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Der FC Homburg startet am Samstag mit einem Heimspiel gegen Bayern Alzenau in die Saison

Saisonauftakt : “Wir müssen uns im Liga-Alltag beweisen“

Fußball-Regionalliga: Der FC Homburg startet am Samstag mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Bayern Alzenau in die neue Saison

Nach rund sechs Wochen Vorbereitung beginnt für den FC Homburg am Samstag um 14 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Aufsteiger FC Bayern Alzenau die neue Saison in der Regionalliga Südwest. Spieler, Trainer und Fans freuen sich auf die neue Runde, für die sich der letztjährige Tabellendritte einiges vorgenommen hat.

„Endlich geht es wieder um Punkte. Gut, dass die lange Zeit der Vorbereitung vorbei ist“, brennt nicht nur Jannik Sommer, Neuzugang der Grün-Weißen vom Meister der vergangenen Saison, SV Waldhof Mannheim, auf die Saison. „Wir gehen sehr gut vorbereitet in die Runde“, gibt sich der 27-jährige offensive Außenspieler zuversichtlich, dass der FCH oben in der Liga mitmischen kann. Auf die Frage, welches Aufgebot er im Vergleich zum SV Waldhof für das stärkere hält, antwortete Sommer am Donnerstag bei der Spieltagspressekonferenz Erstaunliches: „In der Breite des Kaders sind wir sogar besser aufgestellt.“ Der FC Homburg also ein Titelanwärter? „Das muss man abwarten“, gibt sich Sommer dann doch etwas zurückhaltener. Genau wie sein Trainer Jürgen Luginger. „Klar wollen wir im oberen Tabellendrittel mitspielen. Aber die Konkurrenz ist groß“, dämpft Luginger die Erwartungen. „Die Leistungen bei den Testspielen und die Form stimmt. Aber jetzt müssen wir uns im Liga-Alltag beweisen“, fordert der Cheftrainer. Gegen den Aufsteiger aus Hessen ist der FC Homburg, zumal er im eigenen Stadion spielt, der klare Favorit. Luginger warnt aber: „Aufsteiger sind besonders zu Saisonbeginn sehr gefährlich. Sie bringen die Aufstiegseuphorie mit und sind erst recht motiviert, sich in der neuen Liga zu bewähren.“

Lugingers Trainerkollege Angelo Barletta vom FC Bayern Alzenau sieht dies ähnlich. „Wir haben beim FC Homburg absolut nichts zu verlieren. Natürlich wollen wir gut in die Saison starten, die Euphorie nach dem Aufstieg mitbringen und es dem Favoriten richtig schwer machen.“ Auf seine Mannschaft warte aber eine harte Nuss. „Der FC Homburg ist noch spielstärker, als in der letzten Saison.“ Dies habe er beim 3:1-Sieg des FCH gegen den 1. FC Kaiserslautern beobachten können.“ Für Barlettas Elf sei es nicht schlecht, gleich bei einem Favoriten antreten zu müssen. „Man kennt uns noch nicht und auch der FC Homburg muss erst einmal in die Saison reinkommen.“ Mit Innenverteidiger Tarik Sejdovic und Stürmer Mahdi Mehnadgir müsse Alzenau aber auf zwei ganz wichtige Spieler im Waldstadion verzichten.

Neuzugang Jannik Sommer sieht den FCH in der Breite besser aufgestellt als den SV Waldhof Mannheim. Foto: Markus Hagen

Jürgen Luginger stehen bis auf Daniel Di Gregorio, der nach einer Knieoperation noch nicht ganz fit ist, alle Spieler seines Kaders zur Verfügung. Der Konkurrenzkampf in der Mannschaft sei groß und das mache die Grün-Weißen im Hinblick auf die Formation auch für den Gegner schwerer ausrechenbar als in der letzten Saison. „Wir können mit einer Dreier- oder Vierabwehrkette auflaufen. Mit einem oder zwei Sechsern. Mit drei oder vier Leuten im Mittelfeld und vorne mit einer oder zwei Spitzen.“ Der Trainer räumte aber ein: „Am liebsten spiele ich mit einer 4:4:2- Formation“. Wie weit er davon abweiche, hänge auch vom Gegner ab. Der FCH erwartet rund 1500 Besucher zum Ligaauftakt, sagt Geschäftsführer Rafael Kowollik. Im letzten Jahr kamen im Schnitt 1825 Fans ins Waldstadion. „Diese Zahl könnten wir wieder erreichen.“ Positiv stimme, dass die Zahl der verkauften Dauerkarten bei über 220 liege. Rund zehn Prozent mehr als in der letzten Saison.