe der Runde war es genau der Mangel dieser Dinge - Disziplin, Konstanz und Teamfähigkeit - die Vodicka immer wieder kritisierte. Doch glücklicherweise haben die Zweibrücker meine Gedanken Lügen gestraft. Eindrucksvoll haben sie sich bereits im zweiten Spiel in Eppelheim (6:2) zurückgemeldet, erstaunlich diszipliniert traten sie im entscheidenden Match in Zweibrücken auf. Haben sich die Final-Teilnahme absolut verdient. Sowie die Chance, den gewaltigen Schritt zum Titel zu machen.

Für Tomas Vodicka, der seit 2007 viel mit den Hornets erlebt und nach dem Rücktritt von Martin Deßloch so spontan das Traineramt übernommen hat, wäre es das herausragende Ende der abwechslungsreichen Saison. Die Chancen dazu sind mit der in den vergangenen Jahren - seit dem Umbruch durch Richard Drewniak - immer wieder verstärkten Mannschaft so gut wie nie. Mit der richtigen Einstellung ist dieses Mal auch gegen den Serienmeister der letzte große Schritt absolut drin.