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Handball-Oberliga: Déjà-vu für Zweibrücker Löwen in Bitburg

Handball-Oberliga : Déjà-vu für Zweibrücker Löwen in Bitburg

Die SV64-Männer müssen am Samstag beim von Ex-Spielmacher Florian Enders trainierten TV Bitburg antreten. Die Frauen haben gegen Mainz II erneut ein Spitzenspiel. Die A-Junioren fahren zum Dauerrivalen Pforzheim.

Wenn am Wochenende die erste Männermannschaft des SV 64 Zweibrücken beim TV Bitburg gastiert, werden einige Zuschauer und Spieler ein Déjà-vu erleben. Nicht nur der Samstag als Spieltag und die Anwurfzeit um 18 Uhr hat Parallelen mit den Heimspielen der Löwen, sondern auch das Spielsystem der Gastgeber aus der Eifel, weist viele Gemeinsamkeiten mit den 64ern auf.

Das liegt vor allem an der Handschrift des Bitburgers Spielertrainers Florian Enders. Kein Wunder, denn Enders trug von 2014 bis 2016 das Trikot der Zweibrücker Löwen in der 3. Liga. Danach verschlug es den Spielmacher beruflich nach Luxemburg und er übernahm das Traineramt bei seinem Heimatverein. „Ich hatte beim SV 64 eine tolle Zeit. Ich freue mich total, einige meiner alten Weggefährten wieder zu treffen“, schwärmt 27-Jährige von seiner Vergangenheit in der Rosenstadt. Am Samstag muss die Freundschaft allerdings für 60 Minuten ruhen. Sportlich verlief der Saisonstart für seine Mannschaft eher durchwachsen. Bedingt durch den Ausfall von zwei wichtigen Rückraumspielern, belegt der TV Bitburg mit 3:9-Punkten derzeit den zwölften Tabellenplatz.

Enders‘ Pendant auf Zweibrücker Seite, Axel Koch, sieht der Begegnung mit großem Respekt entgegen. Er schätzt vor allem die taktische Disziplin der Hausherren im Angriff, die immer wieder gezielt die Schwachstellen ihrer Gegner ausnutzen. Allen voran hat er Spielmacher Enders in einer ausgeglichenen Mannschaft als Dreh- und Angelpunkt ausgemacht. „Wir wollen an den guten Leistungen unserer Abwehr bei den letzten Spielen anknüpfen und zudem unser Tempospiel deutlich forcieren“, gibt der Trainer der 64er die Marschroute vor.

Personell muss Koch neben den langzeitverletzten Tim Schaller und Patrick Bach, voraussichtlich auch auf Benni Zellmer verzichten, der mit hoher Wahrscheinlichkeit beruflich verhindert sein wird. „Wir sind uns unserer tabellarischen Favoritenrolle im Klaren, aber wir dürfen Bitburg auf gar keinen Fall unterschätzen“, warnt der Übungsleiter seine Jungs vor Überheblichkeit.

Am Sonntag empfangen die Frauen des SV 64 Zweibrücken um 16 Uhr die zweite Mannschaft der FSG Mainz 05/Budenheim zum Spitzenspiel in der Ignaz-Roth-Halle. Nach der Auswärtsniederlage der Löwinnen am vergangenen Wochenende gibt es in der Oberliga vier Teams, die sich punktgleich die Spitzenpositionen teilen.

Zweibrückens Trainer Rüdiger Lydorf schätzt die Bundesligareserve des Zweitligisten Mainz 05 als stärkste Mannschaft der Liga ein. Vor allem, wenn sie mit Unterstützung aus der Bundesliga in Bestbesetzung antreten kann. Besonderes Augenmerk muss seine Abwehr auf die beiden Jugend-Nationalspielerinnen Pauline Golla und Alicia Stoffel legen, die auch schon in der ersten Mannschaft der Landeshauptstädter zum Einsatz gekommen sind. „Gegen Mainz haben wir nur eine Chance, wenn alle Spielerinnen eine Topleistung abrufen. Das ist für uns eine Herkulesaufgabe, aber es ist nicht unmöglich“, gibt sich der SV-Coach kämpferisch. Verzichten muss Lydorf allerdings auf die zuletzt sehr wurfstarke Rückraumspielerin Levke Worm.

Die A-Junioren des SV 64 treten ebenfalls am Sonntag um 16 Uhr beim ewigen Rivalen aus Baden, der SG Pforzheim-Eutingen an. Nach der unnötigen Heimniederlage gegen den VfL Günzburg am letzten Sonntag haben das Trainergespann Björn Stoll und Christian Schwarzer mit der Mannschaft in der zurückliegenden Trainingswoche die Defizite aufgearbeitet. „Unsere Mannschaft wird gegen Pforzheim sicher ein anderes Gesicht zeigen und vor allem im Rückzugsverhalten besser auftreten“, betont Stoll.

Personell gibt es gute Nachrichten, denn Nico Müller ist nach seiner Krankheit wieder genesen und auch Giona Dobrani gehört nach seinem USA-Aufenthalt wieder zum Kader. Weiter Ausfallen werden Tim Schaller und Yannick Mangold, die verletzt passen müssen.