Der Dämpfer kommt nach dem Sieg

Mit einem 3:1-Erfolg bei der TSG Differten/Schaffhausen/Bous haben die Verbandsliga-Volleyballer des SVK Blieskastel-Zweibrücken ihre Hausaufgaben gemacht. Doch Platz sechs, und damit die Aufstiegsrunde, hat das Team dennoch verpasst.

Trotz des Siegs zum Abschluss der Vorrunde ist die Stimmung bei den Volleyballherren des SVK Blieskastel-Zweibrücken etwas getrübt. Zwar setzte sich das Team von Trainer Harald Wolter mit 3:1 (25:21/18:25/25:21/25:20) souverän gegen die TSG Differten/Schaffhausen/Bous durch, dennoch reichte es für die Zweibrücker nicht mehr zum erhofften Platz sechs und damit dem sicheren Klassenverbleib. Denn im Anschluss an die eigene Partie erkämpfte sich Tabellennachbar VSG Saarlouis I ebenfalls bei der TSG Differten mit der 2:3-Niederlage den nötigen einen Punkt, um Platz sechs und damit die Aufstiegsrunde zu erreichen.

"Das ist bitter", sagt Wolter enttäuscht. Vor allem, wenn er auf den Spielverlauf blickt. Die TSG führte gegen Saarlouis bereits 2:0, im dritten Abschnitt lag der Gastgeber mit 19:11 und 24:23 in Front. "Ein Punkt der Differter hat uns von Platz sechs getrennt", erklärt der SVK-Trainer. Doch die TSG drischt den Matchball ins Netz, der Satz kippt. Saarlouis gewinnt auch den vierten Abschnitt und sichert sich den Zähler, der den SVK auf Platz sieben verdrängt. "Wir haben Rang sechs aber nicht am Samstag verloren", betont Wolter. Dort präsentierte sich seine Mannschaft überlegen. Die Zweibrücker, dieses Mal zu Beginn mit Christian Fetter über die Mitte, kamen gut rein. So entschied der SVK gleich den ersten Abschnitt mit 25:21 für sich. Im zweiten Satz nahmen sich die Gäste eine kleine Auszeit, waren im Angriff zu unkonzentriert. Beim 0:5 nahm Wolter eine Auszeit. "Das hat aber nicht viel gebracht." Beim 2:7 rückte André Noll auf die Mittelblocker-Position. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft, der SVK kämpfte sich heran. "Aber das war nur ein kurzes Strohfeuer." So setzte sich die TSG Mitte des Abschnitts wieder ab und brachte den Vorsprung durch. "Wir haben es verpasst, aus unserer guten Abwehr vorne mehr zu machen", kritisiert der 51-Jährige.

Die Anfeuerung der Käshofer Verwandtschaft einiger SVK-Spieler peitschte diese danach jedoch an. Diagonalangreifer Daniel Weber gab unter deren Augen sein Debüt in der Ersten "und machte seine Sache wirklich gut". Beim 24:18 war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Zweibrücker den Satz dichtmachten. Die Konzentration hielt im vierten Durchgang. Stets lag die Wolter-Truppe mit zwei, drei Zählern in Front und brachte diese Führung konsequent durch. Niklas Wolf beendete die Partie schließlich mit einem für den Gegner nicht abzuwehrenden Kracher "Platz sechs wäre das i-Tüpfelchen der guten Hinserie gewesen." Doch zu unkonstant war die Leistung über die gesamte Spielzeit. "Am schmerzlichsten war die Heimniederlage gegen Steinrausch", blickt der SVK-Trainer zurück. Auch das 2:3 gegen Klarenthal, derzeit Spitzenreiter, sei unnötig gewesen. Dennoch ist Wolter zufrieden mit der Entwicklung seines Teams. Drei Siege in Folge gelangen den Zweibrückern zum Ende der Hinrunde. "Mit Platz sieben haben wir uns die besten Voraussetzungen für die Abstiegsrunde geschaffen." Diese startet am 31. Januar.